Ende März zeigt sich alles andere als frühlingshaft. Bereits in der vergangenen Woche fielen in den nördlichen Alpen örtlich mehr als 1,5 Meter Neuschnee, und in dieser Woche kann noch einmal ein halber bis ganzer Meter dazukommen. Mit einer nördlichen Höhenströmung wird in den kommenden Tagen kalte und sehr feuchte Luft in den Alpenraum gelangen. Erneut bekommen vor allem Österreich und die Schweiz die volle Ladung ab.
In Kürze:
- Die Nordseite des Alpenhauptkamms kann ab Montag mit einer weiteren Nordstau-Lage und einer neuen winterlichen Phase mit viel Schnee rechnen.
- Vor allem in Österreich, der Schweiz und den deutschen Alpen fällt frischer Schnee, örtlich mit viel Wind und schlechter Sicht am Berg.
- In den französischen Alpen bleibt es ebenfalls frisch und es kann schneien, dort lockert es jedoch schneller auf.
- Entlang des Alpenhauptkamms Schnee, in den Dolomiten dagegen auch Sonne und Föhn.
Tiefwinterlich vor Ostern
Der März zeigt noch einmal, was er kann. In den Skigebieten der Nordalpen wirkt es derzeit eher wie mitten im Winter als wie Frühling. In den eigentlichen Wintermonaten gab es hier zwar immer wieder Schneeflocken, eine echte große Schneephase blieb aber oft aus. Jetzt, kurz vor dem Saisonende, legt der Winter noch einmal richtig los. Für viele WintersportlerInnen fühlt sich das vielleicht ein wenig nach „zu spät“ an, doch es zeigt auch, warum eine Skireise im Frühling so reizvoll sein kann. Vor allem in der ersten Wochenhälfte können sich die Nordalpen auf reichlich Schnee freuen. Besonders betroffen sind die Regionen von der Schweiz über Vorarlberg und Tirol bis in Teile Salzburgs und die deutschen Alpen. Ab Donnerstag setzt sich an immer mehr Orten die Sonne durch. Wer spontan frei nehmen kann, findet jetzt beste Bedingungen für einen Last-Minute-Trip in die Alpen.
Heute, Montag: Die erneute Schneefall-Phase startet
Am frühen Morgen hat eine neue Störung aus Nordwesten die Alpen erreicht. Es ist bewölkt und vereinzelt fällt bereits Schnee, doch das ist erst der Anfang. Ab Mittag nimmt die Intensität der Schneefälle von Westen her deutlich zu, und in der Nacht auf Dienstag geht es richtig zur Sache.
- Österreich: stärkste Schneefälle von der Arlbergregion bis nach Tirol. Schneefallgrenze um 300 bis 800 Meter. Bis Dienstagfrüh 15 bis 45 cm Neuschnee. In der Höhe weht kräftiger bis starker West- bis Nordwestwind.
- Schweiz: stärkste Schneefälle in den Nordalpen sowie im Norden und in Mittelbünden. Schneefallgrenze zwischen 500 und 800 Metern. Der Wind nimmt im Laufe des Nachmittags zu und weht stürmisch aus Nord bis Nordwest. Bis Dienstagfrüh sind 15 bis 70 cm Schnee möglich.
- Frankreich: In den nördlichen französischen Alpen sinkt die Schneefallgrenze von 1.200 Metern auf 600 bis 800 Meter. Die größten Schneechancen gibt es von Nord-Savoie bis Haut-Giffre/Mont-Blanc. 10 bis 15 cm Neuschnee sind möglich.
- Italien: Entlang des Alpenhauptkamms etwas Schnee bei einer Schneefallgrenze um 500 Meter, meist aber nicht mehr als 5 bis 10 cm. In den Dolomiten bleibt es deutlich ruhiger, höchstens mit einzelnen leichten Schneeflocken.
- Deutschland: Schneefallgrenze um 600 Meter mit kräftigen Schneefällen in Bayern. In den Bergen nimmt der Wind zu, dazu sind 10 bis 40 cm Neuschnee möglich.
Dienstag: Der Nordstau erreicht seinen Höhepunkt
Der Dienstag dürfte der markanteste Wintertag dieser Schneephase werden. Kalte und feuchte Luft prallt weiter gegen die Nordalpen, wodurch mehrere Regionen mit anhaltenden und intensiven Schneefällen rechnen müssen. In den Südalpen sieht es dagegen freundlicher aus, örtlich zeigt sich sogar die Sonne.
- Österreich: stärkste Schneefälle zwischen der Arlbergregion und den Kitzbüheler Alpen. Die Schneefallgrenze liegt bei etwa 600 Metern. 20 bis 50 cm Neuschnee sind möglich. Entlang des Alpenhauptkamms und auf den Gipfeln der Südlichen Kalkalpen weht stürmischer Nordwind.
- Schweiz: intensive Schneefälle in den Nordalpen sowie im Norden und in Mittelbünden. Schneefallgrenze zwischen 400 und 700 Metern. 20 bis 80 cm Schnee sind möglich.
- Frankreich: wechselhaft und frisch in den Nordalpen, aber weniger ausgeprägt winterlich als am Montag. Maximal 5 bis 10 cm Schnee ab etwa 900 bis 1.300 Metern.
- Italien: leichter Schneefall bleibt entlang des Alpenhauptkamms möglich, erneut meist nicht mehr als 5 bis 10 cm.
- Deutschland: winterlich mit Schnee ab 600 bis 800 Metern. 20 bis 60 cm Neuschnee sind möglich.
Mittwoch: Das Winterwetter verliert langsam an Kraft
Der Mittwoch ist der Übergangstag. Auf der Nordseite der Alpen fallen am Vormittag noch Schneeschauer, vor allem in Österreich, der Schweiz und den deutschen Alpen. Später wird es aber an immer mehr Orten trockener, und die Wolken lockern allmählich auf. In den französischen Alpen halten sich noch einige Restwolken, während Italien bereits häufiger trockene Phasen und Auflockerungen bekommt. Neue Schneemengen bleiben meist begrenzt und liegen bei maximal etwa 10 cm, bei einer Schneefallgrenze zwischen 400 und 700 Metern.
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Donnerstag: Mehr Sonne und ruhigeres Bergwetter
Am Donnerstag schlägt das Wetter in vielen Alpenregionen eine freundlichere Richtung ein. In Österreich, der Schweiz und den französischen Alpen bekommt die Sonne zunehmend mehr Raum, auch wenn örtlich noch einige Wolkenfelder hängen bleiben können. Auch in Norditalien bleibt es überwiegend trocken und angenehm, und in den deutschen Alpen beruhigt sich das Wetter ebenfalls. Nennenswerter Neuschnee wird in den meisten Wintersportgebieten dann kaum noch erwartet.
Freitag: Viel Sonne, dazu hier und da ein paar Wolken
Am Freitag setzt sich das ruhigere Wetter in vielen Regionen fort. In den Alpen dominiert ein Mix aus Sonne und Wolken, mit den besten Chancen auf längere sonnige Abschnitte in der Schweiz, den französischen Alpen und Norditalien. Nur in Teilen Österreichs kann es örtlich noch einen Schauer geben, viel kommt dabei aber nicht mehr zusammen. Gleichzeitig steigen die Temperaturen weiter an, sodass der Schnee vor allem in tieferen Lagen und an sonnigen Hängen am Nachmittag schneller weich wird.