3. Januar 2018 Von: Fabian in 'Reisetipps'' | 0 Kommentare

Schweizer Wand mit 100% Gefälle

Die Schweizer Wand (auch Schweizer Mauer, Chavanette) im Skigebiet Les Portes du Soleil trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Wie eine gigantische Mauer ragt sie mehr als 300 Meter steil in den Himmel. Mit „steil“ ist eine Steigung von streckenweise mehr als 100% gemeint. Einem Bollwerk gleich, ist die Schweizer Wand mit tiefen Kratern und Buckeln versehen - Präparierung unmöglich. Snowplaza versorgt Sie mit den wichtigsten Fakten über die Höllenpiste zwischen Champéry und Avoriaz und zeigt Ihnen, wie Sie eine möglichst gute Figur auf der Schweizer Wand machen.

2 Meter hohe Buckel auf der Schweizer Wand

Die Schweizer Wand trennt die Skifahrerspreu vom Weizen. Selbst gestandene Profis kommen auf der tiefschwarzen Piste im Skigebiet Les Portes du Soleil ins Schwitzen. Je nach Schneelage können sich auf der Schweizer Wand Buckel mit bis zu zwei Metern Höhe auftürmen. Eine solide Buckelpistentechnik, Durchhaltevermögen und eine gehörige Portion Mut sind klar von Vorteil. Das wird einem bereits auf der Liftfahrt in der Chavanette-Sesselbahn klar.

Bereits beim Anblick der Schweizer Wand steigt der Adrenalinspiegel.

Ost- oder Westabfahrt? Entscheiden Sie selbst!

Auf 2.144 Metern Höhe angekommen, gibt es an der Bergstation ein Panoramarestaurant, in dem Sie sich für die bevorstehende Abfahrt stärken können. Wer sich den steilen Osthang der Schweizer Wand nicht zutraut, kann entweder wieder mit dem Sessellift oder aber einen Schlenker über Avoriaz und Les Crosets zurück nach Champéry fahren. Generell sind die Pisten auf der Westseite des Chavanette-Gebirgspasses deutlich entschärfter.

So meistern Sie die Schweizer Wand erfolgreich

Anders als beim Skifahren auf präparierter Piste, findet auf der Schweizer Wand eine andere Form der Belastung statt. Beim Buckelpistenfahren werden die Knie in der Kurvensteuerung nicht gebeugt, sondern gestreckt, um die Buckel abzufedern. Ab einer gewissen Buckelhöhe können die Beine diese Federarbeit allerdings nicht mehr leisten. Dann sollte eine Linie zwischen den Buckeln gewählt werden. Wer heil unten ankommt, sollte über eine Teilnahme beim „Break the Wall“ nachdenken.

Event-Tipp: „Break the Wall“ in Champéry

Jedes Jahr wird in Champéry ein ganz besonderer Contest ausgetragen: “Break the Wall“ – Besiege die Wand! Skifahrer aller Könnens- und Altersstufen - Senioren, Kinder, Familien und Pärchen – versuchen die Schweizer Wand zu bezwingen. Dabei gibt es sowohl reine Abfahrts- als auch Tourenwettkämpfe, bei der die Schweizer Wand zunächst erklommen werden muss. Ein gewisses Fahrkönnen wird allerdings schon vorausgesetzt.

Fakten & Daten zur Skipiste

Bergstation: Pas de Chavanette Länge: 1.300 m
Höchster Punkt: 2.144 m Höhenunterschied: 331 m
Max. Neigung: Mehr als 100% Schwierigkeitsgrad: Schwer (Buckelpiste)
Tipp:Buckelpistenfahren üben Präparierung: keine
Skigebiet: Les Portes du Soleil Bewertung:4 Sterne

Bewertung der Schweizer Wand im Skigebiet Les Portes du Soleil

Die Schweizer Wand ist ein Muss für Skifahrer, die das Extreme suchen – genau wie das gigantische, 650 Pistenkilometer umfassende Skigebiet Les Portes du Soleil. Wer diese Höllenabfahrt erfolgreich meistert, kommt wahrscheinlich überall herunter. Die Schweizer Wand ist für die wenigsten ein wirklicher Fahrgenuss, besonders nicht bei bis zu zwei Meter hohen Buckeln. Selbst erfahrene Profi-Skifahrer sind nur langsam auf der Piste unterwegs. Adrenalin und Endorphine gehen dafür aufs Haus. Ein- und Aufsteiger werden von der Schweizer Wand allerdings vollständig ausgeschlossen, da Piste einfach zu steil ist. Deshalb unsere Bewertung: 4 von 5 Sternen.

So sieht die die Schweizer Wand aus dem Lift aus! (CC) Christian Georg Becker / Leonidas

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Ich arbeite als Skilehrer und Webredakteur für Snowplaza. Meine Begeisterung fürs Skifahren wurde bereits vor über 20 Jahren durch meine Eltern und Großeltern geweckt, die ein Ferienhaus in den Vogesen gebaut haben.

 
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