18. März 2022 Von: Miriam in WintersportSkigebiete unter der Lupe

Höher, schneller, steiler... lautet das Motto der besten schwarzen Pisten der Alpen. Schwindelerregende Abgründe, meterhohe Buckel, zermürbende Weltcup-Hänge und die steilsten präparierten Abfahrten lassen den Adrenalinspiegel beim Skifahren schnell in die Höhe schießen. Snowplaza hat die steilsten Pisten in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich herausgesucht. Denn jeder Skifahrer sollte einmal im Leben in den Genuss von mindestens einem dieser Steilhänge gekommen sein - und sei es nur zum Zuschauen. Bereit für die Herausforderung?

Black Ibex: Ganz neu im Ranking der Steilhänge

Die Black Ibex am Kaunertaler Gletscher ist nicht nur für WintersportlerInnen eine Herausforderung, auch die Pistenraupe hat bei 87,85 % Gefälle ganz schön was zu tun. Keine andere Piste in den Alpen ist bei einer Neigung von 41,3 Grad auf 500 Metern noch präpariert. Vom Falginjoch geht es mit einem spektakulären Blick talwärts. Diese Abfahrt ist wirklich nur etwas für geübte SkifahrerInnen und SnowboarderInnen mit starken Nerven.

  • Gefälle:  87,85 %
  • Länge: 3.000 Meter
  • Höhendifferenz: 363 Meter

Harakiri: Eine der steilsten Pisten Österreichs

Kaum eine Piste wird so stark vermarktet wie die Harakiri im Skigebiet Mayrhofen. Sie gilt als eine der steilsten präparierten Pisten in Österreich und ist nichts für ungeübte Skifahrer. Wer auf der Harakiri hinfällt, rutscht nicht selten mehrere hundert Meter den Berg herunter. Beim Harakiri-Fotoshooting kannst du deinen Ritt für die Ewigkeit festhalten. Daneben verfügt das Skigebiet im Zillertal über weitere 215 Pistenkilometer, auf denen für jeden etwas dabei ist.

  • Gefälle: 78 %
  • Länge: 1.500 Meter
  • Höhendifferenz: 376 Meter

Schweizer Wand: Bis zu 2 Meter hohe Buckel

Die schwarze Höllenabfahrt Schweizer Wand (Chavanette) ist eine Piste der Superlative. Der Osthang des „Pas de Chavanette“ ist so steil, dass er von keinem Pistenbulli präpariert werden kann, noch nicht mal mit Seilwinde. Deswegen türmen sich nicht selten Buckel von bis zu zwei Metern Höhe auf. Sie liegt im Skigebiet Les Portes du Soleil, welches mit 580 Pistenkilometern eines der größten Skigebiete in Europa ist.

  • Gefälle: Mehr als 100 %
  • Länge: 1.300 Meter
  • Höhendifferenz: 331 Meter

Streif: Die gefährlichste Abfahrt im Weltcup

Die Streif in Kitzbühel gehört zu den gefährlichsten Abfahrten im Ski-Weltcup. Die Profis erreichen hier Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h und springen bis zu 60 Meter weit. Ein Besuch des jährlich ausgetragenen Hahnenkamm-Rennens ist ein unvergleichliches Erlebnis. Auch für „normale“ Skifahrer ist die Streif befahrbar, allerdings als Skiroute gekennzeichnet und mit teilweise unpräparierten Passagen. Insgesamt stehen im Skigebiet KitzSki rund 170 Pistenkilometer zur Verfügung.

  • Gefälle: Bis zu 85 % in der „Mausefalle“
  • Länge: 3.300 Meter
  • Höhendifferenz: 860 Meter
Streif in Garmisch
Die weltberühmte Streif in Kitzbühel empfängt zum Hahnenkamm-Rennen Besucher und Ski-Profis aus aller Welt.

Kandahar: Mutprobe im „Freien Fall“ von Deutschland

Die Kandahar-Abfahrt liegt im Skigebiet Garmisch-Classic bei Garmisch-Partenkirchen und gehört zu den steilsten und längsten Pisten im alpinen Ski-Weltcup. Der „Freie Fall“ hat ein Gefälle von 92 Prozent. Profis erreichen auf dieser Skipiste Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h. Wer hier runter möchte, braucht nicht nur Mut, sondern auch Kondition, denn die Piste ist immerhin über 3 km lang. Insgesamt bietet das Skigebiet Garmisch Partenkirchen rund 70 Pistenkilometer inklusive schneesicherem Gletscher an der Zugspitze.

  • Gefälle: Bis zu 92 %
  • Länge: 3.300 Meter
  • Höhendifferenz: 720 Meter

Gamsleiten 2: Bis zu 100 % Gefälle

Die Gamsleiten II ist die Schweizer Wand Österreichs. Bereits ihr Anblick lässt den Adrenalinspiegel steigen. Die Piste ist so steil, dass sich auch hier zum Teil meterhohe Buckel auftürmen. Das Gefälle beträgt stellenweise 100 % (45 Grad). Abgesehen davon verfügt das Skigebiet Obertauern im Salzburger Land über ein eher ein- und aufsteigerfreundliches Pistenangebot. Insgesamt stehen 100 Pistenkilometer zur Verfügung. Freunde des Après-Skis sollten auf jeden Fall der Edelweißalm oder Lürzer Alm einen Besuch abstatten.

  • Gefälle: Bis zu 100 %
  • Länge: 1.300 Meter
  • Höhendifferenz: 362 Meter

Piculin: Eine der steilsten Pisten in Italien

Die Piculin im Skigebiet Kronplatz in Südtirol gehört zu den steilsten Pisten in Italien. Sie steht ein wenig im Schatten ihrer Geschwister Sylvester, Hernegg, Pre da Peres und Erta - allesamt schwarze Pisten am Kronplatz. Umso wichtiger ist die Piculin für den Anschluss nach Alta Badia und damit zum 1.200 Pistenkilometer umfassenden Skiverbund Dolomiti Superski. Ansonsten ist das Skigebiet Kronplatz mit rund 120 Pistenkilometern eher anfänger- und familienfreundlich.

  • Gefälle: Bis zu 72 %
  • Länge: 2.000 Meter
  • Höhendifferenz: 530 Meter

La Grave: Nur für echte Powder-Cracks

Das Wort Piste ist hier fehl am Platz. La Grave ist ein kleines Bergsteigerdorf nahe dem Skigebiet Les Deux Alpes. Es gibt nur eine einzige Seilbahn, die dich auf über 3.500 Meter bringt. Anschließend stehen ausschließlich Skirouten zum Freeriden zur Verfügung. Auf mehr als 2.000 Höhenmeter geht es wieder zurück ins Tal, durch steilste Rinnen (Couloirs) und wildestes Gelände. La Meije/La Grave ist nur für absolute Powder-Cracks zu empfehlen und das auf eigene Gefahr.

  • Gefälle: Abhängig von der Route
  • Länge: keine Angabe
  • Höhendifferenz: 2.000 Meter

Weitere schwarze Pisten, die man erlebt haben muss

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Morgens früh Schwünge auf fast leeren Pisten zu ziehen ist Miriams Highlight beim Skifahren, deswegen ist sie auch immer eine der Ersten an der Gondel. Am liebsten bei bestem Wetter und optimalen Pistenbedingungen. Nach dem Skifahren genießt sie Saunagänge und die kulinarischen Köstlichkeiten der Alpen.

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