10. Juni 2016 Von: Martin in 'Reisetipps'' | 0 Kommentare

Alles über Skistöcke

Alles über Skistöcke

Was soll ich eigentlich mit diesem Skistock machen? Diesen Satz hört man oft auf den Pisten in den Skigebieten der Alpen. Sind sie nun lästiger Ballast und erschweren uns Skifahrer das Leben oder haben Skistöcke auch insgeheim eine wichtige Aufgabe beim Skifahren? Snowplaza erklärt in diesem Skistock-Ratgeber, was Skistöcke bringen, und warum sie beim Skifahren eingesetzt werden sollten. Außerdem zeigen wir, wie der richtige Stockeinsatz funktioniert und geben Tipps zur richtigen Haltung, zur Skistocklänge und über verschiedene Modelle. So werden Sie schnell feststellen, dass Skistöcke eine echte Hilfe beim Skifahren sind.

Deshalb sind Skistöcke beim Skifahren so wichtig

Nein, der Skistock ist kein Feind! Skistöcke sind ein selbstverständlicher Teil der Skiausrüstung und helfen beim Kurvenfahren. Ein Skistock besteht aus einem Schafft, einem Teller und einem Griff mit Schlaufe. Der Griff dient der optimalen Kontrolle über den Skistock. Der Teller am Ende des Skistocks sorgt hingegen dafür, dass die Stockspitze nicht im Schnee verschwindet. Der Schafft ist der wichtigste Bestandteil eines Skistocks und dient zum Beispiel der besseren Balance beim Skifahren oder als Anschiebhilfe im flachen Terrain. Der richtig getaktete Stockeinsatz erfordert allerdings etwas Übung und Koordination - doch wenn diese sitzt, steigt der Skifahrgenuss umso mehr. Und ganz nebenbei machen Sie eine rundere Figur auf der Piste – was in diesem Fall positiv ist ;).

Mit Skistöcken machen Sie eine gute Figur auf der Piste, (c) Saalbach

Mit Skistöcken machen Sie eine gute Figur auf der Piste, (c) Saalbach

1. Mit Skistöcken sieht’s schöner aus

Zunächst einmal etwas ganz grundsätzlich! Ohne Skistöcke sieht Skifahren irgendwie unfertig aus, als hätten wir mindestens die Hälfte der Skiausrüstung beim Aufbrechen in den herrlichen Pulverschneetag in der Ferienwohnung oder im Hotel vergessen. Skifahrer ohne Skistöcke sehen komisch aus!

2. Skistöcke sind eine Anschiebe- und Stopphilfe

Die Skistöcke haben neben dem rein optischen Wert viele weitere Nutzen. Einer davon ist das Anschieben. Ähnlich wie Skilangläufer können wir uns mithilfe unserer Skistöcke prima in der Ebene fortbewegen. Auch in der Liftschlange helfen sie dabei, unserem Vordermann nicht in den Rücken zu rutschen.

3. Das Skifahren wird geschmeidiger

Insbesondere beim Kurzschwung und Tiefschneefahren benötigen Skifahrer einen guten Rhythmus. Wenn es gelingt, jeweils einen Skistock bei jedem Schwung vor jeder Kurve noch vorne ungefähr bis zur Skispitze zu bringen, entstehen gleichmäßige und runde Bewegungen. Das Skifahren wir so geschmeidiger und macht mehr Spaß.

4. Skistöcke erleichtern das Anlegen der Skier

Stellen Sie sich vor, Sie stürzen in einem steileren Hang, verlieren Ihre Ski und möchten diese wieder anschnallen. Ohne Skistöcke wird dies oft sehr mühselig. Mithilfe der Skistöcke können Sie sich jedoch auch im steileren Gelände sicher abstützen und den Skischuh im richtigen Winkel wieder in die Bindung einrasten lassen.

5. Ein Skistock ist ideal für Übungen

Skilehrer benutzen Skistöcke gerne als Übungsmaterial zum Skifahren lernen. So werden die Stöcke beispielsweise horizontal mit ausgestreckten Armen vor dem Körper gehalten, um die Vorlage zu üben. Eine andere Übung ist das kreisen beider Skistöcke um den Körper. So kann das Rhythmusgefühl beim Kurzschwung verbessert werden.

Der richtige Stockeinsatz beim Skifahren

Der Stockeinsatz wird bei jedem Schwung ausgeführt und erfolgt im Moment des Wechsels von Tiefbewegung zur Hochbewegung. Beispiel: Im Kurvenwechsel nach rechts erfolgt eine aktive Verlagerung des Körperschwerpunktes nach vorne oben. Dabei wird der Skistock etwa auf Höhe der rechten Skispitze kurz in den Schnee gesteckt. Tipp: Sie müssen den Skistock beim Stockeinsatz nicht fest in den Schnee drücken, sondern leicht antippen genügt. Stellen Sie sich vor, Sie berühren eine heiße Herdplatte. Diese können Sie auch nur sehr kurz antippen.

Die perfekte Haltung der Skistöcke

Um den Stockeinsatz gut und bequem ausführen zu können, ist es ratsam, ihn wie ein Pendel zu benutzen. Dafür fixieren Sie Ihre Skistöcke in der Kerbe zwischen Daumen und Zeigefinger und lassen ihn bei jedem Stockeinsatz nach vorne und wieder zurück pendeln. Das Stockpendel mit der kurzen „Herdplattenberührung“ wird Ihnen zu einer besseren Vorlage im Kurvenwechsel und somit zu mehr Freude beim Skifahren verhelfen.

Die optimale Skistocklänge

Die Faustregel lautet: Wenn Sie im Stand den Skistock umdrehen, und dann direkt unter den Teller greifen, sollte in Ihrem Ellbogengelenk ein 90 Grad Winkel entstehen. Unser Tipp: Wählen Sie den Skistock etwas kürzer, so dass der besagte Winkel etwas mehr als 90 Grad misst. So vermeiden Sie, dass ein zu langer Skistock während der Pendelbewegung den Boden streift und somit den Stockeinsatz erschwert.

Verschiedene Skistockmodelle und Griffe im Überblick

Verschiedene Skistockmodelle und Griffe im Überblick

Skistockmodelle: Leki, Komperdell & Co.

Die meisten Skistöcke werden aus einem einfachen Aluminiumrohr hergestellt, haben verstellbare Schlaufen und sind bestens für den Skiurlaub geeignet. Der Nachteil ist allerdings, dass sich jene Skistöcke bei sportlicher Fahrweise entweder schnell verbiegen oder zu schwer sind. Passionierte Skifahrer sollten darauf achten, dass die Skistöcke kraftsparend sind und einen komfortablen Griff bieten. Die führenden Skistockhersteller auf diesem Gebiet sind Leki und Komperdell. Bei Freeridern ist Black Diamond sehr beliebt. Aber auch die gängigen Skihersteller (Atomic, Rossignol, Salomon) haben Skistöcke für alle Könnerstufen im Angebot.

Skistöcke aus Aluminium oder Carbon?

Immer mehr Skistöcke werden heutzutage aus Carbonfasern hergestellt. Carbon-Skistöcke sind nicht nur leichter als Aluminium, sondern weisen auch eine bessere Dämpfung auf und entlasten die Handgelenke. So gelingt eine gute Balance aus hoher Steifigkeit bei geringem Kraftaufwand. Allerdings haben Carbon-Skistöcke auch ihren Preis. Die Modelle liegen bei 100 bis 150 Euro. Herkömmliche Skistöcke gibt es bereits ab 25 Euro zu kaufen.

Trigger System von Leki und Skihandschuh mit eingenähter Schlaufe

Trigger System von Leki und Skihandschuh mit eingenähter Schlaufe

Urlaubstipp: Der Schnapsstock

Dass ein Skistock noch mehr kann, als beim Kurvenfahren zu helfen, beweisen einige Hersteller mit ihrem Schnapsstock. Dieser funktioniert genauso wie ein herkömmlicher Skistock, allerdings kann das Innenrohr des Schnapsstocks befüllt werden. Das Füllvolumen beträgt immerhin 0,2 Liter. Zum Stock wird außerdem ein Trichter mitgeliefert, um Getränke aller Art für den allseits beliebten Kurvengeist eingießen zu können. Damit ist der Schnapsstock vor allem im Skiurlaub ein gern benutzter Begleiter auf den Pisten.

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Bereits als Kind klebte ich mit meiner Nase am Küchenfenster und beschwor den rheinischen Winterregen, doch endlich zu Schnee zu werden. Mit den ersten Flocken ging´s dann hinaus, Autoski (bedingt empfehlenswert), Skihalle und die Wintersportarena Sauerland waren erste Lieblingsorte.

 
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