23. März 2022 Von: Miriam in SkifahrenGaudi

So wunderschön Skifahren ist, so gemein sind die kleinen Wehwehchen, die der schönste Sport der Welt mit sich bringt. Doch wer verschneite Berge, Pulverschnee und Off-Piste will, beißt einfach die Zähne zusammen. Manche Schmerzen vergehen in Minuten, manche spüren Skifahrer erst am nächsten Morgen. Hier ist nicht nur die Rede vom Muskelkater, der sich mit Skigymnastik leicht umgehen lässt. Es gibt während oder nach dem Skifahren noch eine ganze Reihe anderer Schmerzen. Snowplaza zeigt 13 typische Wehwehchen, die jeder Skifahrer und jede Skifahrerin nur zu gut kennt.

1. Die Skischuhe drücken

Das Hartplastik schnürt die Blutzufuhr ab, die Zehen schlafen ein, es drückt an der Wade und wehe, in einem der Skistrümpfe war eine kleine Falte. Die fühlt oder sieht man noch Tage später, denn gerne bildet sich dort auch mal ein blauer Fleck. Auch das Gehen und Stehen in Skischuhen ist kein besonderer Spaß. Vor allem Anfängern bereitet die neue Art Schuhe anfangs Schmerzen, da die Haltung doch insgesamt wenig natürlich ist. Viele Alternativen gibt es dafür leider nicht. Entweder SkifahrerInnen halten diesen typischen Schmerz aus oder steigen aufs Snowboard um. Snowboard-Boots sind im Vergleich zu Skistiefeln so bequem wie Pantoffeln. Tipp: Auf jeden Fall zum Après-Ski die Schuhe wechseln und den Füßen eine Pause gönnen.

Skischuhe und Füße am Kamin
Das schönste Gefühl nach einem langen Skitag: Die Füße aus den Skischuhen befreien.

2. Sturz auf Eis

Wer sich schon einmal am Bürgersteig auf den Hintern gesetzt hat, weil der Boden vereist war, der weiß, wie schmerzhaft das ist. Im besten Fall endet es nur mit ein paar blauen Flecken. Beim Skifahren sieht das Ganze anders und meist schlimmer aus. SkifahrerInnen sind schnell unterwegs und schlagen auch gerne mit den Schultern oder der Hüfte auf, wenn die Skier auf einer Eisplatte plötzlich wegrutschen. Während man vor Schmerzen noch nach Luft ringt und das Ego ein wenig angekratzt ist, kommt noch der Kampf dazu, sich auf dem Eis wieder aufzurappeln.

3. Diese schmerzhafte Abfuhr beim Après-Ski

Nachdem SkifahrerInnen und SnowboarderInnen die ein oder andere steile Piste bezwungen haben oder der Schwung heute besonders sportlich aussieht, fühlen sie sich, als wären sie die Größten. Und dann, nur Minuten später, liegt das Ego schon wieder weinend am Boden. Warum? Das Skihaserl an der Eis-Bar ist völlig unbeeindruckt von solch virtuosem Können und desinteressiert an jeglichen Flirtversuchen. Egal, wie kreativ die Anmachsprüche auch sind. Sicher gibt es in den Wintersportgebieten dieser Welt mindestens so viele gebrochene Beine wie gebrochene Herzen. Leider kann die Pistenrettung hier nicht helfen, aber vielleicht diese Flirttipps für den Skiurlaub.

4. Die Krux mit dem Schlepplift

Vermutlich zucken gerade, primär männliche Skifahrer und Snowboarder zusammen. Die einen aus Mitleid, die anderen aus schmerzhafter Erinnerung. Mit einer Metallstange, die auf der immer länger werdenden Fahrt den Berg hinauf unangenehm auf die privaten Teile drückt, verbinden die meisten nur wenig schöne Momente. Aber auch Frauen kennen einen vergleichbaren Schmerz. Wenn sich Snowboarderinnen den Ankerlift in den Oberschenkel einhaken, und das eigene Gewicht bis zur Bergstation immer schwerer zu werden scheint.

5. Vom Skistock aufgespießt oder vom Ski erschlagen

Manche Menschen fuchteln ja so heftig mit den Skistöcken, als wären sie ein Taktstock. Wer es da nicht schafft, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, muss mit Schmerzen rechnen. Was häufig folgt, ist ein Stich in die Seite oder andere Weichteile in erreichbarer Nähe. Eine solche Aktion kann natürlich auch ins Auge gehen, im wahrsten Sinne des Wortes. In eine ähnliche Kategorie gehört auch der Schmerz, wenn sich in der Nähe Experten befinden, die es für eine hervorragende Idee halten, mit Ski oder Snowboard auf der Schulter und ohne Vorwarnung, eine 360 Grad Drehung zu vollziehen. Den unglückseligen Nachbarn trifft es dann gemein am Hinterkopf.

2er Sessellift
So mancher Sessellift kann Wintersportlern ganz schön zusetzen.

6. Das Schmerzspektrum des Sessellifts

Egal, ob beim Ein- oder Aussteigen aus dem Sessellift, es sollte immer Vorsicht geboten sein, denn diese eigentlich bequeme Transportmöglichkeit, hat so ihre Tücken. Entweder bekommen Skifahrer den Sessellift beim Einsteigen voller Schwung in die Kniekehle oder sie quetschen sich die Hand unter dem Bügel ein. Sicherlich hat auch so mancher Skifahrer schon die Erfahrung gemacht, dass so ein Sessellift sehr unnachgiebig ist, wenn man beim Aussteigen nicht rechtzeitig aus dem Weg ist. Eine Kollision mit dem Sessel ist dann unumgänglich. Gemein sind auch Sessellifte, die so schnell anfahren, dass es einen nach hinten in den harten Sitz wirft. Da ist jeder dankbar, der einen Rückenprotektor trägt. Es gibt wohl keinen Skifahrer auf der Welt, der nicht mindestens eine schmerzhafte Lift-Geschichte erzählen kann.

7. Muskelkater

Es soll ja den ein oder anderen Skifahrer und auch Snowboarder geben, der sich selbst und die eigene Fitness vor dem Skiurlaub maßlos überschätzt und der Meinung ist, Skigymnastik sei allgemein überbewertet. Nun, diese Einstellung rächt sich spätestens am Morgen nach dem ersten Skitag. Aber auch alle anderen Skifahrer kennen das gemeine Ziehen in der Muskulatur zu Beginn der Skisaison. Da fühlt sich der Körper an, als wären eben diese Muskeln ein ganzes Jahr nicht benutzt worden. Gegen Muskelkater beim Skifahren helfen zum Glück die richtige Skigymnastik und ein Saunagang zum Abschluss eines Skitags.

8. Sich an den Kanten schneiden

Nur einmal schnell aufheben, dafür braucht es ja den Handschuh nic ….. Verdammt! Hat mal jemand ein Pflaster? Eigentlich weiß es jeder Wintersportler: Ski und Snowboards haben scharfe Kanten, die zudem auch noch regelmäßig geschliffen werden (sollten). Wie scharf diese Kanten wirklich sind, weiß nur der, der sich bereits mit einer solchen die Handfläche aufgeschnitten hat. Besonders unangenehm wird es, wenn die Hände zuvor noch kalt waren und beim Aufwärmen das Gefühl und der pochende Schmerz in die Hand zurückkehrt. Deswegen gilt: immer Handschuhe tragen.

9. Kopfschmerzen

Gemeint ist in diesem Fall allerdings nicht der Schmerz, der SkifahrerInnen und SnowboarderInnen nach einem unglücklichen Sturz ereilt. Die Rede ist stattdessen vom allseits bekannten, morgendlichen Brummschädel, der WintersportlerInnen nach einer exzessiven Partynacht beim Après-Ski erwartet. Ein Schmerz, der einen kurz überlegen lässt, ob das Bett vielleicht doch der Piste vorzuziehen ist. Dagegen helfen, neben früher schlafen gehen und weniger trinken, nur vorbeugende Maßnahmen. Schon vor dem Einschlafen viel Wasser trinken, am besten mit einer Zitronen- oder Orangenscheibe um den Vitamin C Haushalt aufzubessern. Bei offenem Fenster schlafen und den Körper so mit ausreichend Sauerstoff versorgen, damit der Kater am nächsten Morgen nicht ganz so heftig wird. Geheimtipp: Elektrolyte aus der Apotheke versorgen den Körper über Nacht mit allem, was er braucht. Dann ist der Morgen danach nur noch halb so schlimm.

Drinks beim Après-Ski
Einer geht noch... Aber die Kopfschmerzen am nächsten Morgen sind bereits vorprogrammiert.

10. Gepeinigter Hintern und blaue Knie

Diesen Schmerz kennen vornehmlich die SnowboarderInnen und unter denen ganz besonders die Anfänger, denn das mit dem auf-die-Füße-kommen-während-ein-Board-dran-hängt ist so eine Sache. Entweder holt man zu viel Schwung und fällt auf die Knie oder zu wenig und landet wieder auf dem Hintern. Auch erste Bremsversuche können auf dem Hinterteil oder den Knien enden. Egal, welche Seite es am Ende häufiger trifft, blau, grün, gelb und schmerzhaft sind am nächsten Morgen sowieso beide.

11. Brennende Oberschenkel

Vor dem Einkehrschwung mittags denkt man sich noch: "Läuft gut heute. Meine Oberschenkel sind ja fitter, als ich dachte. Es tut noch gar nichts weh." Nach dem letzten Bissen Kaiserschmarrn sieht das dann häufig anders aus: "Hilfe, ich brauche einen Arzt. Und einen Kran." Nach einer Pause und einem guten Essen auf der Hütte kennt jeder Skifahrer diese, in Beton gegossenen, schmerzenden Stelzen unterhalb der Hüfte. Genau an der Stelle, wo vor dem Hinsetzen noch die topfitten Beine waren. Interessant wird auch der Gang von der Hütte, zurück zu den Skiern. Geheimtipp: Einfach direkt ein wärmendes Schmerzgel mit auf die Piste nehmen. Dann sind die Beine im Nu wieder bereit für die nächste Abfahrt.

12. Schmerzen in den Unterarmen

Ja, schon klar, Ski fährt man vornehmlich mit den Beinen, aber erinnere dich zurück, an die Zeit als Skianfänger. Diese ersten Tage, an denen man sich während der Abfahrt völlig verkrampft an den, damals noch recht nutzlosen, Skistöcken festgeklammert hat. Auf so einer Todesabfahrt, die blaue Piste hinunter, gibt es ja auch nichts anderes zum Festhalten. Das Umklammern des Griffs und die verkrampfte Haltung sorgen dann dafür, dass am nächsten Morgen nicht nur die untere Körperhälfte ein einziger Muskelkater zu sein scheint, sondern einfach alles von den Haarspitzen abwärts schmerzt.

Schifahrer und Snowboarder erschöpft
Skifahren und Snowboarden ist Sport. Da zwickt und zwackt es schon mal an der ein oder anderen Stelle.

13. Abschiedsschmerz

Gefühlt ist man gerade erst im Skiort angekommen, da ist der Winterurlaub auch schon wieder vorbei. Dann heißt es Abschied nehmen von den steilen Pisten, dem köstlichen Essen, den wunderschönen weißen Gipfeln und der Geselligkeit beim Après-Ski. Viel zu lange dauert es dann noch bis zur nächsten Skisaison, wenn man nicht gerade in unmittelbarer Nähe einer Wintersportregion lebt. Tipp: Regelmäßig Snowplaza besuchen und mit uns in Skiurlaubsstimmung kommen.

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Morgens früh Schwünge auf fast leeren Pisten zu ziehen ist Miriams Highlight beim Skifahren, deswegen ist sie auch immer eine der Ersten an der Gondel. Am liebsten bei bestem Wetter und optimalen Pistenbedingungen. Nach dem Skifahren genießt sie Saunagänge und die kulinarischen Köstlichkeiten der Alpen.

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