Skip to navigation Skip to main content
Skistöcke im Schnee

Was soll ich eigentlich mit diesem Skistock machen? Diesen Satz hört man immer wieder auf den Skipisten der Alpen – und das nicht nur von Kindern. Sind sie nun lästiger Ballast und erschweren uns Skifahrern das Leben oder haben Skistöcke insgeheim doch eine wichtige Aufgabe beim Skifahren? Snowplaza erklärt in diesem Skistock-Ratgeber, was Skistöcke bringen und warum sie beim Skifahren eingesetzt werden sollten. Außerdem zeigen wir, wie der richtige Stockeinsatz funktioniert und geben Tipps zur richtigen Haltung, zur Skistocklänge und zu verschiedenen Modellen. Eines können wir schon vorwegnehmen: Ja, Skistöcke sind beim Skifahren unerlässlich und eine echte Hilfe.

Kurz zusammengefasst

  • Wozu Skistöcke gut sind: Sie unterstützen Balance, Rhythmus und Kurvenfahrt, helfen beim Anschieben im flachen Gelände und erleichtern das Wiederanschnallen nach einem Sturz.
  • Stockeinsatz und Technik: Richtiger Stockeinsatz im Schwung (leichtes Antippen statt hartes Drücken) und eine entspannte Pendelbewegung verbessern die Bewegungskoordination und machen das Skifahren geschmeidiger.
  • Passende Länge und Modelle: Die ideale Länge ergibt sich, wenn beim Umdrehen des Stocks dein Ellbogen etwa 90°, lieber etwas mehr, gebeugt ist; moderne Materialien wie Carbon bieten Vorteile bei Gewicht und Dämpfung.

Deshalb sind Skistöcke beim Skifahren so wichtig

Nein, der Skistock ist kein Feind! Skistöcke sind ein wichtiger Teil der Skiausrüstung und helfen beim Kurvenfahren. Ein Skistock besteht aus einem Schaft, einem Teller und einem Griff mit Schlaufe. Der Griff dient der optimalen Kontrolle über den Skistock. Am Ende des Skistocks sorgt der Teller dafür, dass die Stockspitze nicht im Schnee verschwindet. Der Schaft ist der größte Bestandteil eines Skistocks und dient unter anderem der besseren Balance beim Skifahren oder als Anschubhilfe im flachen Terrain. Der richtig getaktete Stockeinsatz erfordert zwar etwas Übung und Koordination - doch wenn das Timing sitzt, steigt der Skifahrgenuss umso mehr. Und ganz nebenbei macht man damit eine elegantere Figur auf der Piste.

1. Mit Skistöcken sieht’s einfach schöner aus

Zunächst einmal etwas ganz Grundsätzliches: Ohne Skistöcke sieht Skifahren irgendwie unfertig aus, als hätten wir mindestens die Hälfte der Skiausrüstung beim Aufbrechen an einem herrlichen Skitag in der Ferienwohnung oder im Hotel vergessen. SkifahrerInnen ohne Skistöcke sehen komisch aus. Und wer es schon einmal probiert hat, der weiß, es fühlt sich auch genauso komisch an, wie es aussieht.

Skifahrerin
Der Skistock: Anfangs immer im Weg, aber irgendwann unersetzlich.

2. Skistöcke sind eine Anschiebe- und Stopphilfe

Die Skistöcke haben neben dem rein optischen Wert viele weitere (und wichtigere) Nutzen. Einer davon ist das Anschieben. Ähnlich wie SkilangläuferInnen können wir uns mithilfe unserer Skistöcke prima in der Ebene fortbewegen. Auch in der Liftschlange helfen sie dabei, unserem Vordermann nicht in den Rücken zu rutschen. Und auch beim Aufstehen nach einem Sturz unterstützen sie uns.

3. Das Skifahren wird geschmeidiger

Insbesondere beim Kurzschwung- und Tiefschneefahren benötigen Skifahrer einen guten Rhythmus. Wenn es gelingt, jeweils einen Skistock bei jedem Schwung vor jeder Kurve noch vorne, ungefähr bis zur Skispitze zu bringen, entstehen gleichmäßige und runde Bewegungen. Das Skifahren wird so geschmeidiger und macht mehr Spaß.

Ski und Skistöcke
Der richtige Einsatz der Skistöcke macht das Skifahren geschmeidiger.

4. Skistöcke erleichtern das Anlegen der Skier

Stell dir vor, du stürzt in einem steileren Hang, verlierst deine Ski und möchtest diese wieder anschnallen. Ohne Skistöcke wird dies oft sehr mühselig. Mithilfe der Skistöcke kannst du dich jedoch auch im steileren Gelände sicher abstützen und den Skischuh im richtigen Winkel wieder in die Bindung einrasten lassen.

5. Ein Skistock ist ideal für Übungen

SkilehrerInnen benutzen Skistöcke gerne als Übungsmaterial zum Skifahren lernen. So werden die Stöcke unter anderem horizontal mit ausgestreckten Armen vor dem Körper gehalten, um die richtige Haltung zu üben. Eine andere Übung ist das Kreisen beider Skistöcke um den Körper. So kann das Rhythmusgefühl beim Kurzschwung verbessert werden.

Der richtige Stockeinsatz beim Skifahren

Der Stockeinsatz wird bei jedem Schwung ausgeführt und erfolgt im Moment des Wechsels von Tiefbewegung zur Hochbewegung. Beispiel: Im Kurvenwechsel nach rechts erfolgt eine aktive Verlagerung des Körperschwerpunktes nach vorne oben. Dabei wird der Skistock etwa auf Höhe der rechten Skispitze kurz in den Schnee gesteckt. Tipp: Du musst den Skistock beim Stockeinsatz nicht fest in den Schnee drücken, leicht antippen genügt. So, als würdest du eine heiße Herdplatte berühren.

Die perfekte Haltung der Skistöcke

Um den Stockeinsatz gut und bequem ausführen zu können, ist es ratsam, ihn wie ein Pendel zu benutzen. Dafür fixierst du deine Skistöcke in der Kerbe zwischen Daumen und Zeigefinger und lässt ihn bei jedem Stockeinsatz nach vorne und wieder zurück pendeln. Das Stockpendel mit der kurzen „Herdplattenberührung“ wird dir zu einer besseren Vorlage im Kurvenwechsel und einem gleichmäßigen Rhythmus deiner Bewegung verhelfen. Wenn du den Dreh erstmal raus hast, dann steigt dein Können und damit meist auch die Freunde am Skifahren enorm.

Skistöcke im Schnee
Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Die optimale Skistocklänge

Die Faustregel lautet: Im Stand den Skistock umdrehen, direkt unter den Teller greifen und in dieser Position sollte dann in deinem Ellbogengelenk ein 90 Grad Winkel entstehen. Unser Tipp: Wähle den Skistock lieber etwas kürzer, sodass der besagte Winkel etwas mehr als 90 Grad misst. So vermeidest du, dass ein zu langer Skistock während der Pendelbewegung den Boden streift und somit den Stockeinsatz erschwert.

Skistockmodelle: Leki, Komperdell & Co.

Die meisten Skistöcke werden aus einem einfachen Aluminiumrohr hergestellt, haben verstellbare Schlaufen und sind bestens für den Skiurlaub geeignet. Der Nachteil ist allerdings, dass sich jene Skistöcke bei sportlicher Fahrweise entweder schnell verbiegen oder zu schwer sind. Passionierte Skifahrer sollten darauf achten, dass die Skistöcke kraftsparend sind und einen komfortablen Griff bieten. Die führenden Skistockhersteller auf diesem Gebiet sind Leki und Komperdell. Bei Freeridern ist Black Diamond sehr beliebt. Aber auch die gängigen Skihersteller (Atomic, Rossignol, Salomon) haben Skistöcke für alle Könnerstufen im Angebot.

Skistöcke aus Aluminium oder Carbon?

Immer mehr Skistöcke werden heutzutage aus Carbonfasern hergestellt. Carbon-Skistöcke sind nicht nur leichter als Aluminium, sondern weisen auch eine bessere Dämpfung auf und entlasten die Handgelenke. So gelingt eine gute Balance aus hoher Steifigkeit bei geringem Gewicht. Allerdings haben Carbon-Skistöcke auch ihren Preis. Die Modelle liegen bei 100,- bis 150,- €. Herkömmliche Skistöcke gibt es bereits ab 25,- € zu kaufen.

Urlaubstipp: Der Schnapsstock

Dass ein Skistock noch mehr kann, als beim Kurvenfahren zu helfen, beweisen einige Hersteller mit ihrem Schnapsstock. Dieser funktioniert genauso wie ein herkömmlicher Skistock, allerdings kann das Innenrohr des Schnapsstocks befüllt werden. Das Füllvolumen beträgt immerhin 0,2 Liter. Zum Stock wird außerdem ein Trichter mitgeliefert, um Getränke aller Art für den allseits beliebten Kurvengeist eingießen zu können. Damit ist der Schnapsstock hauptsächlich im Skiurlaub ein gern genutzter Begleiter auf den Pisten.

Melde dich für unseren Newsletter an!

Wintersportler in der Gondel

Bleib immer auf dem Laufenden mit den neuesten Skinachrichten, Insidertipps, Schneealarm, Schneehöhen, Wetter, Sonderangeboten, den besten Reisezielen und vielem mehr. Abonnieren jetzt unseren Snowplaza „Bergbrief“ Newsletter!

Abonniere den Snowplaza Newsletter

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Skistöcken

Wie lang müssen Skistöcke sein?

Die richtige Länge der Skistöcke hängt von deiner Körpergröße ab. Als Faustregel gilt:

  1. Stelle dich aufrecht hin, halte den Stock umgekehrt (Griff nach unten, Spitze nach oben).
  2. Greife unterhalb des Griffes, dort wo der Stock das Handgelenk stützt.
  3. Dein Ellbogen sollte dabei einen Winkel von etwa 90 Grad bilden.

Kurz gesagt: Skistöcke sollten so lang sein, dass der Ellbogen im rechten Winkel gebeugt ist, wenn du den Stock senkrecht hältst. Für die meisten FahrerInnen bedeutet das, dass der Stock leicht kürzer ist als die Körpergröße – bei kleineren FahrerInnen eher etwas kürzer, bei sehr dynamischen SkifahrerInnen manchmal etwas länger.

Wie wählt man seine Skistöcke aus?

Beim Auswählen von Skistöcken sollte man auf Länge, Material, Griff und Einsatzbereich achten: Die Länge wird so gewählt, dass der Ellbogen im rechten Winkel gebeugt ist, wenn man den Stock umgedreht hält. Aluminiumstöcke sind robust und günstig, Carbonstöcke leicht und vibrationsarm, dafür etwas empfindlicher. Ergonomische Griffe aus Kork oder Gummi und passende Handschlaufen sorgen für Komfort und sicheren Halt. Je nach Einsatzgebiet unterscheiden sich die Stöcke: kurze, wendige Stöcke eignen sich für Buckelpisten oder Freestyle, leichte Allroundstöcke für die Piste, und robuste, eventuell höhenverstellbare Stöcke mit großen Tellern für Tiefschnee oder Touren.

Ist es gut ohne Skistöcke zu fahren?

Ja, es ist grundsätzlich möglich, ohne Skistöcke zu fahren, besonders auf einfachen Pisten oder beim gemütlichen Carven. Allerdings bieten Skistöcke einige Vorteile: Sie helfen, das Gleichgewicht zu halten, den Rhythmus beim Schwung zu unterstützen, das Anschieben auf flachem Gelände zu erleichtern und Stürze besser abzufedern. Ohne Stöcke musst du mehr aus der Körpermitte und den Beinen arbeiten, was vor allem bei längeren Abfahrten oder schwierigem Gelände schneller ermüdet. Für AnfängerInnen kann es sinnvoll sein, zunächst mit Stöcken zu üben, um Technik und Koordination zu entwickeln, während erfahrene FahrerInnen auf kurzen, einfachen Strecken auch mal ohne Stöcke Spaß haben können.

Was ist wichtig bei Skistöcken?

Bei Skistöcken sind vor allem Länge, Material, Griff, Handschlaufe und Einsatzbereich wichtig:

  • Länge: Der Ellbogen sollte etwa 90° gebeugt sein, wenn der Stock umgedreht gehalten wird, damit die Hebelwirkung optimal ist.
  • Material: Aluminium ist robust und günstig, Carbon leicht und vibrationsarm, aber empfindlicher.
  • Griff und Handschlaufe: Ergonomische Griffe aus Kork oder Gummi sorgen für Komfort, die Schlaufen für sicheren Halt ohne Bewegungsblockade.
  • Einsatzbereich: Für Piste, Buckelpiste, Tiefschnee oder Touren eignen sich unterschiedliche Stocktypen (kurz, lang, verstellbar, große Teller).

Richtig ausgewählte Stöcke unterstützen Technik, Balance und Sicherheit beim Skifahren erheblich.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.