5. Januar 2020 Von: Max in Après-ski

„Guten Morgen! Na, gut geschlafen? In einer Stunde müssen wir beim Lift stehen, es hat über Nacht 30 cm geschneit!“ Das sind die Worte, die jeder Skifahrer und Snowboarder so gerne hört, morgens um 08.00 Uhr. Außer, diese Person wacht nach 30 Bier, Schnaps und Wein gerade aus dem Alkohol-Koma auf. Ja, Après-Ski kann lustig sein - bis der Morgen danach über einen rollt wie eine Staublawine. Wie man diesen Zustand erst gar nicht zu erreicht und trotzdem Spaß beim Après-Ski hat, darüber schreibt Snowplaza in diesem Weblog.

#1. Kenne deinen Feind

Die schlechte Nachricht zuerst: ein Kater ist keine Krankheit, die man heilen kann, obwohl die Symptome Übelkeit, Kopfschmerzen oder Magenschmerzen doch eher an eine Krankheit erinnern. Diese Symptome stammen aber nicht direkt vom Alkohol, sondern von den Giften, die beim Abbau des Alkohols im Körper entstehen. Hinzu kommt die erhöhte Urinproduktion und -ausscheidung, die den Körper noch zusätzlich austrocknet. Glücklicherweise gibt es Mittel und Wege diese negativen Auswirkungen auf den Körper zu vermeiden oder zu lindern.

#2. Vor dem Après-Ski gut essen

Gutes Essen ist glücklicherweise ausreichend vorhanden in den Berghütten. Kohlenhydratreiches und fettes Essen ist hier am besten, also darf vor dem Après-Ski ruhig mit Schnitzel, Gröstl und Co. gesündigt werden. Während des Abends kann der Körper durch Nüsse und Salzstangen mit Salzen und Mineralien versorgt werden, die durch das viele Urinlassen ausgeschieden werden und dem Körper anders fehlen würden. Die besten Gerichte für vor dem Après-Ski >

#3. Zwischendurch ein Glas Wasser

Vor allem die Dehydrierung durch zu vieles Wasserlassen ist am nächsten Morgen deutlich spürbar. Symptome sind zum Beispiel Kopfschmerzen. Wer am Abend davor zwischendurch ein Glas Wasser trinkt, kann der Dehydrierung entgegenwirken. Vor allem ein halber Liter Wasser vor dem Schlafengehen, kann den Kopfschmerz am Tag nach dem Après-Ski etwas lindern.

#4. Finger weg von Zigaretten

Auch wenn die Zigarette zum Bier „super“ schmecken mag, ist sie doch auf viele Arten sehr schädlich für den Körper. Abgesehen davon, dass die Lunge lieber frischen Sauerstoff, als Tabakrauch einatmet, senkt Nikotin den Alkoholspiegel im Blut. So hat man länger das Gefühl noch nicht genug getrunken zu haben und trinkt dann schneller über seine Verhältnisse.

#5. Zuckerhaltige Getränke vermeiden

Heiße Oma, gezuckerter Glühwein, Bowle und viele Cocktails sind zwar lecker und eine willkommene Abwechslung zu Bier und Wein, enthalten aber viel Zucker, der die Wirkung von Alkohol noch verschlimmert. Weizentrinker haben ebenfalls mit schlimmeren Folgen nach dem Alkoholkonsum zu rechnen als Pils-Trinker. 

#6. Früh starten, früh schlafen

Nach dem Après-Ski ist vor dem Après-Ski. Wer schon zu Beginn der Woche mit einem guten Rhythmus startet, also früh aufsteht und die ersten Schwünge auf die perfekt präparierten Pisten setzt, kann auch früher in die Après-Ski-Bar. Wer früher feiert, hat sein Feierbedürfnis früher am Tag gestillt und muss nicht bis 3.00 Uhr morgens auf der Theke stehen. Wer früh ins Bett geht bekommt mehr Schlaf, den der Körper braucht, um sich zu erholen und um fit zu sein für den nächsten Skitag.

#.7 Das perfekte Kater-Frühstück

Ja, zugegebenermaßen sind wir jetzt über die Prävention hinweg und gehen über zur Linderung der Symptome, falls doch einmal beim Après-Ski über die Strenge geschlagen wurde. Der Kater-Tag beginnt am besten mit einem leichten Frühstück, das die Symptome lindert und dem Körper wieder Flüssigkeit, Mineralien und Energie hinzufügt: Brot, Marmelade, Joghurt oder Quark mit Honig und Früchten, Ingwertee mit Zitrone.

#8. Pfefferminzöl einmassieren

Wenn das mit dem Wassertrinken nicht so gut funktioniert hat und der Schädel förmlich explodiert am Morgen nach dem Après-Ski, dann hilft Pfefferminzöl. Das Öl auf die Fingerspitzen geben und sanft im Nacken und an der Stirn einmassieren.

#9. Pflanzliches Aspirin

Es müssen nicht immer Tabletten am nächsten Morgen sein. Etwas in Vergessenheit geraten ist die Weidenrinde als Anti-Kopfschmerzmittel, dabei ist sie doch die große Schwester der Aspirintablette. Sie enthält den selben Wirkstoff, nämlich Salicin und bekämpft dadurch die lästigen Kopfschmerzen am After-Après-Ski-Morgen.

#10. Gegen Mundgeruch

Auch gegen den Mundgeruch am nächsten Morgen gibt es entsprechende Mittel, die ebenfalls natürlichen Ursprungs und in jedem Supermarkt erhältlich sind. Durch Kauen von Petersilienblättern wird der Wirkstoff Apiol freigesetzt, der die übelriechenden Keimzellen eindämmt. Außerdem hilft ein Glas Wasser mit Zitrone die Speichelproduktion anzuregen. Polyphenole im schwarzen Tee hemmen die Bakterien, die den Fäulgeruch im Mund erzeugen und eine Scheibe Ingwer auf die Zunge wirkt ebenfalls wahre Wunder.

#11. Ab an die frische Luft

Nichts weckt die Lebensgeister besser als eine gute erste Abfahrt. Dabei ist die Tageszeit nicht wichtig. Erst ausschlafen, frühstücken und die Symptome lindern, denn wer mit einem Kater auf die Pisten geht, stellt eine Gefahr für sich selbst und andere dar. Wer nicht fit ist, hat nichts auf den Pisten verloren und sollte unseren letzten Tipp beherzigen.

#12. Zurück ins Après-Ski

So, jetzt haben wir lange genug gesunde und nachhaltige Tipps gegeben. Für die Unbelehrbaren, die Allestrinker und Früh-Durchstarter, für alle die besser trinken als Ski fahren: wenn ihr mehr Spaß an der Bar, als auf der Piste habt, dann geht doch gleich nach dem Aufstehen wieder an die Bar. Das spart euch die Liftkarte und den restlichen Skifahrern und Snowboardern den Ärger über zu volle Pisten. ;-) Prost! Hier sind die 10 besten Orte für Après-Ski in den Alpen >

Aufgewachsen im schönen Bayern, hatte ich die Berge stets in greifbarer Nähe. Im Winter arbeite ich im Zillertal als Snowboardlehrer. Bei Snowplaza berichte ich über die neuesten Trends und News im Wintersport.