14. März 2017 Von: Fabian in 'Skitechnik'' | 1 Kommentare

Tiefschneefahren ist wie Fliegen, nur besser! Was so einfach aussieht, bedarf allerdings einiges an Übung. Damit auch Sie in den Genuss des richtigen Skifahrens im Tiefschnee kommen, hat Snowplaza fünf Tipps zum Freeriden zusammengestellt. Nutzen Sie zum Beispiel die Auftriebs- und Rebound-Effekte im Pulverschnee. Die zentrale Grundposition, eine rhythmische Fahrweise und eine angepasste Belastung sind weitere Grundelemente beim Freeriden. Außerdem erklären wir Ihnen, welche Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind, und welche Skigebiete die besten Möglichkeiten zum Tiefschneefahren bieten.

Skitechnik: 5 Tipps zum Tiefschneefahren lernen

Tiefschneefahren ist wieder auf dem Vormarsch. Raue Natur, unberührte Hänge, der Kampf mit den Elementen und feinster Champagner-Powder – für viele ist das Skifahren im hüfthohen Tiefschnee der Gipfel eines jeden Skiurlaubs. War es früher doch ganz normal, sich abseits der Pisten zu bewegen – Lifte und Pistenwalzen mussten erst noch erfunden werden – muss sich heute eine saubere Freeridetechnik wieder hart erarbeitet werden. Tiefschneefahren ist Ästhetik und Freiheit pur, unterscheidet sich jedoch erheblich von der klassischen Skitechnik auf platt gewalzten Pisten. Damit auch Sie eine gute Figur beim Freeriden im Tiefschnee machen, haben wir im Folgenden die wesentlichen Techniktipps und Informationen zur Sicherheit zusammengefasst.

Video: Erste Übungen und Vorbereitungen zum Tiefschneefahren

1. Zentrale Position

Beim Tiefschneefahren ist es wichtig, weder zu viel Vor- noch Rücklage zu haben. Die Ski sollten gleichmäßig über die gesamt Fußsohle belastet werden. Der Körperschwerpunkt liegt zentral über der Bindung. Bei richtiger Belastung kann der subjektive Eindruck einer leichten Rücklage entstehen, weil die Ski im Tiefschnee schräg einsinken.

2. Auftrieb durch Geschwindigkeit

Je schneller die Fahrt, desto mehr schwimmen die Ski im Tiefschnee auf. Es entsteht ein Gefühl der Schwerelosigkeit. An der Oberfläche kann der Ski dann leicht gedreht werden. Ist die Geschwindigkeit zu niedrig, fällt dies schwerer. Falls das (Kurven)fahren im Powder Probleme bereitet, einfach mal die Geschwindigkeit variieren.

3. Rhythmus

Zum Freeriden benötigt man Rhythmusgefühl. Ist das richtige Timing erst einmal gefunden, klappt das Kurvenfahren abseits der Piste wie von selbst. Zum Üben können ein Partner oder Sie selbst den Kurvenwechsel durch akustische Signale („Hep“) ankündigen. Auch ein bewusst und gleichmäßig gesetzter Stockeinsatz in Schaufelhöhe erleichtert eine rhythmische Fahrweise.

4. Richtige Belastung

Meist wird beim Kurvenfahren der Außenski stärker belastet als der Innenski. Beim Tiefschneefahren sollte die Belastung annähernd gleichverteilt sein. Der Grund: Wird ein Ski zu stark belastet, droht er zu verschneiden und auszuscheren. Außerdem kann bei gleichmäßiger Belastung ein maximaler Auftrieb gewährleistet werden. Eine etwas schmalere Skiführung als auf der Piste unterstützt dies zusätzlich.

5. Trampolin- oder Rebound-Effekt

Eine korrekte und rhythmische Belastung vorausgesetzt, kann beim Tiefschneefahren der Reboundeffekt ausgenutzt werden. Dies geschieht durch eine aktive Hoch-/Tiefentlastung (Strecken und Beugen der drei Gelenke Hüfte, Knie und Fußgelenk). Vor dem Kurvenwechsel wird der Schnee durch aktives Belasten komprimiert und der Skifahrer wie auf einem Trampolin nach oben geschleudert. Die Ski werden frei und können gedreht werden, bevor sie in neuer Richtung wieder in den Schnee eintauchen.

Die richtigen Sicherheitsmaßnahmen

Safety first! Tiefschneefahren ist ein großartiges Gefühl. Es kann aber auch schnell gefährlich werden, besonders wenn unzureichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Das hohe Risiko durch Lawinen sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. So sind Sie am sichersten aufgestellt:

  • Lawinenwarnungen checken: Bei Stufe 3 bereits erhebliche Lawinengefahr
  • Helm, Protektoren, ABS-Rucksack mit Luftkissen
  • Erste-Hilfe-Set mit Wärmedecke mitnehmen
  • Lawinenverschütteten-Suchgerät, Sonde und Schaufel mitnehmen
  • Richtigen Umgang beim kostenfreie Lawinencamp des SAAC erlernen
  • Bergführer buchen

Erfahren Sie mehr über das Thema Sicherheit und Skifahren im Tiefschnee >

Die besten Skigebiete zum Tiefschneefahren

In den Alpen gibt es zahlreiche Skigebiete, die für ihre großartigen Freeride-Bedingungen bekannt sind. Nachfolgend haben wir einige der besten Skigebiete fürs Tiefschneefahren aufgelistet.


Sie wollen auch im Tiefschnee fahren? Hier planen Sie Ihren Skiurlaub >

Kommentare

Von: Herman am 7. März 2015

Cool!

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Ich arbeite als Skilehrer und Webredakteur für Snowplaza. Meine Begeisterung fürs Skifahren wurde bereits vor über 20 Jahren durch meine Eltern und Großeltern geweckt, die ein Ferienhaus in den Vogesen gebaut haben.

 
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