29. Oktober 2018 Von: Sarah in 'Skiführer-Tipp'' | 1 Kommentare

Dann ist eine Skipiste blau, rot oder schwarz

Vom Autofahren ist man es ja gewöhnt, auf der Skipiste jedoch können Hinweisschilder erst einmal verwirren. Wer sich zum ersten Mal in einem größeren Skigebiet befindet, sieht sich schnell einem ganzen Schilderwald gegenüber. Grün, blau, rot, gelb oder schwarz? Was bedeuten denn die ganzen Farben beim Skifahren eigentlich? Wie werden Skipisten eingeteilt? Wann ist eine Abfahrt blau, rot oder schwarz? Snowplaza erklärt, was es alles über Pistenmarkierungen in den Skigebieten der Alpen und weltweit zu wissen gibt. Außerdem zeigen wir Ihnen für jede Kategorie einige der besten Skigebiete.

Wann ist eine Skipiste blau, rot oder schwarz?

Die Sortierung nach Farben beschreibt den Schwierigkeitsgrad einer Piste. Sie zeigt an, ob das Gefälle für Anfänger geeignet ist oder ob die Abfahrt aufgrund der Steilheit eher für fortgeschrittene Skifahrer gedacht ist. Die Nummern dienen der Orientierung in großen Skigebieten, damit sich niemand verfährt. Manchmal werden die Nummern auch weggelassen und die Pisten erhalten Namen, an denen sich Skifahrer und Snowboarder orientieren können. Außerdem markieren Stäbe auf dem Abhang die Grenze der Piste. Manchmal sind sie in Leuchtfarben angestrichen, für bessere Sichtbarkeit, manchmal in der Kategorie der Piste.

Harakiri

Österreichs steilstes Pistenerlebnis hat ein Gefälle von 78 Prozent © Mayrhofner Bergbahnen

Grüne Skipiste

Im deutschsprachigen Raum markiert ein grünes Schild vornehmlich sehr flache, einfache Pisten, oftmals auch Übungshänge, wo Anfänger das Skifahren lernen. In Frankreich und Nordamerika ist die grüne Farbe häufiger in Skigebieten zu finden. Die Pistenmarkierung zeigt ein Gefälle von 6 bis 25 Prozent an. Dort werden das richtige Fallen oder die ersten Kurven geübt. Skigebiete mit vielen grünen Pisten: Alpe d'Huez (FR).

Blaue Skipiste

Die blaue Pistenmarkierung bezeichnet eine Skipiste, die auch scherzhaft als Skiautobahn bezeichnet wird. Mit einem Gefälle bis zu 25 Prozent ist dieser Pistentyp gut geeignet für Anfänger, Wiedereinsteiger und Familien mit Kindern. Auf blauen Pisten kann jede Skitechnik eingesetzt bzw. geübt werden, vom Schneepflug, über die richtigen Schwünge bis zum Carving. Hier können Skifahrer vornehmlich gemütliche Abfahrten erwarten, der Adrenalinpegel bleibt verhältnismäßig niedrig. In Nordamerika bedeutet ein blaues Quadrat allerdings ein stärkeres Gefälle von 25 bis 40 Prozent. Skigebiete-Tipp: Winterberg (D), Tiroler Zugspitz Arena (AT), Alta Badia (IT).

Rote Skipiste

Rote Pistenmarkierungen zeigen in den Skigebieten der Alpen einen mittleren Schwierigkeitsgrad an. Das Gefälle ist geringer als 40 Prozent. Die rote Piste ist damit für Anfänger schon nicht mehr geeignet und wird von fortgeschrittenen Fahrern oft benutzt, um ihre Skitechnik zu verbessern oder um sich auf noch steilere Pisten vorzubereiten. Für geübte Skifahrer bietet sich die Skitechnik des Carvings an. Allen anderen Skifahrern ist der Kurzschwung zu empfehlen. Skigebiete mit vielen roten Pisten: Saalbach (AT), Oberstdorf (D), Gröden (IT).

Schwarze Skipiste

Schwarze Pisten sind den Profis vorbehalten. Anfänger bringen sich auf dem Gefälle von mehr als 40 Prozent ernsthaft in Gefahr. Hier sollte nur fahren, wer den Kurzschwung beherrscht. Beim Carving auf der schwarzen Piste gibt es schnell Probleme mit der Fliehkraft. In Amerika zeigt das Symbol eines schwarzen Diamanten oder einer schwarzen Raute eine schwierige Piste mit mehr als 40 Prozent Gefälle an. Zwei schwarze Diamanten bezeichnen eine extreme Abfahrt mit besonderen Schwierigkeiten wie engen Kehren und unübersichtlichen Kanten. Skigebiete mit schwarzen Pisten: Davos-Klosters (CH), Andermatt (CH), St. Anton (AT).

Schwarze Piste

Eine schwarze Piste ist wirklich nur für Skiexperten gedacht © Mayrhofner Bergbahnen

Skirouten

Skirouten sind als gelben Pisten oder rot-gestrichelt im Pistenplan markiert. Diese sehen Skifahrer und Snowboarder immer öfter in den Skigebieten der Alpen. Eine Skiroute bezeichnet eine Piste, die zwar markiert und gesichert, jedoch nicht präpariert ist. Eine solche Piste ist geeignet für Top-Skifahrer und Snowboarder, da es auch mal buckelig werden kann oder man sich plötzlich im Tiefschnee befindet. Markierte Skirouten können ohne Skiführer benutzt werden, da die alpinen Gefahren nicht größer als auf anderen Skipisten sind. Skigebiete mit vielen Skirouten: Davos-Klosters (CH), Fieberbrunn (AT), Zermatt (CH).

Weitere Markierungen auf präparierten Pisten

Da man in großen Skigebieten schnell einmal die Übersicht verlieren kann, sind präparierte Skipisten oft mit Markierungen an der Seite der Skipiste versehen, die den Skifahrern anzeigen, wo es jetzt weitergeht. Wenn das Skigebiet ein Pistengütesiegel anstrebt, stehen die Pfeile links und rechts am Rand der Piste. Zudem markieren entweder mit Leuchtfarbe oder mit der Farbe der Skipiste markierte Stäbe die Fahrstrecke der Skipiste, so dass niemand aus Versehen in den freien Skiraum gerät.

Skipiste Markierungen

Dieses Schild markiert die Grenze zum freien Skiraum © Berghotel Madlener

Keine Pistenmarkierungen im freien Skiraum

Sind keine Hinweisschilder zu finden, befindet sich der Skifahrer im freien Skiraum. Dieser ist weder markiert noch präpariert, nicht kontrolliert und auch nicht gesichert. Skifahrer und Snowboarder, die die markierten Pisten verlassen, müssen sich bewusst sein, dass sie auf eigenes Risiko handeln. In Skigebieten werden Wintersportler oftmals beim Verlassen der Pisten durch eine Warnung über Lawinen- und Absturzgefahr informiert, z.B. durch ein Schild mit einer Lawinenhand. In vielen Fällen informiert auch ein orangefarbenes Blinklicht über große Lawinengefahr. Lawinenkunde: Grundwissen für Skifahrer >

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Kommentare

Von: Michael Bäcker am 30. Oktober 2018

Danke für die Informationen über Pistenmarkierungen. Wir fahren diesen Winter zum ersten Mal in den Winterurlaub bei Söll und sind schon ganz aufgeregt. Die Infos zu Markierungen auf der Piste sind echt gut zu wissen. LG http://www.eggerwirt.cc/de/winter/



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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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