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Rückblick Skisaison 2025/2026: Ein Winter der Extreme mit Rekordschnee, Frühlingswärme und spätem Comeback

Skien In Lermoos In Winter 2026 Met Hochnebel

Die Skisaison ist in den meisten Skigebieten leider vorbei. Abgesehen von einigen Gletschern und hoch gelegenen Skigebieten kann man derzeit kaum noch irgendwo Ski fahren. Zeit für den Sommer also – aber nicht, ohne vorher noch einmal auf die Skisaison 2025/2026 zurückzublicken. Es war ein besonderer Winter! Manche Skigebiete bekamen enorm viel Schnee, teils sogar Rekordmengen, während andernorts die Schneedecke lange sehr dünn blieb. Wir lassen den Winter hier noch einmal Revue passieren.

In Kürze:

  • Die Skisaison 2025/2026 war extrem wechselhaft: von frühem Schnee im September und Oktober bis zu frühlingshaften Phasen mitten im Winter.
  • Vor allem die Südwestalpen bekamen enorme Schneemengen ab – mit Schneerekorden, Wetterwarnungen und zeitweise geschlossenen Skigebieten.
  • März und April sorgten für ein überraschend winterliches Finale, mit regional erneut mehr als 1 Meter Neuschnee und Traumbedingungen rund um Ostern.

Der erste Schnee schon vor dem Herbst

Ob Sommer oder nicht: Wenn Schnee auf den Wetterkarten auftaucht, berichten wir natürlich darüber. Schnee im Sommer klingt vielleicht seltsam, ist es aber gar nicht. Tatsächlich kommt das regelmäßig vor, wenn es kalt genug ist und Niederschlag vorhergesagt wird. Dieser Schnee schmilzt meist schnell wieder weg und sagt nichts über den kommenden Winter aus, ist aber trotzdem immer ein schöner Frischekick.

Lieber ein Sprung in den Schnee als ins Meer? Im vergangenen Sommer war das in den Alpen mehrfach möglich. Im Juli schickte ein Tiefdruckgebiet über Skandinavien kalte, feuchte Luft in die Nordalpen, und ab 1.900 bis 2.300 Metern fiel Schnee. Ob das in diesem Sommer wieder passiert? So weiß war es in der zweiten Juliwoche ›››

Durch anhaltenden Nordstau gab es Ende Juli erneut viel Niederschlag. In Österreich fielen mehr als 80 Liter Regen pro Quadratmeter, dazu kam in höheren Lagen eine Schicht Neuschnee. Kurz vor dem meteorologischen Herbstbeginn, am 27. August 2025, sorgte Ex-Hurrikan Erin zusätzlich für Probleme. In Teilen der Schweiz und Italiens galten wegen heftiger Niederschläge orange und rote Warnstufen. In der Höhe fiel erneut eine Schneeschicht.

Saas-Fee am 29. Juli 2025
Saas-Fee am 29. Juli 2025

September: der erste ernsthafte Schneefall des Herbstes

Der meteorologische Herbst begann winterlich – mit einer dünnen Schicht Neuschnee auf den Gipfeln, sowohl am 5. September als auch am 6. September. Dank des Schneefalls zu Monatsbeginn und intensiver Vorbereitungen konnte der Schnalstaler Gletscher bereits am 19. September die erste Piste der Skisaison 2025/2026 eröffnen. Und das trotz hoher Temperaturen…

Nicht viel später zeigte sich der Herbst endgültig von seiner ernsthaften Seite – mit niedrigen Temperaturen und viel Niederschlag. Verantwortlich war eine Kaltfront in Kombination mit sehr feuchter Luft vom Atlantik. Das warme Spätsommerwetter machte kühlerem Herbstwetter Platz, mit vielen Schauern und Schnee in höheren Lagen. Vor allem in den Zentral- und Westalpen ging es ordentlich zur Sache. Erneut mit entsprechenden Wetterwarnungen.

Die Schneefallgrenze sank auf unter 2.000 Meter, mit Schneemengen von 20 bis 60 cm im Hochgebirge. Sehr weiß war es Ende September in Teilen der Alpen schon, beispielsweise in Ischgl sah es kurzzeitig schon richtig winterlich aus.

Winter im September 2025 in Sulden am Ortler
Winter im September 2025 in Sulden am Ortler

Oktober: erster Schnee in Winterberg

Der Oktober 2025 begann mit einer Schicht Neuschnee in Österreich und Süddeutschland. Lokal sank die Schneefallgrenze sogar auf 1.200 bis 1.500 Meter. Ideal für Sölden, wo die Skisaison am 2. Oktober startete. Einen Tag später folgte der Stubaier Gletscher – ebenfalls mit frischem Schnee. Und auch das Kitzsteinhorn konnte am 11. Oktober einen Saisonstart mit Neuschnee verbuchen.

Sölden am 3. Oktober 2025
Sölden am 3. Oktober 2025

Schneetechnisch war der Oktober kein schlechter Monat. Mehrere Kaltfronten erreichten die Alpen und brachten wiederholt Schneefälle. Dabei sank die Schneefallgrenze mehrfach unter 1.500 Meter. Gegen Monatsende brachte Sturmtief Benjamin den ersten großen Schneefall der Saison. Lokal fielen 80 bis 100 cm Schnee, dazu kamen Wetterwarnungen wegen starker Niederschläge und heftigen Winds. Das sorgte für beeindruckende Bilder. Ende des Monats wurden sogar die Skiorte in den Tälern erstmals winterlich weiß.

Schnee fiel übrigens nicht nur in den Alpen, sondern auch im Westen Deutschlands. Eine kräftige Front brachte einen Schneesturm ins Sauerland, und am 26. Oktober zeigten die Webcams in Winterberg die ersten weißen Bilder des Winters.

Ende Oktober Neuschnee in Winterberg!
Ende Oktober Neuschnee in Winterberg!

Kleine Randnotiz: Auch für Anfang Oktober gab es einen Schneerekord. Auf dem westlichen Balkan, in Serbien und Bosnien, fiel für die Jahreszeit außergewöhnlich viel Schnee. Auf den höchsten Gipfeln lokal mehr als ein halber Meter.

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Mike En Miranda Blij Op De Piste

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November: Nordlichter, winterliche Kälte und frühere Saisonstarts

Auch der November 2025 begann mit viel Neuschnee. Kollege Mike war zur Wintereröffnung in Sölden, wo ganze 40 cm Neuschnee fielen. Dadurch konnte das Winterskigebiet sogar früher als geplant öffnen – bereits am 7. November.

In der Nacht zum 12. November zeigten die Webcams etwas ganz Besonderes: Nordlichter in Form von rosa und grünen Farbtönen am Himmel. Durch stürmische Bedingungen auf der Sonne war das Nordlicht sogar in vielen Teilen der Alpen sichtbar.

Nordlichter in den Alpen
Nordlichter in den Alpen: etwas ganz Besonderes!

Mitte November liefen in Winterberg die Schneekanonen auf Hochtouren, gleichzeitig fiel auch ordentlich Naturschnee. Dadurch konnte Winterberg am 28. November die ersten Lifte öffnen. Wir haben regelmäßig winterliche Bilder aus dem Sauerland geteilt, aber die schönsten gab es wohl am 21. November: Kaiserwetter nach all dem Schnee.

Kaiserwetter in Winterberg nach Neuschnee
Kaiserwetter in Winterberg nach Neuschnee

Auch in den Alpen war deutlich zu merken, dass der Winterstart immer näher rückte. Ende November brachte eine kräftige Kaltfront einen Temperatursturz und frischen Schnee bis in die Täler. Vor allem in Teilen der französischen Alpen schneite es heftig. Innerhalb von drei Tagen fielen dort bis zu 1,5 Meter Schnee! Hier kannst du die Webcams ansehen ›››

Schneefall in La Rosière
Schneefall in La Rosière Ende November 2025

Dezember: von Frühlingswetter zu Frost und sehr viel Schnee

Die erste Woche des meteorologischen Winters brachte eine Mischung aus Sonne und Schnee. Viele hofften, dass die winterlichen Bedingungen anhalten würden, doch leider folgte schnell ein Umschwung zu frühlingshaftem Wetter mit viel Sonne und milden Temperaturen. Nicht das, was man kurz vor den Weihnachtsferien sehen will – aber im Dezember passiert das leider öfter.

Zum Glück gab es kurz vor den Weihnachtsferien gute Nachrichten: Alles deutete auf eine spannende Wetteränderung hin. Die erste Ferienwoche startete noch mild und sonnig, doch durch eine sogenannte Skandinavien-Blockade wurde an Weihnachten sehr kalte Luft aus Russland nach Europa gelenkt. Das sorgte für tief winterliche Bedingungen in Deutschland und einen der größten Schneestürme überhaupt in den Südwestalpen. In kurzer Zeit fiel dort enorm viel Schnee, besonders im Skigebiet Prato Nevoso. Hier kannst du die Bilder des unglaublichen Schneefalls ansehen ›››

Richtung Silvester wurde es immer kälter, mit Temperaturen von -15 °C und darunter. In der Höhe wehte zudem kräftiger Wind, wodurch es sich noch kälter anfühlte.

Sonnenaufgang in Garmisch-Classic
Sonnenaufgang in Garmisch-Classic am letzten Tag des Jahres 2025

Januar: eiskalter Start in das Jahr 2026

Das kalte Wetter setzte sich auch zu Beginn des Jahres 2026 fort. Der österreichische Wetterdienst GeoSphere Austria gab sogar Warnungen wegen der eisigen Temperaturen aus. Mit einer nördlichen Strömung wurde sehr kalte Polarluft herangeführt.

Um den 8. des Monats herum zeigten die Wetterkarten erneut Schnee. Sturmtief Gorretti brachte viel Neuschnee in den Alpenraum. Wieder fiel vor allem in den Südwestalpen besonders viel weißes Gold.

Kaiserwetter nach dem Schneefall in La Rosière
Kaiserwetter nach dem Schneefall in La Rosière

Mitte Januar zeigte sich das Wetterbild sehr geteilt. In den Skigebieten der Nordalpen schien oft die Sonne, während morgens hartnäckiger Hochnebel in den Tälern hing. Im Südwesten schneite es derweil weiter.

Hochnebel
Hochnebel – ein wiederkehrendes Phänomen in der Skisaison 2025/2026!

Gegen Ende des Monats schneite es fast überall, allerdings fielen erneut die geringsten Mengen in den Nordalpen.

Februar: Extremer Schneefall in der Hochsaison

Der Februar 2026 begann stürmisch in den Skigebieten der Nordalpen und entlang des Alpenhauptkamms. Durch einen Südföhn wurden dort Windböen von mehr als 100 km/h gemessen, sodass Lifte schließen mussten.

Anfang Februar fiel zum Glück auch endlich Schnee in den bis dahin eher schneearmen Südostalpen. In den olympischen Skigebieten gab es ordentlich Neuschnee, aber auch in Teilen Österreichs und der Schweiz.

Frischer Schnee in Sexten (3 Zinnen Dolomiten)
Frischer Schnee in Sexten (3 Zinnen Dolomiten)

Auch Mitte Februar hörte der Schneefall nicht auf. Es schneite immer weiter, und die Schneeschwerpunkte verlagerten sich nun auch weiter nach Norden. Durch die wechselnde Schneefallgrenze fiel zusätzlich viel Regen, was für einiges an Chaos sorgte. In Teilen der französischen und schweizerischen Alpen galt an mehreren Tagen die rote Warnstufe, im Wallis mussten sogar ganze Dörfer evakuiert werden. Zudem wurden Skigebiete wegen des starken Winds und Schnees geschlossen. Hier kannst du die Webcam-Bilder ansehen ›››

Schneerekorde: In den französischen Alpen und Pyrenäen wurden durch die Schneemassen bereits vor Mitte Februar mehrere Rekorde gebrochen. Lies hier mehr ›››

Der Umschwung Ende Februar hätte kaum größer sein können: Nach meterweise Schnee wurde der Winter plötzlich frühlingshaft, und in vielen Skigebieten herrschte T-Shirt-Wetter.

Viel Schnee in Méribel am 18. Februar 2026
Viel Schnee in Méribel am 18. Februar 2026

März: von Frühlingswetter zum nächsten Schneefall

Der meteorologische Frühling begann so, wie man es erwarten konnte: mit mildem Wetter und frühlingshaften Temperaturen. In den Alpen konnte man somit in vollen Zügen genießen, Kollegin Anne war beispielsweise in der SkiWelt unterwegs und erlebte dort leere Pisten und Sonne. Kollegin Florien besuchte das spanische Skigebiet Sierra Nevada, wo der Winter noch lange nicht vorbei war.

Sierra Nevada im März 2026
Sierra Nevada im März 2026

Der März macht, was er will – das hat sich wieder einmal gezeigt. Nach einer Phase mit viel Sonne und Saharastaub kehrte der Winter noch einmal zurück. Und wie! Mitte März standen schon wieder mehr als 100 cm Schnee auf dem Plan. Erneut profitierten vor allem die französischen und schweizerischen Alpen, aber auch in Österreich fiel einiges an winterlichem Niederschlag.

Ende März schien der Frühling dann sogar komplett auf Pause gestellt. Diesmal schneite es vor allem in den französischen, schweizerischen und österreichischen Nordalpen. Endlich entwickelte sich die lange ersehnte Nordstaulage – eine Wetterlage, die wir eigentlich viel lieber schon im Januar oder Februar gesehen hätten… Lokal fielen mehr als 1,5 Meter Schnee. Das sorgte zwar für Chaos, aber auch für wunderschöne Winterbilder.

Winterlich weiß in Engelberg Ende März
Winterlich weiß in Engelberg Ende März

April: Ostern und das Ende der Skisaison

Ostern fiel in diesem Jahr früh aus, und wer in dieser Zeit in die Alpen reiste, konnte die frischen Schneemengen in vollen Zügen genießen. Traumhafte Bedingungen! Kurzzeitig kehrte sogar die Sonne zurück, sodass WintersportlerInnen Kaiserwetter in Reinform erleben konnten. Allerdings wurde es schnell wieder mild.

Auch der April machte, was er wollte. Nach einer Phase mit Temperaturen um die 25 Grad folgte doch noch ein winterliches Finale der Skisaison. Nach Ostern fielen in den Südwestalpen noch einmal bis zu 80 cm Schnee.

Inzwischen ist es Mai. Der Frühling ist in vollem Gange und die Skisaison so gut wie vorbei. Skifahren ist nur noch in einer Handvoll hochgelegener und Gletscherskigebiete möglich. Auf in den Sommer – und auf zur Skisaison 2026/2027!

3235 - Winter - Bettina

Über Bettina

Bettina ist seit 2021 Webredakteurin und fährt gerne die redaktionellen Hänge des Spalder Skiuniversums ab. Sie liebt das Freeriden und hat daher immer ein Auge auf die aktuelle Schneesituation und versorgt euch mit aktuellen (Neu-)schneeberichten. Neugierig macht sie das Verhalten von Touristen in Skigebieten und generell alle Skinews auf der ganzen Welt, die sie euch gerne frisch serviert.