20. September 2022 Von: Miriam in SkifahrenReisetipps

Die Schweizer Wand (auch Schweizer Mauer oder Chavanette) im Skigebiet Les Portes du Soleil trägt ihren Namen nicht ohne Grund. Wie eine gigantische Mauer ragt sie mehr als 300 Meter steil in den Himmel. Mit „steil“ ist eine Steigung von streckenweise mehr als 100 % gemeint. Einem Bollwerk gleich ist die Schweizer Wand mit tiefen Kratern und Buckeln versehen - Präparierung unmöglich. Snowplaza versorgt dich mit den wichtigsten Fakten über die Höllenpiste zwischen Champéry und Avoriaz und zeigt dir, wie du eine möglichst gute Figur auf der Buckelpiste der Chavanette machen kannst.

2 Meter hohe Buckel auf der Schweizer Wand

Die Schweizer Wand trennt die Skifahrerspreu vom Weizen. Selbst gestandene Profis kommen auf der tiefschwarzen Piste im Skigebiet Les Portes du Soleil ins Schwitzen. Je nach Schneelage können sich auf der Schweizer Wand Buckel mit bis zu zwei Metern Höhe auftürmen. Eine solide Buckelpistentechnik, Durchhaltevermögen und eine gehörige Portion Mut sind klar von Vorteil. Das wird einem bereits auf der Liftfahrt in der Chavanette-Sesselbahn klar.

Ost- oder Westabfahrt? Entscheide selbst!

Auf 2.144 Metern Höhe angekommen, gibt es an der Bergstation ein Panoramarestaurant, in dem du dich für die bevorstehende Abfahrt stärken kannst. Wer sich den steilen Osthang der Schweizer Wand nicht zutraut, kann entweder wieder mit dem Sessellift oder aber einen Schlenker über Avoriaz und Les Crosets zurück nach Champéry fahren. Generell sind die Pisten auf der Westseite des Chavanette-Gebirgspasses deutlich entschärfter.

So meisterst du die Schweizer Wand erfolgreich

Schuss fahren oder Carven sind auf den Buckel der Schweizer Wand keine Option, hier kommt eine spezielle Buckelpistentechnik zum Einsatz. Wer diese lernen möchte, sollte bereits eine solide Kurzschwungtechnik, eine Portion Kraft und viel Geduld mitbringen - denn dieser Fahrstil benötigt jahrelange Übung. Die Gelenke sollten bei der Abfahrt immer bewegungsbereit sein, sodass sich die Knie beim Überfahren eines Buckels beugen und im Buckeltal wieder strecken. Diese Ausgleichsbewegung der Beine sorgt dafür, dass du immer Bodenkontakt zum Schnee hältst. Die Richtungsänderung findet am Dachfist statt, dem höchsten Punkt des Buckels, hier wird mit gebeugten Knien einen möglichst dynamischen Turn gesetzt. Wer heil am Ende der Schweizer Wand ankommt, sollte über eine Teilnahme beim „Break the Wall“ nachdenken...

Mehr Tipps zur Buckelpistentechnik, findest du hier >>

Lift zur Schweizer Wand
Ab hier gibt es kein Zurück mehr

Event-Tipp: „Break the Wall“ in Champéry

Jedes Jahr wird in Champéry ein ganz besonderer Contest ausgetragen: “Break the Wall“ – Besiege die Wand! SkifahrerInnen aller Könnens- und Altersstufen (Senioren, Kinder, Familien und Pärchen) versuchen die Schweizer Wand zu bezwingen. Dabei gibt es sowohl reine Abfahrts- als auch Tourenwettkämpfe, bei diesen wird die Schweizer Wand vor der Abfahrt aus eigener Kraft mit Tourenskiern erklommen. 

Fakten & Daten zur Skipiste

Bergstation: Pas de Chavanette Länge: 1.300 m
Höchster Punkt: 2.144 m Höhenunterschied: 331 m
Max. Neigung: Mehr als 100% Schwierigkeitsgrad: Schwer (Buckelpiste)
Tipp:Buckelpistefahren üben Präparierung: keine
Skigebiet: Les Portes du Soleil Bewertung:4 Sterne

Bewertung der Schweizer Wand im Skigebiet Les Portes du Soleil

Die Schweizer Wand ist ein Muss für SkifahrerInnen, die das Extreme suchen – genau wie das gigantische, 650 Pistenkilometer umfassende Skigebiet Les Portes du Soleil. Wer diese Höllenabfahrt erfolgreich meistert, kommt wahrscheinlich überall herunter. Die Schweizer Wand ist jedoch nur für wenige ein wirklicher Fahrgenuss, besonders bei bis zu zwei Meter hohen Buckeln. Selbst erfahrene Profi-Skifahrer sind nur langsam auf dieser Piste unterwegs. Adrenalin und Endorphine gehen dafür aufs Haus. Anfänger und reine Genuss-Skifahrer werden von der Schweizer Wand allerdings vollständig ausgeschlossen, da die Piste einfach zu steil ist. Deshalb unsere Bewertung: 4 von 5 Sternen.

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Morgens früh Schwünge auf fast leeren Pisten zu ziehen ist Miriams Highlight beim Skifahren, deswegen ist sie auch immer eine der Ersten an der Gondel. Am liebsten bei bestem Wetter und optimalen Pistenbedingungen. Nach dem Skifahren genießt sie Saunagänge und die kulinarischen Köstlichkeiten der Alpen.

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