10. Februar 2018 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Pärchen-Skiurlaub am Kitzsteinhorn

Er wirft das Snowboard weg. Sie lässt sich auf der Piste auf den Hintern fallen, verschränkt die Arme und ist nicht mehr zum Weiterfahren zu bewegen. Schon ein gewöhnlicher Städtetrip oder ein Badurlaub am Strand kann für eine Beziehung Stress bedeuten. Doch gerade ein Skiurlaub birgt ein erhöhtes Konfliktpotential, vor allem dann, wenn einer der beiden Verliebten das Skifahren nur vom zufälligen Durchschalten vom ZDF Sportstudio kennt. Der Snowplaza Ratgeber hat Tipps und Lösungen für einen friedlichen Pärchen-Skiurlaub ohne Drama, auch wenn der Partner nicht Skifahren kann.

Das können Sie tun, wenn der Partner nicht Skifahren kann

Im Pärchen-Skiurlaub können Welten aufeinander treffen! Der Eine steht vermutlich auf Ski oder Snowboard, seit er laufen kann. Der Andere ist maximal ein paar Mal mit dem Schlitten im Stadtpark einen Berg hinunter gerodelt und bekommt schon ab einer Höhe von mehr als drei Metern Nasenbluten oder Schwindelanfälle, weil die Luft dünner wird. Wer bei dieser Kombination davon ausgeht, dass es zu Streitigkeiten im Skiurlaub kommen kann, ist gut vorbereitet. Noch wichtiger ist aber, wie man diese Konflikte lösen kann. Dann klappt's auch mit einem gelungenen Skiurlaub zu Zweit. Hier geht's zu den besten Skigebieten >

Pärchen-Skiurlaub in Obergurgl-Hochgurgl

Problem: Der Partner hat Angst vor dem Skifahren

Zugegeben, für einen Anfänger muss es schon eine furchteinflößende Vorstellung sein, einen Berg voller Schnee und Eis hinunter zu fahren, mit nichts als zwei dünnen Holzbrettern an den Füßen, die keine erkennbaren Bremsen haben. Und oftmals ist der Berg gefühlt so steil, dass, wenn der Skifahrer fällt, er als reißende Lawine ins Tal donnern wird. Wer als Erwachsener Skifahren lernt, hat viel mehr Ängste als Skifahrer, die Wintersport von Kindesbeinen an betrieben haben.

Lösung: Eigene Anfängerfehler und Peinlichkeiten offenbaren

Fallen gehört beim Skifahren dazu und sieht in der Regel nur spektakulär aus, wenn Schnee aufwirbelt und ein Ski zur Seite wegfliegt, tut aber nicht wirklich weh. Der erfahrene Partner kann zur Motivation des Anfängers von peinlichen, eigenen Anfängerfehlern, wie Stürzen oder aus dem Lift fallen, erzählen. Das entspannt die Stimmung im Skiurlaub und löst den Druck. Außerdem bietet es sich an, vom neuen Partner nicht zu viel zu verlangen und sie oder ihn einfach im eigenen Tempo Selbstbewusstsein entwickeln zu lassen.

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Problem: Der Partner will nicht in die Skischule

Süße kleine Vierjährige, die mit kurzen Beinen auf den Ski stehen und vorsichtige Bögen um Hasen und Eichhörnchen fahren. Und dazwischen der mehr als volljährige Partner mit schreiend gelber Signalweste. Da braucht Mann schon zugegeben ein ziemlich starkes Selbstvertrauen, um sich dabei vor seiner neuen Freundin immer noch wie einer zu fühlen. Vor allem, nachdem er zum zwanzigsten Mal von der Bauchlandung vom Lehrer wieder aufgerichtet worden ist.

Skischul-Unterricht im Alpbachtal

Lösung: Selbstbewusstsein aufbauen durch Komplimente

Tipp an die Frauen: Loben, loben und im Zweifelsfall lieber einmal zu viel loben! Gute Sätze hierfür: „Wow, ist das cool, wie du auf zwei sich nicht bewegenden Holzbretter aufrecht stehen kannst.“ Alternativ geht auch: „Ist ja unfassbar, wie gelenkig du bist. Wie hast du denn den rechten Ski hinter das linke Ohr gekriegt? Der Wahnsinn.“ Und ganz besonders wichtig ist, den Partner immer zu bestätigen: „Ja, ich hab's auch gesehen. Ja, der Pampersbomber kam auch wirklich völlig rücksichtslos von links angeschossen und hat dir die Vorfahrt genommen.“

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Problem: Der Partner überschätzt sein Können

Er kann nur so ungefähr den Unterschied zwischen einem Snowboard und einem Skistock erkennen und will schon auf die Streif oder gibt zumindest bei der Frage nach seinem Niveau „semiprofessionell“ an. Klingt vielleicht nach einem männlichen Problem. Doch sicher wollen auch Frauen gerne auf der Piste vor dem Partner etwas dick auftragen, anstatt als Idiot dazustehen. Vor allem bei Frischverliebten ist dieses Verhalten ein häufig beobachtbares Phänomen. Selbstüberschätzung gehört immerhin zu den häufigsten Ursachen für Skiunfälle.

Freestyle im Hochpustertal

Lösung: Aus Fehlern lernen lassen

Bloß nicht über die Skitechnik meckern! Wer clever ist, schweigt und lässt die Erfahrungswerte für sich sprechen. Denn wenn der Partner ein paar Mal mit dem Gesicht im Schnee gelegen oder sich fluchend die Piste wieder hinauf gekämpft hat, um den verlorenen Ski einzusammeln, wird er von alleine kleinlaut. Machen Sie heimlich ein paar Bilder davon. Die wenig rühmlichen Beweisfotos können später noch sehr nützlich sein. „Geh mit mir zum Adele-Konzert oder ich zeig deinen Kumpels, wie du aus dem Kinderlift gefallen bist.“

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Problem: Die Partnerin traut sich nicht in den Skilift

Frauen sind sehr flexibel, wenn es um Ausreden geht. Das haben Männer wohl mittlerweile auch erkannt. Und besonders flexibel werden sie, wenn es um ein Gefährt geht, dass Frau in derart schwindelerregende Höhen transportieren soll, dass dort oben schon die Adler kreisen und das Ende der Piste in der Wolkendecke verschwindet. (Die Rede ist hier natürlich von der blauen Piste mit Zauberteppich für Kinder). Also, zuerst wird ihrer Liebsten kalt sein, dann hat sie Durst und anschließend muss sie auf's Klo. Und zur Sicherheit, wenn beide dann startklar sind, zwei Minuten später noch einmal.

Schwärzenlifte

Lösung: Ablenkung durch Schokolade

Augen verbinden und einfach in den Skilift setzen, ist natürlich eine Option. Empfiehlt sich aber nicht unbedingt, wenn der erste gemeinsame Skiurlaub nicht auch gleich der Letzte gewesen sein soll. Eine sanfte Alternative wäre das Austricksen. Spielen Sie den Fürsorglichen, holen Sie ihr eine heiße Schokolade, damit sie sich nach den vollbrachten Strapazen erholen kann und bitten Sie an der Bar um einen kleinen Schuss in das Heißgetränk. Das steigert die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und das Toleranzniveau für freischwebende Transportmittel.

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So verhindern Sie weitere Konflikte im Skiurlaub

Wichtigster Punkt: Skigymnastik. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sollten ihre Körper auf die bevorstehende Belastung vorbereiten. So ist sicher gestellt, dass der Skianfänger seinen Ärger über die angeblich schlimmen Schmerzen nicht am Profi auslässt. Und wer mit dem Skianfänger-Partner in den Skiurlaub fährt, sollte vielleicht ein Skigebiet auswählen, bei dem man nicht gleich aus einem Helikopter springen muss. Der Partner soll schließlich auch beim nächsten Skiurlaub noch freiwillig mitfahren wollen. Und ansonsten gilt einfach: Locker bleiben und Spaß haben! Hier geht es zu den Top 10 Skigebiete für Anfänger >

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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