27. Mai 2017 Von: Marlene in 'Gadgets''

VR Brillen machen das Skifahren zu Hause möglich

Es ist Sommer in Deutschland. Von Schnee ist weit und breit keine Spur und bis die Skisaison wieder beginnt, müssen sich eingefleischte Skiliebhaber noch ein paar Monate gedulden. Auch im Winter kann man oft nicht so häufig auf den Skiern oder dem Snowboard die Skipiste hinunterfahren, wie man gerne möchte. Doch wer sagt, dass es nötig ist, zum Skifahren überhaupt noch das Haus zu verlassen? Mithilfe von Virtual Reality soll das Skigebiet ganz einfach in das heimische Wohnzimmer geholt werden. Wie das geht, was es mit dem Skifahren in der virtuellen Realität auf sich hat und ob die Technologie wirklich den Skiurlaub im Skigebiet ersetzt, verrät Ihnen Snowplaza.

So funktioniert eine Virtual Reality (VR) Brille

Virtual Reality, kurz auch VR genannt, gibt aufgenommene oder computergenerierte 360-Grad-Ansichten wider. Dabei wird das Bild über eine spezielle Virtual-Reality-Brille dem Nutzer vorgespielt. Die Brille schirmt komplett von der Realität ab und stattdessen entsteht das Gefühl, dass das Video oder das Spiel von allen Seiten abläuft. Das Geschehen wird immer aus dem eigenen Blickwinkel wahrgenommen. Man sieht das, was man sehen möchte und durch Kopfbewegungen ändert sich auch der Blick in der Szene. Anders als beim Fernsehschauen wird so selbst bestimmt, worauf der Fokus liegt und man fühlt sich als Teil des Ganzen.

Virtual Reality Skiing: Skifahren in der virtuellen Realität

Diese aufgebaute Welt, in der sich der Träger einer Virtual Reality-Brille befindet, kann natürlich auch mit Schnee gefüllt werden und steil bergab gehen. Dann befindet man sich nämlich direkt auf einer Skipiste. Durch Bewegung des Körpers wird das Ausweichen von Hindernissen ermöglicht und mit einem Controller in jeder Hand wird der Stockeinsatz simuliert. Nur, wer dynamisch unterwegs ist, schnell reagieren kann und wem es bei der rasanten Abfahrt nicht schlecht wird, schafft es, im Wohnzimmer die Skipiste hinunter zu heizen.

Skifahren und Snowboarden mit dem Google Cardboard

Das Google Cardboard ist die günstige Alternative zu den hochwertigen VR-Brillen, die es von anderen Herstellern wie Oculus und Samsung gibt. Der Vorteil ist außerdem, dass das Cardboard klein ist und mit dem Smartphone und speziellen Apps aus dem App-Store funktioniert. Darunter sind auch kostenlose Spiele und Videos, die das Skifahren im Skigebiet simulieren. Im folgenden Video befindet sich der Benutzer in der Perspektive eines Snowboarders und muss durch entsprechende Kopfbewegungen eine festgelegte Strecke entlangfahren. Dabei gilt es waghalsige Sprünge zu meistern und mit einer Bestzeit ins Ziel einzufahren.

Legendär: Die Streif in VR hinunterrasen

Das berühmt berüchtigte Hahnenkamm-Rennen auf der Streif in Kitzbühel versetzt das Österreichische Skigebiet Jahr für Jahr in einen Ausnahmezustand. Die Eispiste hält ein Gefälle von 85% bereit, das die Skirennfahrer mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h hinunterrasen. Bei den teils 80 Meter weiten Sprüngen wird einem schon vom bloßen Hingucken schwindelig. Wie fühlt es sich also an, live dabeizusein? Genau das lässt sich mit einer speziell angefertigten 360-Grad-Aufnahme herausfinden, die wahlweise über eine spezielle 360-Grad-App oder mithilfe des Google Cardboards am Smartphone abgespielt werden kann. Da ist der Adrenalinkick auch im Sitzen gewiss!

Augmented Reality in der Skibrille

Die Grenzen von Wirklichkeit und Realität verschwimmen zukünftig auch auf den Skipisten in den Alpen mehr und mehr. Bereits jetzt gibt es Skibrillen, durch die zwar die Piste normal zu sehen ist, aber verschiedene Elemente virtuell eingeblendet werden. In die Skibrille von RideOn ist ein Display eingebaut, auf das mithilfe einer Internetverbindung Gadgets ins Blickfeld rücken können. Gleichzeitig ist das Gerät mit einer Kamera ausgestattet. Nützlich ist die Skibrille dann, wenn zum Beispiel die Geschwindigkeit oder wie bei einem Navi die richtige Abfahrt eingeblendet wird. Doch auch spielerisch werden Skibrillen mit erweiterter Realität zu nutzen sein. Zum Beispiel, wenn im Blickfeld ein Stangenparcour eingeblendet wird, den es zu Umfahren gilt. Doch Vorsicht: Das könnte zu mehr Unfällen auf der Skipiste führen!

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

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