12. Januar 2017 Von: Fabian in 'Skiführer-Tipp'' | 0 Kommentare

Die Streif in Kitzbühel

Die Streif in Kitzbühel

145 km/h Topspeed, 85 Prozent Höchstgefälle, 60 Meter weite Sprünge - Die Streif ist die wohl gefährlichste Abfahrt im Ski-Weltcup. Auf der legendären Piste 21 im Skigebiet KitzSki wird jedes Jahr das Hahnenkammrennen ausgetragen. Das Skirennen ist eines der größten Wintersportevents der Alpen. Aber auch Nicht-Profis kommen in den Genuss der Streif in Kitzbühel. Snowplaza nimmt Sie mit auf eine rasante Reise durch die Mausefalle, den Brückenschuss und hinweg über die Hausbergkante inklusive Einkehrschwung in der Seidlalm. Neugierig geworden? Hier planen Sie Ihren nächsten Skiurlaub in Kitzbühel >

Das müssen Sie über die Streif wissen

Die Hahnenkammbahn am Ortsrand von Kitzbühel bringt Sie zielsicher zum Starthaus auf knapp 1.700 Metern Höhe. Bereits im Lift erhält man eine großartige Draufsicht auf die 3,3 km lange Abfahrtsstrecke mit der Pistennummer 21. Die Streif im Skigebiet KitzSki ist auf zwei Arten befahrbar, entweder auf der originalen oder der familienfreundlichen Streckenführung. Erstere ist im Normalbetrieb allerdings nicht durchgängig präpariert und selbst für Skicracks eine echte Herausforderung. Wegen der geringen Höhe sind die Schneeverhältnisse auf der Streif nicht immer ideal. Besonders auf den nicht-präparierten Streckenabschnitten sollte eine ausreichend dicke Schneeschicht liegen, sonst sieht es schlecht aus für Material und Gesundheit.

Mit Mut durch die Mausefalle

Gleich zu Beginn muss mit der extrem steilen „Mausefalle“ (85 %) eine der knackigsten Passagen der Streif überwunden werden. Profis legen an der Kante zum Steilhang Sätze mit über 60 Metern hin. Zwar kann und sollte der Freizeitskifahrer dort mit angepasster Geschwindigkeit fahren, erschwert werden die Bedingungen allerdings dadurch, dass der obere Teil nur als Skiroute befahrbar ist – Experts only! Alternativ können die haarigsten Passagen auch auf der “Streif-Familienabfahrt“ umfahren werden.

Pause auf der Seidlalm und Streifalm

Im mittleren Abschnitt wird es auf der Streif deutlich entspannter. Auf Gleitpassagen wie dem “Brückenschuss“ und “Gschöss“ mit gerade einmal 2 Prozent Neigung sollten die Skier gut gewachst sein. Auf halber Strecke wartet mit der Seidlalm eine urige Berghütte mit guten Tiroler Spezialitäten - ideal für einen Einkehrschwung. Im unteren Teilabschnitt muss mit der Hausbergkante dann nochmals ein tief-schwarzer Streckenabschnitt gemeistert werden. Wenn Sie das Après-Ski-Treiben der Streifalm hören, haben Sie es geschafft.

Hahnenkammrennen besuchen

Einmal im Jahr ist in Kitzbühel eine Woche lang die Hölle los. Mit mehr als 80.000 Besuchern und 450 Millionen TV-Zuschauern gehört das Hahnenkammrennen zu den größten Wintersportevents. Einmal den Profis bei der Arbeit zusehen zu dürfen, ist ein unvergleichliches Erlebnis. Mit Tickets ab 30 Euro ist das Hahnenkammrennen sein Geld wert. Kids bis 16 Jahre haben freien Eintritt. Zur Einstimmung ist der Streif-Film zu empfehlen. In den vergangenen Jahren kam es auf der Streif zu wiederholten Stürzen und Rennabbrüchen. Daher wurden im Sommer Bauarbeiten am Hahnenkamm durchgeführt, um die Streif sicherer zu machen.

Fakten & Daten zur Streif

Bergstation: Hahnenkamm Länge: 3.300 m
Höchster Punkt: 1.665 m Höhenunterschied: 860 m
Max. Neigung: 85 % Schwierigkeitsgrad: Schwer
Tipp: Hahnenkammrennen Präparierung: Gut bis nicht vorhanden
Skigebiet: Kitzbühel Bewertung:4 Sterne

Bewertung der Streif in Kitzbühel

Die Streif in Kitzbühel vereint die gesamte Vielfalt des Skifahrens in einer Skipiste. Sie fordert noch die besten Skifahrer auf hoch anspruchsvollen Streckenabschnitten. Gleichzeitig lässt die Streif auf flachen Stücken ausreichend Möglichkeiten zur Regeneration. Weniger versierte Skifahrer können auf die familienfreundliche Variante zurückgreifen. Insgesamt verfügt die Streif über ein durchschnittliches Gefälle von 27% und ist mit Ausnahme der Off-Piste-Passagen gut machbar. Einziger Kritikpunkt ist die geringe Höhe und teilweise suboptimale Pistenbedingungen. Snowplaza-Bewertung: 4 von 5 Sternen.

Startpunkt der Streif in Kitzbühel

Startpunkt der Streif in Kitzbühel

Diese Pisten könnten Ihnen auch gefallen

Die Streif ist die legendärste Abfahrt der Alpen. Neben ihr gibt es noch viele weitere anspruchsvolle, schwarze Pisten, die Ihnen alles abverlangen werden. Dazu gehören:

  • Kandahar im Skigebiet Garmisch-Classic, bis zu 92% Gefälle, 3.300 m Länge
  • Harakiri in Mayrhofen, bis zu 78% Gefälle, 1.500 m Länge
  • Lauberhorn-Abfahrt im Skigebiet Wengen: bis zu 85 % Gefälle, 4.500 m Länge
  • Bernhard-Russi-Run in Andermatt: bis zu 65 % Gefälle, 4.300 m Länge
  • Saslong in Gröden (Val Gardena): bis zu 57 % Gefälle, 3.500 m Länge
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Ich arbeite als Skilehrer und Webredakteur für Snowplaza. Meine Begeisterung fürs Skifahren wurde bereits vor über 20 Jahren durch meine Eltern und Großeltern geweckt, die ein Ferienhaus in den Vogesen gebaut haben.

 
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