22. März 2017 Von: André in 'Skitechnik''

Head2Head Meisterschaft

Wenn zwei Skifahrer perfekt parallel und dazu gemeinsam die Piste herunter wedeln, sieht das nicht nur gut aus, sondern macht auch noch eine Menge Spaß. Wer denkt, dass paralleles oder sogenanntes Synchro-Skifahren nur etwas für Profis ist, liegt falsch. Jeder kann synchron Skifahren, und Jeder sollte es auch einmal ausprobieren. Denn das gegenseitige Abstimmen fördert Koordination und Rhythmus, zwei Eigenschaften, die auch dem eigenen Fahrkönnen zu Gute kommen. Snowplaza erklärt, wie Skifahrer sich an das Synchro-Fahren herantasten können und wie man sogar Weltmeister werden könnte.

Synchron-Skifahren zum besseren Skifahrer werden

Das Ziel ist es, den Hang synchron fahrend hinter sich zu bringen. Dabei wird jede Bewegung durch den Partner genau gleich ausgeführt. Das heißt, dass Kurve und Schwünge nicht nur gleichzeitig begonnen und beendet werden müssen, sondern auch die Länge einer Kurve darf nicht variieren. Die Zuschauer, die von unten zusehen, haben im besten Fall den Eindruck, dass der exakt gleiche Skifahrer nebeneinander den Berg herunterkommt. Dabei wird eigentlich nicht parallel gefahren, sondern leicht hintereinander versetzt. Durch die Perspektive, von unten hochschauend, sieht es nur parallel aus. Der Vorteil ist, dass der hintere Skifahrer den Unteren beobachten kann und im Stande ist leichte Ungereimtheiten auszugleichen.

Wie kann ich Synchron-Skifahren lernen?

Die Königsdisziplin ist der Kurzschwung mit synchronisierten Sprüngen. Allerdings sollte langsam angefangen werden. Beispielsweise kann auch eine Pflugfahrt parallel durchgeführt werden, auch wenn ein bisschen Geschwindigkeit hilft den Rhythmus aufzubauen. Zum Start sollten zwei Skifahrer sich etwa fünf Meter voneinander leicht versetzt platzieren. Die Skier werden in Richtung Tal ausgerichtet und es wird sich geeinigt in welche Richtung die erste Kurve gefahren wird.

Akustische Zeichen beim Skifahren

Der Vordermann gibt beim Synchron-Skifahren ein akustisches Zeichen (HOPP) oder zählt runter (1-2-HOPP). Dabei ist es die Aufgabe des Hintermannes sich auf die Fahrt des Vordermannes einzustellen. Deswegen sollte der bessere Skifahrer hinten fahren. Das akustische Zeichen sollte dabei nicht dem Fahrstil der Skifahrer folgen, sondern der Fahrstil dem vorgegebenen Rhythmus.

Zu zweit lernen, in der Gruppe angeben

Der Einstieg in die Disziplin Synchro-Ski ist einfacher zu zweit, macht aber in der Gruppe mehr Spaß! Skifahrer können in Paaren die Abstimmung und das parallele Fahren üben und sollten sich dabei abwechseln, wer das Duo anführt. Danach können einzelne Paare zu größeren Gruppen sich zusammenschließen. Das garantiert nicht nur einige neidische Blicke von der Hütte, sondern rundet jede Skiwoche in bester Skischulmanier ab.

Weltcup im Synchro-Ski, (cc) Wikipedia

Synchron-Weltmeisterschaften für gute Skifahrer

Wer nach einer Woche hartem Synchron-Training und jeder Menge Spaß immer noch nicht genug hat, der kann sich auch in Richtung des professionellen Synchro-Weltcups bewegen. Hier wird die Zeit gestoppt (25% der Wertung) und bewertet wie synchron die Abfahrt wirklich war (75% der Wertung). Dabei gibt es verschiedene Gruppen- und Paarwettbewerbe sowie Europa- und Weltmeisterschaften, die in unregelmäßigen Abständen stattfinden und neben dem parallelen Fahren auch gespiegelte Abfahren (genau gegensätzlich) fordern. Weitere Infos dazu finden Sie zum Beispiel auf der Webseite der Head2Head Meisterschaft.

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Seit meinem dritten Lebensjahr bin ich auf Skiern unterwegs, begleite Skigruppen als Skilehrer und bin DSV-Ski-Instructor. Ich habe nicht nur riesen Spaß am Skifahren, sondern auch daran anderen diese Freude zu vermitteln.

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