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Skien In De Mist

In den nächsten Tagen bekommen die Skigebiete in den Alpen es mit sehr unterschiedlichem Wetter zu tun. Während es an der Nordseite des Alpenhauptkamms überwiegend trocken und oft sonnig bleibt – mit lokalem Hochnebel in den Tälern – kann es im Südwesten der Alpen am Wochenende kräftig schneien. Dazu wird mit einer südlichen Strömung vorübergehend mildere Luft herangeführt. Was bedeutet das konkret für deinen Winterurlaub oder Skitag? Hier kommt der aktuelle Überblick zum Alpenwetter.

In Kürze

  • 🌨️ Schnee vor allem im Südwesten: Am Wochenende Schnee in den Südwest-Alpen, sonst meist trocken
  • ☀️ Nordalpen oft sonnig über Nebelgrenze: Viel Sonne in der Höhe, zäher Hochnebel in vielen Tälern
  • ❄️ Nach dem Wochenende kälter & stabiler: Montag noch etwas Schnee im Südwesten, danach ruhiges Winterwetter

Freitag: Zunehmende Bewölkung und erster Schnee

Das Wetter in den Alpen wird in den kommenden Tagen von zwei Gegenspielern bestimmt: einem kräftigen Tiefdruckgebiet über Westeuropa und einem blockierenden Hochdruckgebiet über Russland. Der Freitag startet in vielen Skigebieten zunächst noch ruhig, doch die Sonne bekommt rasch Konkurrenz durch hohe und mittelhohe Wolkenfelder. Vor allem aus südlicher bis südwestlicher Richtung ziehen dichtere Wolken auf. In den italienischen Grenzregionen, den Südwest-Alpen sowie lokal im Wallis kann es später am Tag oder in den Abendstunden bereits zu leichtem Schneefall kommen.

Ganz anders zeigt sich die Lage in den Nordalpen: Hier bleibt es meist trocken, allerdings liegt in vielen Tälern eine hartnäckige Hochnebeldecke. Wer mit der Gondel nach oben fährt, kommt oft darüber hinaus und kann bei recht freundlichen Bedingungen Ski fahren.

Samstag: Schneefall für die Südwest-Alpen

Der Samstag bringt ordentlich Schnee – allerdings nur für einen begrenzten Teil der Alpen. In den französischen Südalpen, im italienischen Piemont, in Teilen der Südwestschweiz sowie lokal im Aostatal fällt Schnee, vor allem in den frühen Morgenstunden und rund um die Mittagszeit. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 1.300 und 1.600 Metern, sinkt im Tagesverlauf aber etwas ab. Gleichzeitig lässt die Intensität der Niederschläge nach. Betroffen sind vor allem Skigebiete, die weniger häufig von deutschen Urlaubern angesteuert werden, darunter Mondolé Ski und Isola 2000.

In Österreich, den deutschen Alpen, weiten Teilen der Schweiz (außer Wallis) sowie in den Dolomiten bleibt es dagegen auffallend trocken. Oberhalb der Wolken scheint häufig die Sonne, während sich in den Tälern erneut Nebel hält. In föhnanfälligen Regionen kann es sich sogar recht mild anfühle

Sonntag: Unruhige Südseite, sonnige Nordseite über dem Nebel

Der Sonntag dürfte der schneereichste Tag für den südwestlichen Alpenraum werden. Die Schneefallgrenze liegt dann etwas tiefer, etwa zwischen 800 und 1.200 Metern. Lokal können sich über das gesamte Wochenende hinweg Schneemengen von 50 bis 100 cm summieren – allerdings weiterhin nur in einem begrenzten Teil der Alpen.

Weiter nördlich und östlich dominiert unter Hochdruckeinfluss weiterhin trockenes und oft sonniges Wetter. Einige Wettermodelle zeigen hier sogar für den restlichen Januar kaum nennenswerten Neuschnee. Entlang des Alpenhauptkamms weht ein kräftiger Südföhn, wodurch die Temperaturen auf 2.000 Metern Höhe zwischen -3 °C und +3 °C liegen. In den Tälern bleibt der Hochnebel vielerorts auch über das Wochenende hinaus bestehen.

Nach dem Wochenende: Erst noch etwas Schnee, dann ruhiger und kälter

Am Montag kann es in den Südwest-Alpen sowie entlang des italienischen Alpenhauptkamms noch zu leichtem Schneefall kommen, vor allem in der ersten Tageshälfte. Die Schneefallgrenze liegt dabei erneut zwischen 800 und 1.200 Metern. Gleichzeitig gewinnt Hochdruck zunehmend an Einfluss. In den Nordalpen bleibt es überwiegend trocken, mit viel Sonne oberhalb des Nebels. Am Dienstag setzt sich diese Stabilisierung in den gesamten Alpen durch, Niederschläge sind dann kaum noch ein Thema.

Im weiteren Verlauf der kommenden Woche könnte sich aus nordöstlicher Richtung wieder kältere Luft durchsetzen. Besonders nachts und in den frühen Morgenstunden ist dann strenger Frost möglich, tagsüber scheint häufig die Sonne. Das sind ideale Bedingungen für die Beschneiung – vor allem dort, wo in den Nordalpen weiterhin der große Neuschnee ausbleibt.

3235 - Winter - Bettina

Über Bettina

Bettina ist seit 2021 Webredakteurin und fährt gerne die redaktionellen Hänge des Spalder Skiuniversums ab. Sie liebt das Freeriden und hat daher immer ein Auge auf die aktuelle Schneesituation und versorgt euch mit aktuellen (Neu-)schneeberichten. Neugierig macht sie das Verhalten von Touristen in Skigebieten und generell alle Skinews auf der ganzen Welt, die sie euch gerne frisch serviert.