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Schwarze Skipiste

Höher, schneller, steiler... lautet das Motto der besten schwarzen Pisten der Alpen. Schwindelerregende Abgründe, meterhohe Buckel, zermürbende Weltcup-Hänge und die steilsten präparierten Abfahrten lassen den Adrenalinspiegel beim Skifahren schnell in die Höhe schießen. Snowplaza hat die steilsten Pisten in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien und Frankreich herausgesucht. Bereit für die Herausforderung?

Black Ibex: Ganz neu im Ranking der Steilhänge

Die Black Ibex am Kaunertaler Gletscher ist nicht nur für WintersportlerInnen eine Herausforderung, auch die Pistenraupe hat bei 87,85 % Gefälle ganz schön was zu tun. Keine andere Piste in den Alpen ist bei einer Neigung von 41,3 Grad auf 500 Metern noch präpariert. Vom Falginjoch geht es mit einem spektakulären Blick talwärts. Diese Abfahrt ist wirklich nur etwas für geübte SkifahrerInnen mit starken Nerven.

Black Ibex Youtube

Harakiri: Eine der steilsten Pisten Österreichs

Kaum eine Piste wird so stark vermarktet wie die Harakiri im Skigebiet Mayrhofen. Sie gilt als eine der steilsten präparierten Pisten in Österreich und ist nichts für ungeübte Skifahrer. Wer auf der Skipiste Harakiri hinfällt, rutscht nicht selten mehrere Meter den Berg herunter. Auf der legendären Piste 34 herrschen oft sehr glatte Schneeverhältnisse, deshalb ist Vorsicht geboten. Daneben verfügt das Skigebiet im Zillertal über weitere 215 Pistenkilometer, auf denen für jeden etwas dabei ist.

  • Gefälle: 78 %
  • Länge: 1.500 Meter
  • Höhendifferenz: 376 Meter
  • Skigebiet: Mayrhofen

Schweizer Wand: Bis zu 2 Meter hohe Buckel

Die schwarze Höllenabfahrt Schweizer Wand (Chavanette) ist eine Piste der Superlative. Der Osthang des „Pas de Chavanette“ ist so steil, dass er von keinem Pistenbully präpariert werden kann, noch nicht mal mit Seilwinde. Deswegen türmen sich nicht selten Buckel von bis zu zwei Metern Höhe auf. Sie liegt im Skigebiet Les Portes du Soleil, welches mit 580 Pistenkilometern eines der größten Skigebiete in Europa ist.

  • Gefälle: Mehr als 100 %
  • Länge: 1.300 Meter
  • Höhendifferenz: 331 Meter
  • Skigebiet: Les Portes du Soleil

Streif: die gefährlichste Abfahrt im Weltcup

Die Streif in Kitzbühel gehört zu den gefährlichsten Abfahrten im Ski-Weltcup. Die Profis erreichen hier Geschwindigkeiten von bis zu 145 km/h und springen bis zu 60 Meter weit. Ein Besuch des jährlich ausgetragenen Hahnenkamm-Rennens ist ein unvergleichliches Erlebnis. Auch für „normale“ SkifahrerInnen ist die Streif befahrbar, allerdings als Skiroute gekennzeichnet und mit teilweise unpräparierten Passagen. Insgesamt stehen im Skigebiet KitzSki rund 170 Pistenkilometer zur Verfügung.

  • Gefälle: Bis zu 85 % in der „Mausefalle“
  • Länge: 3.300 Meter
  • Höhendifferenz: 860 Meter
  • Skigebiet: KitzSki
Die Streif beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel
© Kitzbüheler Ski Club
Die weltberühmte Streif in Kitzbühel empfängt zum Hahnenkamm-Rennen Besucher und Ski-Profis aus aller Welt.

Kandahar: Mutprobe im „Freien Fall“ von Deutschland

Die Kandahar-Abfahrt liegt im Skigebiet Garmisch-Classic bei Garmisch-Partenkirchen und gehört zu den steilsten und längsten Pisten im alpinen Ski-Weltcup. Der „Freie Fall“ hat ein Gefälle von 92 Prozent. Profis erreichen auf dieser Skipiste Spitzengeschwindigkeiten von 130 km/h. Wer hier runter möchte, braucht nicht nur Mut, sondern auch Kondition, denn die Piste ist immerhin über 3 km lang. Insgesamt bietet das Skigebiet von Garmisch-Partenkirchen rund 70 Pistenkilometer inklusive schneesicherem Gletscher an der Zugspitze.

  • Gefälle: Bis zu 92 %
  • Länge: 3.300 Meter
  • Höhendifferenz: 720 Meter
  • Skigebiet: Garmisch-Classic

Gamsleiten 2: Bis zu 100 % Gefälle

Die Gamsleiten II ist die Schweizer Wand Österreichs. Bereits ihr Anblick lässt den Adrenalinspiegel steigen. Die Piste ist so steil, dass sich auch hier zum Teil meterhohe Buckel auftürmen. Das Gefälle beträgt stellenweise 100 % (45 Grad). Abgesehen davon verfügt das Skigebiet Obertauern im Salzburger Land über ein eher ein- und aufsteigerfreundliches Pistenangebot. Insgesamt stehen 100 Pistenkilometer zur Verfügung. Freunde des Après-Skis sollten auf jeden Fall der Edelweißalm oder Lürzer Alm einen Besuch abstatten.

  • Gefälle: Bis zu 100 %
  • Länge: 1.300 Meter
  • Höhendifferenz: 362 Meter
  • Skigebiet: Obertauern

Piculin: Eine der steilsten Pisten in Italien

Die Piculin im Skigebiet Kronplatz in Südtirol gehört zu den steilsten Pisten in Italien. Sie steht ein wenig im Schatten ihrer Geschwister Sylvester, Hernegg, Pre da Peres und Erta - allesamt schwarze Pisten am Kronplatz. Umso wichtiger ist die Piculin für den Anschluss nach Alta Badia und damit zum 1.200 Pistenkilometer umfassenden Skiverbund Dolomiti Superski. Ansonsten ist das Skigebiet Kronplatz mit rund 120 Pistenkilometern eher anfänger- und familienfreundlich.

  • Gefälle: Bis zu 72 %
  • Länge: 2.000 Meter
  • Höhendifferenz: 530 Meter
  • Skigebiet: Kronplatz

La Grave: Nur für echte Powder-Cracks

Das Wort Piste ist hier fehl am Platz. La Grave ist ein kleines Bergsteigerdorf nahe dem Skigebiet Les Deux Alpes. Es gibt nur eine einzige Seilbahn, die dich auf über 3.500 Meter bringt. Anschließend stehen ausschließlich Skirouten zum Freeriden zur Verfügung. Auf mehr als 2.000 Höhenmeter geht es wieder zurück ins Tal, durch steile Rinnen (Couloirs) und wildes Gelände. La Meije/La Grave ist nur für absolute Powder-Cracks zu empfehlen und das auf eigene Gefahr.

  • Gefälle: Abhängig von der Route
  • Länge: keine Angabe
  • Höhendifferenz: 2.000 Meter
  • Skigebiet: Les Deux Alpes

Schwarze Pisten, die man erlebt haben muss

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Wintersportler in der Gondel

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zu schwarzen Pisten

Was ist eine schwarze Piste?

Eine schwarze Piste ist die schwierigste Kategorie von Skipisten und richtet sich an erfahrene Skifahrer. Sie zeichnet sich durch steile Hänge, enge Kurven und oft technische Herausforderungen wie Buckelpisten oder eisige Stellen aus. Schwarze Pisten erfordern sichere Technik, Kondition und Erfahrung, da sie deutlich anspruchsvoller sind als rote oder blaue Pisten.

Was ist die steilste schwarze Piste?

Die steilste schwarze Piste Europas ist die berühmte Harakiri in Mayrhofen, Österreich, mit einem Gefälle von bis zu 78 % (~38°), bekannt für ihre kurze, aber extrem steile Passage. Ebenfalls zu den härtesten präparierten Pisten zählt der Black Ibex am Kaunertaler Gletscher mit etwa 41° Gefälle, während die Black Wall in Glacier 3000 (Schweiz) sogar bis zu 46° erreicht. Diese Pisten sind nur für erfahrene SkifahrerInnen geeignet, da sie hohe Technik, Mut und Kondition erfordern.

Wie viel Grad hat eine schwarze Piste?

Eine schwarze Piste hat in der Regel eine Neigung von etwa 25° bis 45°, kann aber je nach Gelände und Land variieren.

  • Unteres Ende: ca. 25° – anspruchsvoll für fortgeschrittene SkifahrerInnen
  • Typisch: 30°–35° – die meisten schwarzen Pisten in den Alpen
  • Extrem steile Varianten: bis zu 45° oder mehr, z. B. Harakiri in Mayrhofen (~38°) oder Black Wall in der Schweiz (~46°)

Kurz gesagt: Schwarz bedeutet sehr steil und technisch anspruchsvoll, deutlich steiler als rote oder blaue Pisten.

Wo befindet sich die steilste schwatze Piste in Österreich?

Die steilste schwarze Piste in Österreich ist die Harakiri in Mayrhofen (Zillertal).

  • Gefälle: bis zu 78 % (~38°)
  • Besonderheit: gilt als die berühmteste steile Piste Europas, kurz, aber extrem anspruchsvoll
  • Zielgruppe: nur für sehr erfahrene Skifahrer, da sie hohe Technik, Mut und Kondition erfordert

Die Harakiri ist damit das Highlight für alle, die den ultimativen Nervenkitzel auf schwarzen Pisten suchen.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.