18. Januar 2019 Von: Sarah in 'Après-ski'' | 0 Kommentare

Rein in die Après-Ski-Bar, gute Musik hören, mit netten Leuten ein paar Getränke zu sich nehmen und danach ab nach Hause, damit man am nächsten Morgen erholt und frisch aus den Federn springen kann, um die Skipisten zu stürmen. Jaaa… schon mal beim Après-Ski gewesen? Denn genau so wie gerade beschrieben läuft es dabei nämlich nicht ab. Stattdessen gibt es die 10 Après-Ski-Phasen, die jeder kennt und die jeder eigentlich gerne verdrängen möchte. Aber keine Chance, wir von Snowplaza erinnern euch dran.

1. Die „Umziehen-oder-nicht?“-Phase

Kein Bier vor vier heißt eigentlich die Regel, aber irgendwo auf der Welt ist sicher vier Uhr, weshalb im Skiurlaub schon durchaus früh mit dem Trinken angefangen wird. Und dann ist irgendwann die Stimmung schon so gelöst und die Après-Ski-Musik ist so gut, dass Skifahrer eigentlich gar keine Lust haben, jetzt noch in die Unterkunft zu gehen, um sich umzuziehen. Es erscheinen der Engel und der Teufel auf der Schulter und einer sagt „Umziehen“ und der andere sagt „Na, lass doch.“

2. Die 50 Minuten „Das macht Spaß“-Phase

Die Musik ist gut, man hat noch Platz, sich zu bewegen, die Stimmung ist ausgelassen und der Nachschub der Getränke läuft noch reibungslos. Vielleicht hat der eine oder andere ja auch schon jemanden in der Menge entdeckt, mit dem er sich etwas vorstellen könnte. Diese Phase sollten Skifahrer und Snowboarder unbedingt genießen und auskosten, denn das Zeitfenster ist sehr begrenzt (siehe folgende Phasen).

3. Die „Mir ist heiß“-Phase

Verdammt, hätte man bloß nicht auf den Teufel gehört. Die Skijacke plus Sweatshirt plus T-Shirt plus Unterhemd werden irgendwann doch ein bisschen warm und spätestens, wenn es zu späterer Stunde voll wird in den Après-Ski-Hütten, schmoren Skifahrer im eigenen Saft. Legt man dann die Jacke irgendwo ab, ist die Chance groß, sie in diesem Leben nicht mehr wiederzufinden, weil natürlich sämtliche Skifahrer in diesem Skiort plötzlich die gleiche Jacke haben müssen.

4. Die „Gott, nervt mich diese Musik“-Phase

Der DJ hat sich entweder mit der Kellnerin verzogen oder ist seit Stunden draußen, um eine zu rauchen, aber zumindest läuft in der Oldschool Winamp Playlist nun Schifoooan zum 78sten Mal und langsam fängt es an, zu nerven. Da gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder schnell den eigenen Pegel anpassen, damit es wieder lustig wird oder nach Hause gehen. Ihr könnt ja mal schätzen, wie oft letztgenannte Option schon vorgekommen ist …

5. Die „Die Runde geht auf mich“-Phase

Gefährlich. GANZ gefährlich. In dieser Phase haben Alkohol und Partystimmung den gesunden Menschenverstand leider in die nächste Gletscherspalte geschmissen und haben jetzt die Kontrolle übernommen. Das heißt: Der jeweilige Skifahrer hält nun sämtliche Menschen im Club für seine besten Freunde und will unbedingt seine Liebe beweisen. Riskant wird es besonders dann, wenn die Menschen, die man mal für seine Freunde hielt, plötzlich zu Aasgeiern werden.

6. Die „Hä, warum springt mich der Fußboden an?“-Phase

Der letzte Jägermeister muss wohl schlecht gewesen sein, denn anders können sich Skifahrer nicht erklären, warum sich plötzlich das Mobiliar auf sie zu bewegt. Da hilft die Variante nach Hause gehen (siehe oben – macht aber eh keiner) oder eben ein kurzes Nickerchen, mit dem Kopf gegen die nächste Box gelehnt. Und sich dann am nächsten Morgen wundern, wo der Tinnitus herkommt.

7. Die „Welches Überbleibsel nehme ich denn jetzt mit?“-Phase

Nach dem kurzen Power-Schläfchen in der Vertikalen stellt der Skifahrer erschrocken fest, dass sich die Après-Ski-Bar leert und dass noch keine Gesellschaft für die Nacht gesichert worden ist. Im Volksmund wird diese Situation übrigens auch als Reste-Rampe bezeichnet. Jedenfalls beginnt dann der hektische Angriff auf alles, was im Club noch auf zwei Beinen stehen kann und einen Puls hat. Weitere Kriterien werden außenvor gelassen.

8. Die „Wie heißt du doch gleich?“-Phase

Die Nacht war kurz, aber ereignisreich und irgendwo auf der Strecke sind so unwichtige Details wie Vornamen einfach abhandengekommen. Passiert ja schon mal. Vorteil: Wer nach dem Vornamen der/des anderen fragen muss, muss anschließend sicher nicht mehr fragen, ob derjenige noch zum Frühstück bleiben will. Übrigens, wer nicht im eigenen Bett aufwacht, verwendet typischerweise den Begriff der „Walk of Shame“-Phase.

9. Die „Gott, kann mich eine gnädige Seele umbringen?“-Phase

Eine gütige halbe Minute nach dem Aufwachen war man ja noch so naiv und dachte, der Kater würde nicht einsetzen. Dann kommt er allerdings mit der Macht der Roten Armee und selbst die Meisen draußen vor dem Fenster erreichen gefühlt die 160 Dezibel. Leider entspricht der Weg zu den Freunden mit dem Kaffee und dem Konterbier im Nebenzimmer einer unüberbrückbaren Distanz, sodass der jeweilige Skifahrer einfach im Bett liegen bleibt und auf sein Ableben wartet.

10. Die „Shit, was hab ich gemacht?“-Phase

Traumatische Erlebnisse sollen ja im Gehirn Flashbacks auslösen – im Fall der Après-Ski-Phasen übernehmen das die eigenen Freunde. Da wird dann in den schönsten Farben ausgemalt, was das eigene Gehirn gnädigerweise erfolgreich verdrängt hatte. Aber ein Gutes hat es, zumindest weiß man so, in welcher Après-Ski-Bar man sich nie wieder blicken lassen kann.

Schön übrigens auch der Wiedereinstieg in die vermieften Skiklamotten von letzter Nacht. Herzlichen Dank, Teufelchen!

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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