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8 Fehler, die Wintersportler bei der Vorbereitung auf ihren Skiurlaub machen

Skischuhe anziehen

Der Winterurlaub ist gebucht, die Vorfreude hat begonnen und in Gedanken stehst du schon wieder auf der Piste. Doch bevor du dich auf den Weg in den Schnee machst, muss noch einiges organisiert werden. Und gerade bei diesen Vorbereitungen geht manchmal etwas schief! Von Skischuhen, die plötzlich nicht mehr passen, bis zu Schneeketten, die noch unbenutzt in der Verpackung liegen. Manche Fehler kosten dich nur etwas Zeit, andere können ziemlich teuer werden. Das sind acht häufige Fehler bei der Vorbereitung auf einen Skiurlaub und so kannst du sie vermeiden.

Kurz zusammengefasst

  • Viele WintersportlerInnen überprüfen ihre Skiausrüstung, ihr Auto und ihre Versicherungen erst kurz vor der Abreise.
  • Vergessene Winterreifen, schlecht sitzende Skischuhe und fehlende Schneeketten können für unangenehme Überraschungen sorgen.
  • Wenn du deinen Winterurlaub rechtzeitig vorbereitest, vermeidest du unnötige Kosten und startest deutlich entspannter in deinen Urlaub.

1. Die Skischuhe erst am ersten Skitag anziehen

Du hast deine Skischuhe nach dem letzten Winterurlaub ordentlich verstaut und gehst davon aus, dass sie noch perfekt passen. Doch sobald du am ersten Morgen auf der Piste stehst, beginnen deine Füße zu protestieren. Druckstellen, eingeschlafene Zehen oder schmerzende Schienbeine: Das ist nicht gerade der Start, den du dir erhofft hast.

 

Zieh deine Skischuhe deshalb zu Hause schon einmal mit deinen eigenen Skisocken an. Schließe die Schnallen so, wie du es beim Skifahren machen würdest, und bleib eine Weile darin stehen. Spürst du deutliche Druckstellen oder bist du dir bei der Passform unsicher? Dann lass deine Schuhe vor der Abreise von einem Fachbetrieb überprüfen.

2. Vergessen, die Ski oder das Snowboard warten zu lassen

Deine Ski und dein Snowboard sind in der letzten Saison gut gelaufen – warum solltest du sie also warten lassen? Trotzdem ist es sinnvoll, deine Ausrüstung vor der Abreise zu überprüfen. Stumpfe Stahlkanten bieten auf hartem Schnee weniger Halt, und ein beschädigter Belag kann das Gleitverhalten beeinträchtigen.

 

Lass deine Ski oder dein Snowboard deshalb bei Bedarf schleifen und wachsen. Überprüfe auch die Bindungen und lass sie von einem Fachbetrieb richtig einstellen. Möchtest du Ausrüstung ausleihen? Reserviere sie dann im Voraus, besonders während der Schulferien.

Sehr trockener, rissiger Skibelag
Lass deine Ski oder dein Snowboard bei Bedarf schleifen und wachsen

3. Nicht überprüfen, ob das Auto wintertauglich ist

Einer der häufigsten Fehler ist die Annahme, dass das Auto, mit dem man täglich zuhause unterwegs ist, automatisch auch für winterliche Bergstraßen geeignet ist. Vor allem die Vorschriften zu Winterreifen und Schneeketten werden immer wieder vergessen.

 

In Österreich gilt vom 1. November bis einschließlich 15. April bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Winterausrüstungspflicht für Pkw. Auch in Deutschland, Frankreich und Italien gelten besondere Vorschriften.

 

Informiere dich deshalb vorab, welche Anforderungen für deine Route gelten. Prüfe außerdem den Reifendruck, die Batterie, das Kühlmittel und das Scheibenwaschwasser. Besonders eine ältere Batterie kann bei starkem Frost Probleme verursachen.

4. Schneeketten mitnehmen, ohne jemals geübt zu haben

Du hast Schneeketten im Kofferraum liegen, also ist alles in Ordnung. Bis du auf einer verschneiten Bergstraße stehst und bei Minusgraden herausfinden musst, wie man die Dinger eigentlich montiert.

 

Probiere deshalb zu Hause schon einmal aus, die Schneeketten aufzuziehen. Prüfe, ob sie für deine Reifengröße und dein Auto geeignet sind. Lege sie außerdem an einen gut erreichbaren Platz im Kofferraum. Du willst schließlich nicht erst das ganze Gepäck ausladen müssen, um an sie heranzukommen.

Schneeketten montieren
Übe zu Hause schon einmal, die Schneeketten aufzuziehen

5. Davon ausgehen, dass die normale Reiseversicherung alles abdeckt

Ein Unfall beim Skifahren? Dafür bist du doch ganz normal versichert, oder? Leider ist das nicht immer selbstverständlich. Nicht jede Reiseversicherung deckt Wintersportaktivitäten standardmäßig ab.

 

Vor allem Kosten für Rettungseinsätze, medizinische Behandlungen und den Transport vom Berg können sich schnell summieren. Prüfe deshalb, ob du eine Wintersportversicherung hast und welche Kosten tatsächlich erstattet werden.

 

Möchtest du abseits der präparierten Pisten Ski oder Snowboard fahren? Sieh dir die Versicherungsbedingungen dann besonders genau an. Für Aktivitäten abseits der Piste können besondere Einschränkungen oder Ausschlüsse gelten.

6. Skikurse viel zu spät buchen

Während der Weihnachts- und Osterferien kann es in beliebten Skischulen ziemlich voll werden. Trotzdem warten manche WintersportlerInnen mit der Buchung der Skikurse bis zu ihrer Ankunft. Das Risiko? In der gewünschten Gruppe ist kein Platz mehr frei oder es steht kein deutschsprachiger Skilehrer zur Verfügung.

 

Reserviere den Skikurs deshalb lange vor der Abreise, besonders für kleine Kinder und AnfängerInnen. Prüfe gleich mit, wie groß die Gruppen sind, wo der Treffpunkt ist und ob ein Skipass oder das Mittagessen inbegriffen ist. Auch die Kinderbetreuung solltest du besser rechtzeitig buchen.

Trinkpause in der Skischule
Reserviere Skikurse rechtzeitig

7. Den Skipass erst an der Kasse kaufen

Nach einer langen Autofahrt möchtest du am nächsten Morgen natürlich so schnell wie möglich auf die Piste. Doch zuerst musst du noch für einen Skipass anstehen. Und vielleicht zahlst du in dem Fall sogar mehr als nötig.

 

Immer mehr Skigebiete arbeiten mit dynamischen Skipasspreisen. Wer früh online kauft, hat dadurch die Möglichkeit, manchmal deutlich zu sparen. Prüfe auch, welchen Skipass du brauchst. Vielleicht reicht ein lokaler Skipass aus oder es gibt attraktive Familien- und Kindertarife.

Die eigene Fitness völlig außer Acht lassen

Vielleicht der am meisten unterschätzte Fehler: zu glauben, dass es möglich ist, nach Monaten ohne Skifahren sofort wieder den ganzen Tag auf der Piste zu verbringen. Die ersten Abfahrten machen großen Spaß, aber am frühen Nachmittag beginnen die Oberschenkel ordentlich zu protestieren.

 

Beginne deshalb einige Wochen vor der Abreise mit Übungen für deine Beine, dein Gleichgewicht und deine Ausdauer. Denk zum Beispiel an Kniebeugen, Ausfallschritte, Radfahren und Treppensteigen. Steigere dich langsam und mach deinen ersten Skitag nicht gleich zum längsten des Urlaubs. So bleibt dir mehr Energie für den Rest der Woche.

Skigymnastik: Plank
Beginne einige Wochen vor der Abreise mit Skigymnastik

Zusatztipp: Vergiss auch die Kleinigkeiten nicht!

Neben diesen acht Fehlern gibt es noch viele kleine Dinge, die leicht übersehen werden. Denk an einen gültigen Ausweis, eine Vignette für die Autobahn, Sonnencreme, einen gut sitzenden Skihelm und ausreichend warme Kleidung.

 

Prüfe auch die Route zu deiner Unterkunft. Manche Bergstraßen können bei starkem Schneefall vorübergehend schwer erreichbar oder gesperrt sein. Erstelle einige Wochen vor der Abreise eine Checkliste und geh sie kurz vor der Abreise noch einmal durch.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.