Der Skipass wird erneut teurer. Die Preise steigen aber weniger, als du vielleicht befürchtest. Wir haben für 36 beliebte Skigebiete geprüft, was ein 6-Tages-Skipass in der Hochsaison kostet, jeweils an der Tageskasse und jeweils für einen Erwachsenen. Der durchschnittliche Anstieg liegt bei 3,4 Prozent. Das ist die geringste Erhöhung seit Jahren und deutlich unter den Sprüngen von rund 5 Prozent, die wir in den vergangenen Saisons gesehen haben.
Kurz zusammengefasst
- Ein Skipass für sechs Tage kostet im kommenden Winter durchschnittlich 388,- €, nach 375,- € in der vergangenen Saison.
- Der durchschnittliche Anstieg liegt bei 3,4 Prozent – der geringste seit Jahren.
- Der Kassenpreis ist immer häufiger nur noch die Obergrenze: Wer früh und online kauft, zahlt vielerorts deutlich weniger.
So viel mehr zahlst du im Vergleich zum Vorjahr
In Euro gerechnet kostet ein 6-Tages-Skipass im kommenden Winter durchschnittlich 388,- €, nach 375,- € in der vergangenen Saison. Gut 12,- € mehr pro Person. Seid ihr zu viert unterwegs, sind rund 50,- € extra fällig – und dabei bist du noch keinen Kilometer gefahren, hast kein Bett gebucht und keine Ski geliehen. Trotzdem sagt dieser Durchschnitt wenig über deinen Skiurlaub aus. Zwischen den Skigebieten liegen große Preisunterschiede, und die hängen an Größe, Modernität, Komfort, Lage, Schneesicherheit und vielen weiteren Faktoren. Entscheidend ist für dich deshalb, was der Skipass in dem Skigebiet kostet, in das du tatsächlich fährst.
Die Schweiz tritt auf die Bremse, Deutschland nicht
Das deutlichste Muster im diesjährigen Vergleich ist geografisch. Stellt man die fünf Skiländer nebeneinander, zeigt sich ein deutlicher Unterschied.
| Land | Durchschnittlicher Anstieg | Bandbreite | Durchschnittspreis |
|---|---|---|---|
| Schweiz | +0,5 % | 0,0 bis +1,5 % | 432,- € |
| Frankreich | +2,6 % | +1,9 bis +4,0 % | 374,- € |
| Italien | +3,2 % | +2,2 bis +4,0 % | 372,- € |
| Österreich | +4,4 % | +3,1 bis +6,1 % | 426,- € |
| Deutschland | +5,0 % | +4,0 bis +7,2 % | 313,- € |
Nicht alle Schweizer Skigebiete erhöhen die Preise
Drei der untersuchten Schweizer Gebiete, die Jungfrau Ski Region, Arosa Lenzerheide und Les 4 Vallées, halten ihren Tarif exakt auf Vorjahresniveau. In Davos Klosters kommt ein Prozent obendrauf, in Saas-Fee eineinhalb. Nach Jahren, in denen die Schweiz als teurer Ausreißer galt, ist sie nun das Land, das am wenigsten an den Preisen dreht. Absolut gesehen bleibt Skiurlaub in der Schweiz trotzdem am teuersten: durchschnittlich 432,- € für sechs Tage.
Warum bleiben die Preise in manchen Skigebieten stabil?
Diese Frage haben wir der Skiregion Arosa Lenzerheide gestellt. Die Antwort fällt nüchtern aus: Man erhöht dort schlicht nicht jedes Jahr. Das Skigebiet schaut auf mehr als nur auf die Kostenseite und sucht zum Beispiel nach Effizienzgewinnen im eigenen Betrieb, sodass eine Erhöhung nicht nötig ist. Allerdings mit einem Hinweis: Ein oder zwei Jahre ohne Preiserhöhung bedeuten nicht, dass der Preis dauerhaft stabil bleibt. Es kann genauso gut heißen, dass der Sprung in der folgenden Saison größer ausfällt.
Das ist eine nützliche Information für diesen ganzen Vergleich. Eine Nullrunde ist kein Versprechen, und ein Jahr mit einer Erhöhung von 3,4 Prozent sagt wenig über das Jahr danach aus. Wer die Preise über mehrere Saisons verfolgt, sieht: Skigebiete erhöhen ihre Tarife oft in Blöcken statt jedes Jahr ein bisschen.
Deutschland geht den umgekehrten Weg
Die Hörnerdörfer erhöhen am stärksten von allen untersuchten Gebieten: von 230,- € auf 246,50 €, ein Plus von 7,2 Prozent. Auch Oberstdorf-Kleinwalsertal, teils in Deutschland und teils in Österreich gelegen, liegt mit 6,1 Prozent deutlich über dem Durchschnitt. Und selbst Winterberg, das günstigste Gebiet im gesamten Vergleich, hebt die Preise um 4,7 Prozent an. Das klingt widersprüchlich: Deutschland steigt am stärksten und ist zugleich am günstigsten. Beides stimmt, und beides hängt zusammen. Die deutschen Gebiete in diesem Vergleich sind kleiner und starten von einem niedrigen Niveau. Winterberg legt zehn Euro drauf, und das sind schon 4,7 Prozent mehr, während Sölden 27,50 € aufschlägt und damit auf eine Erhöhung von 6,1 Prozent kommt. Kleine Gebiete haben außerdem weniger Lifte, auf die sie ihre Kosten verteilen können, und die Schneesicherheit wird dort häufiger durch Schneekanonen gewährleistet.
Wo zahlst du am meisten
Sölden ist im kommenden Winter das teuerste Skigebiet in unserem Vergleich: 478,50 € für sechs Tage in der Hochsaison.
- Sölden: 478,50 €
- Ski Arlberg: 468,- €
- Tignes-Val d’Isère: 468,- €
- Dolomiti Superski: 453,- €
- Skirama Dolomiti: 452,- €
Willst du möglichst wenig ausgeben, bist du in den kleineren deutschen Gebieten richtig. Das Skiliftkarussell Winterberg ist mit 224,- € das günstigste Skigebiet von allen. Für etwas mehr als die Hälfte dessen, was Sölden verlangt, stehst du sechs Tage auf den Brettern. Dahinter folgen die Hörnerdörfer (246,50 €), Les Sybelles (307,20 €) und Alpen Plus (309,- €).
Willst du noch günstiger Ski fahren? Das geht – in kleineren, weniger bekannten Skigebieten.
Der Kassenpreis ist immer häufiger nur noch eine Obergrenze
Das ist vielleicht die wichtigste Entwicklung der vergangenen Jahre in diesem Vergleich. Wir vergleichen seit Jahren konsequent den Kassenpreis: das, was du bezahlst, wenn du an die Tageskasse gehst und deinen Skipass kaufst. Das war lange ein fairer Maßstab, weil es schlicht der einzige Preis war. Bei einer wachsenden Zahl von Gebieten ist dieser Preis inzwischen aber zur Obergrenze geworden.
Ein gutes Beispiel ist die Skiregion Arosa Lenzerheide. Das Skigebiet friert seinen Tarif fest bei 401,- CHF ein. Das ist exakt der Vorjahreswert, und genau so haben wir ihn übernommen. Im eigenen Webshop stand derselbe 6-Tages-Pass Mitte September aber bereits ab 281,- CHF zum Verkauf. Ein Unterschied von gut dreißig Prozent und nirgends steht der Prozentsatz zum Vergleich. Das Einzige, was das Gebiet dazu sagt: Je früher du kaufst, desto attraktiver der Preis. Und natürlich wirkt sich auch der Zeitraum, in dem du Ski fährst, auf den Preis aus. Die Preise sind also dynamisch.
Genauso läuft es in Sölden, das auf der eigenen Preisliste wörtlich schreibt, dass ab vier Tagen vor deinem Skitag der reguläre Kassenpreis gilt. Bei Schladming-Dachstein reicht der Onlinepreis von 367,50 € bis 432,50 €, je nachdem, wann du kaufst. Bormio gibt bei früher Buchung bis zu 25 Prozent Rabatt. Dem gegenüber stehen Gebiete, die beim klassisches Preissystem bleiben und bei denen dir das Onlinebuchen keinen Cent bringt.
Kurz gesagt: In der Schweiz ist der Kassenpreis die feste Obergrenze, aber das ist immer häufiger der Preis, den kaum noch jemand bezahlt.
Das sind die Skipasspreise 2026/2027
In unserer Tabelle findest du die Skipasspreise für diesen Winter und den Unterschied zur vergangenen Saison. Sortiert nach prozentualem Anstieg.
| # | Skigebiet | Land | 2025/2026 | 2026/2027 | Anstieg | Differenz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Hörnerdörfer (Hörnerschneepass) | Deutschland | 230,- € | 246,50 € | +7,2 % | + 16,50 € |
| 2 | Silvretta Arena Ischgl-Samnaun | Österreich | 425,- € | 451,- € | +6,1 % | + 26,- € |
| 3 | Sölden | Österreich | 451,- € | 478,50 € | +6,1 % | + 27,50 € |
| 4 | Oberstdorf-Kleinwalsertal | Deutschland | 360,80 € | 382,80 € | +6,1 % | + 22,- € |
| 5 | SKI plus CITY Pass Stubai Innsbruck | Österreich | 368,- € | 386,- € | +4,9 % | + 18,- € |
| 6 | Skiliftkarussell Winterberg | Deutschland | 214,- € | 224,- € | +4,7 % | + 10,- € |
| 7 | SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental | Österreich | 395,50 € | 413,50 € | +4,6 % | + 18,- € |
| 8 | Schladming-Dachstein (Ski amadé) | Österreich | 414,- € | 432,50 € | +4,5 % | + 18,50 € |
| 9 | KitzSki | Österreich | 405,- € | 423,- € | +4,4 % | + 18,- € |
| 10 | Alpen Plus | Deutschland | 297,- € | 309,- € | +4,0 % | + 12,- € |
| 11 | Tignes-Val d'Isère | Frankreich | 450,- € | 468,- € | +4,0 % | + 18,- € |
| 12 | Ski Arlberg | Österreich | 450,- € | 468,- € | +4,0 % | + 18,- € |
| 13 | Garmisch-Partenkirchen (Top Snow Card) | Deutschland | 363,50 € | 378,- € | +4,0 % | + 14,50 € |
| 14 | Steinplatte / 3 Länder Freizeit-Arena | Deutschland | 327,50 € | 340,50 € | +4,0 % | + 13,- € |
| 15 | Bormio | Italien | 329,- € | 342,- € | +4,0 % | + 13,- € |
| 16 | Zillertal Superskipass | Österreich | 384,- € | 399,- € | +3,9 % | + 15,- € |
| 17 | Dolomiti Superski | Italien | 436,- € | 453,- € | +3,9 % | + 17,- € |
| 18 | Zell am See-Kaprun + Skicircus (Ski ALPIN CARD) | Österreich | 425,- € | 440,- € | +3,5 % | + 15,- € |
| 19 | Serfaus-Fiss-Ladis | Österreich | 414,50 € | 429,- € | +3,5 % | + 14,50 € |
| 20 | Livigno | Italien | 362,- € | 374,50 € | +3,5 % | + 12,50 € |
| 21 | Sulden am Ortler | Italien | 320,- € | 331,- € | +3,4 % | + 11,- € |
| 22 | Grand Massif | Frankreich | 366,- € | 378,- € | +3,3 % | + 12,- € |
| 23 | Obertauern | Österreich | 357,- € | 368,- € | +3,1 % | + 11,- € |
| 24 | Skirama Dolomiti | Italien | 439,- € | 452,- € | +3,0 % | + 13,- € |
| 25 | Les Trois Vallées | Frankreich | 409,- € | 421,- € | +2,9 % | + 12,- € |
| 26 | Meran 2000 | Italien | 325,50 € | 334,- € | +2,6 % | + 8,50 € |
| 27 | Schnalstaler Gletscher | Italien | 313,- € | 320,- € | +2,2 % | + 7,- € |
| 28 | Les Sybelles | Frankreich | 301,20 € | 307,20 € | +2,0 % | + 6,- € |
| 29 | Les 2 Alpes | Frankreich | 326,50 € | 333,- € | +2,0 % | + 6,50 € |
| 30 | L'Alpe d'Huez | Frankreich | 330,- € | 336,50 € | +2,0 % | + 6,50 € |
| 31 | Les Portes du Soleil | Frankreich | 366,- € | 373,- € | +1,9 % | + 7,- € |
| 32 | Saas-Fee | Schweiz | 407,- CHF | 413,- CHF | +1,5 % | + 6,- CHF |
| 33 | Davos Klosters | Schweiz | 386,- CHF | 390,- CHF | +1,0 % | + 4,- CHF |
| 34 | Jungfrau Ski Region | Schweiz | 424,- CHF | 424,- CHF | 0,0 % | – |
| 35 | Arosa Lenzerheide | Schweiz | 401,- CHF | 401,- CHF | 0,0 % | – |
| 36 | Les 4 Vallées | Schweiz | 409,- CHF | 409,- CHF | 0,0 % | – |
So sparst du wirklich beim Skipass
- Früh und online buchen:
Das bringt mit Abstand die größte Ersparnis. Im Grand Massif kann der Frühbucherrabatt bis zu 30 Prozent auf Pässe ab sechs Tagen ausmachen. Ski amadé, wozu auch Schladming-Dachstein gehört, senkt den Onlinepreis auf 367,50 € gegenüber 432,50 € an der Liftkasse – das sind 65,- € Unterschied. In Les Portes du Soleil kostet der Skipass online standardmäßig 352,- € statt 373,- €, und bei früher Buchung werden noch einmal 15 Prozent abgezogen. - Mit der Familie oder in der Gruppe fahren:
In L’Alpe d’Huez zahlst du mit dem Familienpass 264,- € pro Person statt 336,50 €. Das sind fast 73,- € weniger pro Kopf. In Les Trois Vallées kostet der Family Flex 345,- € statt 421,- €, allerdings musst du dafür mindestens ein Kind zwischen 5 und 17 Jahren dabeihaben und zu dritt unterwegs sein. Les 2 Alpes hat ein Pack Famille (313,- €) und für Gruppen ein Pack Tribu (318,- €). - In die Nebensaison ausweichen:
Der Unterschied zwischen Haupt- und Nebensaison ist oft größer als die jährliche Preiserhöhung. In Sulden am Ortler kostet die erste Adventswoche 209,50 € gegenüber 331,- € in der Hochsaison – ein Unterschied von 121,50 €. In Bormio zahlst du im Aktionszeitraum Anfang Dezember 226,- € statt 342,- €. In der Skiregion Ski Arlberg kosten die Wedel- und Sonnenskiwochen 395,- € statt 468,- €. - Nach der Gästekarte fragen:
In Serfaus-Fiss-Ladis bekommst du sie automatisch bei einer Übernachtung, und dann kostet der Skipass 403,- € statt 429,- €. Bei der Top Snow Card bringt die Gästekarte rund 10 Prozent, ab vier Tagen und in drei festgelegten Zeiträumen. - Eine Pauschalreise buchen:
Buchst du bei einem Reiseveranstalter eine Pauschalreise, ist der Skipass oft schon enthalten. Gerade in weniger gefragten Zeiträumen lassen sich so richtig gute Angebote finden.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Skipasspreisen
So haben wir verglichen
Wir vergleichen bei jedem Skigebiet dasselbe: einen Skipass für sechs zusammenhängende Skitage, für einen Erwachsenen, in der Hauptsaison, zum regulären Preis an der Tageskasse. Schweizer Preise lassen wir in Schweizer Franken stehen, damit Wechselkursschwankungen das Bild nicht verzerren. Nur für den Durchschnitt in Euro haben wir sie umgerechnet, zum Kurs vom 16. September 2026 (1,- Schweizer Franken = 1,06 €).
Onlinepreise, Frühbucherrabatte, Gästekartentarife, Familien- und Gruppenpreise sowie Aktionstarife zählen nicht als Kassenpreis, sind in der Tabelle aber als mögliche Ersparnis vermerkt. Arbeitet ein Gebiet mit dynamischen Preisen, verwenden wir den offiziellen Kassenpreis beziehungsweise den regulären Referenztarif und weisen darauf hin. Alle Beträge haben wir auf der offiziellen Website, im offiziellen Ticketshop oder auf der offiziellen Preisliste des Skigebiets selbst geprüft.
Alle 36 Preise wurden im September 2026 noch einmal vollständig überprüft. Nicht jedes Gebiet kennt eine Hauptsaison: Mehrere Skigebiete haben einen einheitlichen Tarif für den ganzen Winter. Dort ist der genannte Preis auch der einzige Preis.