6. August 2020 Von: Martin in Skitechnik

Skifahren ist eigentlich Kurvenfahren. Klar, wir können auch einfach im Schuss hinuntersausen. Doch spätestens dann, wenn der erste Buckel oder die nächste steile Stelle kommt, wird’s spannend. Und natürlich sieht es auch recht elegant und sportlich aus, wenn ein Schwung dem anderen gleicht und es ausschaut, als würde man nahezu mühelos denn Skihang hinunter gleiten. Schwung für Schwung, Kurve um Kurve - Snowplaza gibt die richtigen Tipps zum besseren Kurvenfahren, um einen guten Parallelschwung zu machen. Im nächsten Skiurlaub unbedingt ausprobieren – mit der richtigen Skitechnik zu mehr Spaß beim Skifahren.

Mit diesen 7 Tipps gelingt ein schöner Parallelschwung

Modernes Skifahren besteht zu großen Teilen aus „geführten Kurven“ auf den Kanten. Die Carvingski erleichtern uns dabei das „Fahren wie auf Eisenbahnschienen“ ungemein. Wichtig beim Kurvenfahren ist zum Beispiel die richtige Körperhaltung beim Skifahren oder auch die richtige Gelenkarbeit mit Sprung-, Knie- und Hüftgelenken. Auch der richtige Einsatz der Skistöcke hilft dabei, leichter um die Kurve zu kommen und einen Parallelschwung zu machen. Desweiteren gibt es ein paar gute Übungen, die man normalerweise nur in der Skischule lernt. Nachfolgend erklären wir, wie diese Übungen auch eigenständig ohne Skilehrer durchführbar sind. So werden deine Kurven und der Parallelschwung rund - ganz ohne Weizenbier und Kaiserschmarrn.

1. Was tun mit den Skistöcken?

Die Skistöcke sind nicht nur zur Zierde und zum Anschieben auf flachen Ziehwegen da. Nein, Skistöcke sind eine Rhythmushilfe, sorgen für die nötige Vorlage bei der Schwungeinleitung und stabilisieren unsere Position beim Skifahren. Es ist also wichtig, die Skistöcke beim Parallelschwung richtig einzusetzen.

2. Der richtige Stockeinsatz

Der Stockeinsatz erfolgt unmittelbar vor der neuen Kurve auf der Talseite (also in Kurvenrichtung) im Bereich kurz vor der Skispitze. Dabei muss der Skistock nicht in den Schnee gestochen werden, sondern soll lediglich wie an einem Pendel über dem Schnee nach vorne geführt werden. Ausprobieren!

3. Mit 2-Euro-Münze Skifahren

Stell dir vor, dein letztes Geld im Skiurlaub sei ein 2 Euro Stück, welches zwischen dem Schienbein und der Skischuhzunge steckt, und du willst es auf gar keinen Fall verlieren. Während der gesamten Kurvenfahrt so fahren, dass die wertvolle imaginäre Münze stets zwischen Schienbein und Skischuh bleibt.

4. Mehr Grip und scharfe Kurven

Auch die Großfingerzehe kann beim Kurvenfahren helfen. Generell wollen wir während der Kurvenfahrt möglichst viel Druck auf die Innenkante des Außenskis (Talski) bringen. Hierfür die große Zehe der Talseite fest gegen den Skischuhboden drücken. Das Ergebnis sind mehr Grip und scharfe Kurven.

5. Mit der Hand die Kurve nachzeichnen

Ein weiterer, kleiner Trick für gelungene Kurven ist das Mitführen der Außenhand über den gesamten Kurvenverlauf. Am Ende der Handbewegung sollte sich diese fast über dem Innenski (Bergski) befinden. Die Kurve also mit der Außenhand nachzeichnen. Den Effekt spürt man besonders ab der Mitte der Kurve.

6. Wie eine Banane Skifahren

Um das Gleichgewicht während der Kurvenfahrt zu verbessern, sollte man in der Form einer Banane fahren. Dafür den Po zum Hang bewegen und mit dem gesamten Körper einen Bogen bilden. Die Banane hilft besonders, wenn man beim Kurvenfahren das Gefühl hat, über den Innenski (Bergski) zu kippen. Auch das Wegrutschen des Außenskis kann so verhindert werden.

7. Gegenstand im Tal fokussieren

Wenn man einen Fixpunkt im Tal (z.B. die Liftstation) fokussiert, provoziert man eine talorientierte Oberkörperhaltung. Dies sorgt während der Kurvenfahrt für eine Spannung zwischen Ober- und Unterkörper. Die beiden Körperabschnitte sind also gegeneinander verdreht und sorgen beim Auflösen für eine schöne Richtungsänderung der Skier.

Weitere Infos über Skifahren mit Parallelschwung

Bereits als Kind klebte ich mit meiner Nase am Küchenfenster und beschwor den rheinischen Winterregen, doch endlich zu Schnee zu werden. Mit den ersten Flocken ging´s dann hinaus, Autoski (bedingt empfehlenswert), Skihalle und die Wintersportarena Sauerland waren erste Lieblingsorte.