18. Januar 2018 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Der erste Skiurlaub ist leider voller Peinlichkeiten und Demütigungen, daran lässt sich nichts beschönigen. Denn es reicht ja noch nicht, dass man nur eine neue Sportart erlernen muss, man muss zeitgleich auch mit dem Equipment zurechtkommen und dabei halbwegs souverän wirken, und weil das immer noch nicht reicht, findet das Ganze noch auf dem glattesten Untergrund der Welt statt. Natürlich gucken dabei die Profi-Skifahrer und Snowboarder zu und grinsen sich eins. Snowplaza zeigt die 13 peinlichsten Momente im ersten Skiurlaub.

1. Das Erklimmen des Skihügels vor den Augen des (attraktiven) Skilehrers

Überall stehen Eichhörnchen und Häschen in bunten Farben als Hindernisse für die Skizwerge herum, und zu allem Überfluss muss man entweder auf einem Zauberteppich im Schneckentempo oder die Ski selbst in die Hand nehmen und den Berg hinaufsteigen. Mit Skischuhen! Auf glattem Untergrund! Während die ganze Welt zuguckt und befreundete Witzbolde die Demütigung per Kamera dokumentieren. Immer schön wieder den Berg rauf, is ja nicht so, dass man sich einen Skipass gekauft hätte, um die Skilifte zu benutzen.

2. Geliehene Skikleidung, die schreit: „Seht her, ich hab keine Ahnung, wie das hier geht.“

Das Modell war sicher mal hip, irgendwann. Ganz bestimmt. So 1987 vermutlich. Aber man muss sich bei der farblichen Ausführung schon mal keine Sorgen machen, dass man bei einem Lawinenunglück und entsprechender Verschüttung nicht sofort gefunden werden würde. Und zwar nicht vom Lawinenhund, sondern mit bloßem Auge, von Menschen, die sich im Tal befinden. Und die Kunstfaser des Fashionfail-Skianzugs laden sich auch so schön statisch auf, so dass man jedes Mal, wenn man etwas berührt, einen Schlag bekommt.

3. Mit dem Gesicht zuerst im Schnee landen

Theoretisch ist es bekannt, Bremsen funktioniert per Schneepflug. Aber wieso nicht mal ausprobieren, wie das so läuft, wenn man auf dem Bauch über den Schnee rutscht wie ein Pinguin. Besonders peinlich wird es, wenn dabei auch noch der Kopf im Schnee landet und eine Kostprobe der weißen Pracht machen darf. Nicht nur, dass es lustig aussieht, am nächsten Morgen finden sich auf dem Körper auch knapp eine Million blaue Flecken.

4. Von Dreikäsehochs auf der Skipiste überholt

Keine Angst kennen und einfach mal Schuss fahren. Oder perfekte Schwünge über die ganze Breite der Skipiste ziehen. Schön für die Zwerge, die dem Skianfänger gerade mal bis zum Knie reichen. „Na, warte, dir zeig ich’s, wenn ich in 60 Minuten unten im Tal bin.“

5. Die Skier machen sich selbständig

Ist doch ganz einfach, sagen alle. Spitze in die Bindung und dann Ferse nach unten drücken. Ja, leichter gesagt als getan. Der Boden ist rutschig, das mit dem Gleichgewicht geht nicht mit einem langen Holzbrett am Fuß und dann ist da auch noch Eis unter dem Skischuh. Am Schlimmsten ist es, wenn der Skianfänger dann in einer Bindung drin ist und der andere Ski plötzlich anfängt, sich selbständig zu machen.

6. Den eigenen Skilehrer über den Haufen fahren

Ein Knäuel aus Armen, Beinen und Ski. Wo ist bitte das Loch im Erdboden, damit der Skianfänger darin versinken kann? Eigentlich war das mit dem Bremsen vor dem Skilehrer ja gut durchdacht gewesen, nur die Skier wollten eben nicht, wie man selbst. Und plötzlich ist man dem Skilehrer viel näher als einem lieb ist. Und dann dauert es auch noch so quälend lange, bis sich beide wieder aufgerappelt haben.

7. Halbtot schon in der Mittagspause

„Entschuldige, könntest du den Löffel für mich halten?“ Der Skianfänger würde ja gerne seine Suppe zum Aufwärmen essen, aber da der ganze Körper noch vor Anstrengung zittert, wird das wohl ohne fremde Hilfe nichts werden. Ja, und dabei dachte man eigentlich, man hätte eine recht souveräne Kondition. Falsch gedacht. Mit letzter Kraft kämpft sich der Skianfänger zur Hütte.

8. Als Erster vor 20 Uhr im Bett, und zwar in Skibekleidung

Alle anderen Skifahrer und Snowboarder ziehen fröhlich weiter zum Après-Ski. Der Skianfänger schleppt sich ins Bett, hinterlässt dabei eine Spur von Skischuhen, Skibrille und Skistöcken und fällt wie ein Stein ins Bett. Nur einmal kurz die Augen zumachen. Und schon ist sieben Uhr am nächsten Morgen und der Skianfänger hat in Skibekleidung durchgeschlafen.

9. Muskelkater am ganzen Körper am nächsten Morgen

Vom Kinn abwärts gelähmt? Nein, aber so in etwa fühlt sich der Muskelkater an. Um aus dem Bett zu kommen, braucht der Skianfänger im ersten Skiurlaub Assistenz von mindestens zwei Menschen, die ziehen, und einem, der drückt. Ist das Aufstehen erstmal geschafft, kommt früher oder später sicher die erste Treppe.

10. Die erste Fahrt im Schlepplift

Gestern noch vorsichtige Bögen um große Comicfiguren gefahren, heute ist der Skianfänger derart größenwahnsinnig, sich für den Experten in Sachen Carving, Kurzschwung und Freeride zu halten. Das Riesenego verkleinert sich ganz schnell wieder, spätestens, wenn man sich beim Einsteigen in den Schlepplift zum vierten Mal auf die Nase gelegt hat und vom Liftarbeiter wieder aufgehoben werden muss.

11. Beim Flirten während des Après-Ski dick auftragen

Da wollte der Skianfänger beim Après-Ski den Dicken markieren, um der/dem attraktiven Skiprofi in der Après-Ski-Bar zu imponieren und hat die tollsten Geschichten erfunden. Blöd allerdings, wenn man dem Objekt der Begierde am nächsten Morgen wieder auf der Skipiste begegnet, wenn man sich gerade nochmal am Zauberteppich für den Kinderhügel anstellt, um nochmal fix zu üben, wie das gerade nochmal mit diesem Schneepflug ging.

12. Den Alkohol auf der Sonnenterrasse unterschätzen

Nach einem mehr oder weniger erfolgreichen Vormittag auf der Skipiste gönnt sich der Skianfänger im ersten Skiurlaub endlich ein Bier im Liegestuhl auf der Sonnenterrasse. Ein Bier wird so schlimm a schon nicht sein, is ja Urlaub. Die Tragweite dieses Denkfehlers wird dem Skianfänger dann bewusst, wenn er sich beim Aufstehen am Arm der nächststehenden Person festklammern muss, bis die Welt aufgehört hat, sich zu drehen.

13. Nach dem Skiurlaub die Fotos und Videos von Freunden

Hatte der Skianfänger doch naiv gehofft, die Freunde wären alle auf den Skipisten des Skigebiets unterwegs gewesen, da tauchen plötzlich von allen Seiten in den sozialen Medien Beweisstücke der Schande auf. Kopf im Schnee, Bauchlandung, in der Skischule, Crash mit dem Skilehrer. Am Schlimmsten dabei, die tröstende Hand auf der Schulter und der Beruhigungsversuch: „Ach komm, nächstes Jahr lachst du drüber.“ Ja, von wegen!

Die besten Skigebiete für den ersten Skiurlaub

Wer zum ersten Mal in den Skiurlaub fährt, sollte eine Ziel wählen, dass nicht ganz so weit von zu Hause entfernt ist. Durch die Lage mitten in Nordrhein-Westfalen und einfache Skipisten ist Winterberg zum Beispiel ein passendes Skigebiet für Anfänger. Auch in Reit im Winkl im Skigebiet Winklmoosalm-Steinplatte gibt es überwiegend sanfte Hügel und breite „Autobahnen“. In Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich gibt es ebenfalls viele Skigebiete mit vielen blauen Pisten, auf denen Anfänger in aller Ruhe üben können. Mehr dazu >

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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