Wer in den kommenden Tagen in den Alpen unterwegs ist, bekommt ein typisches Frühlingsrezept serviert: viel Sonne und milde Temperaturen, aber auch Saharastaub in der Luft. Störungen bleiben weitgehend fern; nur in Richtung Sonntag und Montag bringt eine schwache Wetterfront möglicherweise mehr Wolken und örtlich etwas leichten Niederschlag. In den Tälern bleibt es auffallend mild, während man morgens noch von Abkühlung und oft härteren Pisten profitiert.
In het kort:
- Viel Sonne durch hartnäckiges Hochdruckgebiet.
- Saharastaub in der Luft kann die Sonne etwas dämpfen.
- In den Tälern häufig hochnebelartige Dunstschichten am Morgen, die aber meist schnell auflösen.
- Vormittags am besten die Pisten nutzen: nachmittags wird der Schnee schnell sulzig.
- Sonntag und Montag etwas mehr Bewölkung mit örtlicher Chance auf leichten Niederschlag.
Was macht Saharastaub mit deinem Skitag?
Auch in den Wintermonaten kommt es vor: Saharastaub in der Atmosphäre. In den höheren Luftschichten wird Staub aus Nordafrika Richtung Europa transportiert. Wenn es dann schneit oder regnet, ist es möglich, dass dieser Staub auch auf die Pisten gelangt. Dadurch verschwindet das rein weiße Bild und es bildet sich eine gelblich-braune Schicht, die möglicherweise das Gleiten der Ski verschlechtert. Saharastaub kann das Sonnenlicht dämpfen und außerdem die Entstehung von Wolken begünstigen. Das kann das Sichtfeld vorübergehend einschränken. Durch die Staubschicht schmilzt der Schnee schneller, weil die Sonneneinstrahlung schlechter reflektiert wird als auf frisch weißem Schnee.
Heute (Donnerstag): ruhig und sonnig
Wer heute auf der Piste steht, darf erneut überwiegend sonniges und mildes Wetter erwarten. Nachts kühlt es noch merklich ab, sodass die Pisten am Morgen härter sind. Danach werden sie schnell sulzig, besonders auf sonnigen Südhängen.
In Österreich beginnt der Tag an vielen Orten mit hochnebelartigem Dunst über den Tälern, der aber meist rasch verfliegt. Dieses Bild zeigt sich auch in den deutschen Alpen und in der Schweiz. In den südlichen Teilen der Schweiz ist die Luft heute etwas feuchter, und im Laufe des Tages treten häufiger hohe Schleierwolken auf. Weiter nördlich besteht die Möglichkeit, dass eine südliche Föhnströmung entsteht. In den französischen Alpen wirkt es mild mit sonnigem Eindruck, wobei die Luft zeitweise von Schleierwolken durchzogen ist. WintersportlerInnen in Italien dürfen sich ebenfalls auf viel Sonne freuen.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd/Südwest. In 2.000 Metern Höhe liegen die Werte zwischen −1 °C und 6 °C. In den Tälern können die Thermometer 12 °C bis 19 °C anzeigen.
Freitag: weniger klare Sicht durch Saharastaub
Auch am Freitag dominiert Hochdruck über den Alpen. Es bleibt weiterhin mild, doch durch Saharastaub kann das Sonnenlicht etwas gedämpft erscheinen. Das macht die Sicht in den Bergen etwas diesig.
In Österreich sehen wir nach einer kühlen Morgenphase einen schnellen Übergang zu viel Sonne, allerdings mit weniger klarer Luft durch den Staub. Gleiches gilt für die Schweizer Alpen, wo die Sicht durch die Staubpartikel in höheren Lagen weniger klar sein kann. Auch in den französischen Alpen sorgt die Kombination aus Sonne und Saharastaub dafür, dass die Luft nicht ganz klar wirkt. SkiurlauberInnen in den Dolomiten dürfen erneut viel Sonne genießen, doch auch dort ist die Luft zeitweise etwas getrübt durch den Staub.
Der Wind weht schwach bis mäßig aus Süd/Südost. In den Bergen liegen die Temperaturen auf 2.000 Metern Höhe zwischen −1 °C und 5 °C. In den Tälern erreichen die Werte oft rund 17 °C, in Teilen Italiens sollen es vereinzelt sogar bis zu 19 °C werden.
Wochenende: am Sonntag mehr Bewölkung
Der Samstag verläuft weitgehend wie der Freitag: überwiegend sonnig, aber mit etwas mehr hohen Schleierwolken dank des Saharastaubs. Am Sonntag verschiebt sich die Situation hin zu mehr Bewölkung, die von Westen her in die Alpen hereinzieht. In Österreich und den deutschen Alpen ist es am Vormittag noch recht sonnig, ab dem Nachmittag ziehen von Westen her Wolken einer schwachen Störungszone herein. In der Schweiz ist die Bewölkung schon früher sichtbar, Niederschlag ist zunächst jedoch kaum zu erwarten. Die französischen Alpen bekommen am Nachmittag ebenfalls mehr Wolken, es bleibt aber mild und meist trocken. In Italien verläuft der Sonntag größtenteils sonnig.
Der Wind nimmt am Nachmittag etwas zu, vor allem in Österreich und der Schweiz. Die Temperaturen bleiben frühlingshaft, mit maximalen Werten in den Tälern zwischen etwa 10 °C und 16 °C und rund 1 °C bis 6 °C in 2.000 Metern Höhe.
Montag: vorübergehend etwas wechselhafter
Am Montag nimmt die Bewölkung in den Alpen etwas zu, besonders im Westen und Norden. Viele Regionen starten mit Wolken, doch im Tagesverlauf setzt sich örtlich die Sonne immer wieder durch. In den deutschen Alpen und im Nordosten von Österreich sind leichte Schauer möglich, die die Schneebedingungen nur geringfügig beeinflussen werden. Auch in den Schweizer Voralpen und im Jura können vereinzelt Schauer auftreten. In den französischen Alpen bleibt das Wetter vergleichsweise stabil, die Bewölkung nimmt dort jedoch am Nachmittag zu. WintersportlerInnen in den Dolomiten dürfen mit einem milden und überwiegend trockenen Tag rechnen, allerdings kann es auch dort am Nachmittag etwas wolkiger werden.