20. Oktober 2021 Von: Martin in Skitechnik

Ein Schneepflug ist nicht nur ein Gerät zum Schneeräumen, sondern auch eine Skitechnik und der treue Helfer eines jeden Skifahrenden. Für AnfängerInnen stellt der Schneepflug die Eintrittskarte zum Skifahren dar. Als SkischülerIn lernt man bereits in der ersten Lektion, wie man die Skier in eine V-Formation bringt. Aber auch fortgeschrittene SkifahrerInnen und Profis greifen immer wieder auf das Skifahren im Schneepflug zurück. Wie macht man also eine gute V-Stellung mit den Skiern? Snowplaza gibt fünf Tipps und zeigt, wann auch der beste Schneepflug an seine Grenzen kommt. Sie möchten erst Skifahren lernen? Hier geht es zum Crashkurs >

5 Tipps für einen guten Schneepflug beim Skifahren

Der Schneepflug ist beim Skifahren elementar. Kinder lernen ihn in der Skischule oft als Pizza kennen (die V-Stellung erinnert an die Form von einem Stück einer Pizza). Anhand von 5 einfachen Schritten kann man das richtige Ausführen des Schneepflugs erlernen. Im ersten Schritt werden die Skier also in V-Form gebracht (1). Dabei müssen sich die Innenkanten der Skier in den Schnee bohren (2) und der Oberkörper nach vorne neigen (3). Anschließend kann man im Schneepflug schon Kurven fahren (4), indem man den linken oder rechten Ski (Talski) mehr belastet. Der Schneepflug ist aber auch eine Bremstechnik (5). Beherrscht der/die SkischülerIn das rhythmische Kurvenfahren in der Pizza-Stellung, gelingt der folgende Lernschritt – das parallele Kurvenfahren à la Pommes einfacher.

1. Skier in V-Form bringen

Beim Schneepflug formt man von den Skispitzen ausgehend ein V. Die Ski sind also an den Spitzen eng beieinander, ohne sich dabei zu berühren. An den Enden liegen die Skier weit auseinander. Am besten gelingt der Schneepflug auf einer flachen Piste, wenn man Druck auf die Fußballen ausübt und gleichzeitig die Fersen möglichst gleichmäßig nach außen schiebt.

2. Innenkanten in den Schnee bohren

Die Bewegung im Schneepflug ist dadurch gekennzeichnet, dass sich die Hüfte nach außen öffnet. Die Knie sollten sich dabei aber nicht berühren, da sonst das wichtige Aufkanten der Innenkanten nicht funktioniert. Wichtig ist auch, dass sich die jeweiligen Innenkanten in den Schnee bohren, um die Bremswirkung zu entfalten. Für AnfängerInnen ist der Schneepflug also die erste Bremstechnik.

3. Oberkörper nach vorne neigen

Der Oberkörper sollte beim Schneepflug leicht nach vorne geneigt sein und die Schienbeine gegen die Skischuhe vorne drücken. So, als ob man auf Stöckelschuhen stehen würde. Damit gelingt es auch gut, bei geöffneter Hüfte die Fersen nach außen zu schieben. Zudem ist hier der Einsatz eines Skistockes hilfreich, den man waagerecht während der Fahrt vor sich hält und dabei den Ellbogen ausstreckt.

Skifahren im V
So sieht ein richtig ausgeführter Schneepflug aus

4. Kurvenfahren im Schneepflug

Für viele SkifahrerInnen liegt die Schwierigkeit des Kurvenfahrens in der Belastung des Außenskis. Der Schneepflug hilft bei diesem Problem, denn die Skier zeigen durch das V schon in die jeweilige Kurvenrichtung. Der linke Ski zeigt nach rechts, der rechte Ski nach links. Jetzt muss man sich nur noch schräg über einen Ski lehnen und schon geht die Fahrt nach links oder rechts.

5. Im Schneepflug bremsen

Wenn man in eine heikle Situation gerät und immer schneller wird, hilft der Schneepflug, die Geschwindigkeit zu bändigen. Je stärker die Skier belastet werden, desto größer ist die Bremswirkung. Auch gute SkifahrerInnen nutzen den Schneepflug oft, zum Beispiel in einer leicht abfallenden Liftschlange, um nicht auf den Vordermann aufzufahren oder in engem Terrain, wo kaum ein Schwung möglich ist. Pizza geht eben immer!

Warum kann ich nicht immer Schneepflug fahren?

Der Grund, weshalb wir nicht ausschließlich im Schneepflug über die Pisten gleiten, liegt darin, dass das Skifahren im Schneepflug sehr kraftraubend ist und irgendwann in der Hüfte wehtut. In steilerem Gelände reicht die Aufkantwirkung (Bremswirkung) zudem nicht mehr aus, um die Fahrt zu stoppen. Spätestens jetzt sollten Kurven beim Skifahren eingebaut werden, um steilere Hänge zu meistern. Die parallele Kurvenfahrt ist daher wesentlich ökonomischer und sieht außerdem eleganter aus. Mehr dazu >

Weitere Tipps für AnfängerInnen und Wiedereinsteigende

Bereit für die erste Abfahrt? Hier finden Sie das passende Skigebiet >

Bereits als Kind klebte ich mit meiner Nase am Küchenfenster und beschwor den rheinischen Winterregen, doch endlich zu Schnee zu werden. Mit den ersten Flocken ging´s dann hinaus, Autoski (bedingt empfehlenswert), Skihalle und die Wintersportarena Sauerland waren erste Lieblingsorte.

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