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Sneeuwdump Met Heel Veel Sneeuw Onderweg

Es ist eine interessante, aber auch herausfordernde Zeit für WintersportlerInnen, die sich in den Alpen aufhalten oder dieses Wochenende dorthin fahren. Die kommenden Tage bringen wechselhaftes Wetter mit lokal viel Schnee, aber auch glatte Straßenverhältnisse durch eine schwankende Schneefallgrenze. Einige Regionen können mit mehr als 1,5 Metern Schnee rechnen! In diesem Bergwetter informieren wir dich über das Wetter in den Skigebieten in den nächsten Tagen.

Kurz zusammengefasst:

  • Sturmtief „Goretti“ sorgt für viel Schnee und stürmischen Wind in den Alpen, mit mehr als 1,5 m Schnee in einigen Regionen.
  • Die Schneefallgrenze schwankt; Warnstufe Orange gilt aufgrund von Schnee, Glätte und Lawinengefahr.
  • Von Freitag bis Samstag erwarten wir heftige Schneefälle in den französischen und Schweizer Alpen. Allein am Samstag sind dort bis zu 70 cm Schnee möglich!

Donnerstag, 8. Januar: Wetterumschwung mit lokal viel Neuschnee

Ein Sturmtief, das sich über der Nordsee gebildet hat, wird auch in den Alpenländern für einiges Aufsehen sorgen. Bereits gestern Abend begann es in den Westalpen in allen Höhenlagen leicht zu schneien, und eine nächtliche Schneepause hielt nur kurz an. Viele Webcams zeigen inzwischen wieder dicke Flocken und das bleibt in den kommenden Tagen so. Im Laufe des Tages folgt mit einer zunehmend starken Westwindströmung eine Warmfront des Sturmtiefs „Goretti“. Die polare Luft, die seit Tagen vorherrscht, wird ostwärts verdrängt und feuchte, vorübergehend deutlich mildere Luft strömt in die Alpen.

Was ist heute zu erwarten?

  • Frankreich: Schwankende Schneefallgrenze — morgens 500–900 m, abends 1.300–1.700 m (lokal sogar vorübergehend etwas höher). Chance auf 20–50 cm Schnee.
  • Österreich: Zuerst leichter Schneefall in den Nordalpen (hauptsächlich von Salzburg bis zu den Ybbstaler Alpen), danach vor allem Schnee von Vorarlberg bis ins Tiroler Oberland. Schneefallgrenze steigt auf 500–1.000 m, Chance auf 25 cm Schnee.
  • Schweiz: Schneefallgrenze bleibt in den Nordalpen bis heute Abend niedrig; in den südwestlichen Alpen steigt sie auf 1.300 m. Chance auf 20–40 cm Schnee heute.
  • Italien: Weitgehend trocken in den Dolomiten, nur an der Grenze zwischen Schweiz und Italien Schnee. Dort regional 20–30 cm Schnee, bei einer Schneefallgrenze, die auf etwa 1.700 m ansteigt.
  • Deutsche Alpen: Schneefallgrenze zunächst niedrig, steigt aber auf 1.000–1.300 m. Chance auf etwa 15 cm Schnee.

Freitag, 9. Januar: stürmisch und intensive Schneefälle

Die Warmfront wird glücklicherweise schnell von einer Kaltfront abgelöst, wenn das Sturmtief weiterzieht. Der Wind dreht auf nordwestliche Richtung, was erneut Raum für polare Luft schafft. In den französischen Alpen kühlt es schnell ab und später folgen auch die anderen Alpenländer. Die erste Hälfte des Freitags verläuft noch stürmisch mit lokal starken Böen von 100–130 km/h. Die Schneefallgrenze liegt zunächst bei etwa 1.200–1.400 m, sinkt im Verlauf des Tages jedoch auf 600–900 m.

Die stärksten Schneefälle werden an der Westseite der Alpen erwartet, wo über 1.200 m noch einmal mehr als 50 cm Schnee in Frankreich und der Schweiz fallen können. Auch Österreich bekommt weiteren Schnee, besonders in Vorarlberg. Dort sinkt die Schneefallgrenze von 1.000 m auf 400–500 m.

Samstag, 10. Januar 2026: sehr bewölkt und schneereich

Wenn du Sonnenschein suchst, solltest du in den nächsten Tagen Richtung Dolomiten fahren. Dort ist es möglich, das aus leichter Bewölkung einzelne Flocken fallen, insgesamt bleibt es dort überwiegend trocken und sonnig. Ganz anders sieht es westlich und nördlich des Alpenhauptkamms aus: Nach einer kurzen milden Phase ist der Winter zurück, mit einer Schneefallgrenze um 300–400 m in den französischen Alpen und sogar rund 100 m in Österreich und der Schweiz. In den französischen und Schweizer Alpen besteht die Möglichkeit auf 10–20 cm Neuschnee in den Tälern, während die Schneemengen in den Höhenlagen deutlich ansteigen. In Frankreich könnten allein am Samstag ab 1.500 m 70 cm Schnee fallen und in der Schweiz sind 40 cm möglich. In Österreich profitiert vor allem Vorarlberg mit bis zu 30 cm Neuschnee. Rechne mit Chaos auf den Straßen und hoher Lawinengefahr in den Bergen.

Sonntag, 11. Januar 2026: die ersten Auflockerungen

Der Sonntag beginnt mit weiterem Neuschnee in den Westalpen, im Laufe des Tages sind dort allerdings Auflockerungen möglich. Aufgrund einer westlichen Strömung wird es etwas milder. Nur an der Nordseite des Alpenhauptkamms bleibt es länger bewölkt, mit der Option auf weitere Schneeschauer.

Wetterwarnungen: Warnstufe Orange aufgrund von Schnee und Glätte

Mehrere Wetterdienste haben wegen des heftigen Schneefalls Warnungen ausgegeben. In der Savoie und Haute-Savoie gilt Warnstufe Orange aufgrund von Schnee und Glätte. Dort wird auch vor Lawinengefahr gewarnt. MeteoSchweiz hat für Teile des Südwestens (u. a. Gstaad, Leukerbad, Sion, Brig, Martigny und Zermatt) Warnstufe Orange wegen der Schneefälle ausgerufen. In Österreich gelten sowohl Gelb als auch Orange wegen Glätte und Kälte.

Vorsicht auf der Fahrt

Wer an diesem Wochenende in die Alpen fährt oder nach Hause zurückkehrt, sollte besonders vorsichtig sein und wenn möglich seine geplante Abfahrt den Wetterbedingungen anpassen. Das aktuelle Wetterbild bringt auf den Routen in die Alpen und auch auf der Rückreise weitreichende Probleme mit sich. Durch die vorübergehende Zufuhr milder Luft und Regen kann es auf den Straßen gefährlich glatt werden. Es gibt bereits mehrere Warnungen vor Eisglätte und Verkehrsbehinderungen. Bist du trotzdem unterwegs? Dann beachte folgende Hinweise:

  • Fahre vorsichtig, ruhig und kontrolliert: Hohe Geschwindigkeiten sind tabu.
  • Halte den Tank mindestens zu einem Drittel gefüllt für den Fall von Staus oder falls du in einem Schneesturm feststeckst.
  • Nimm ausreichend warme Decken, Verpflegung und Getränke mit.
  • NIEMALS ohne Winterreifen und Schneeketten losfahren.
  • Behalte die aktuellen Warnungen im Auge. Lieber Radio hören als Spotify!

In solchen Situationen ist es manchmal vernünftiger, die Fahrt ganz zu verschieben, sofern sie nicht unbedingt nötig ist. Sei vorsichtig!

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.