8. Juni 2018 Von: Marlene in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Sobald die Skigebiete im Frühling schließen, wartet der eine oder andere Wintersportler schon ungeduldig auf die kommende Skisaison. Manch einer fährt vielleicht auf den Gletscher, um die Zeit bis zum Winter zu überbrücken, andere fliegen auf die Südhalbkugel zum Skifahren. Alles nur, um ein bisschen Schnee unter den Skiern oder unter dem Snowboard zu spüren. Doch wer sagt eigentlich, dass man zwingend Schnee zum Skifahren braucht? Im Sommer treffen sich begeisterte Wintersportler auch manchmal auf Sandhügeln. Snowplaza verrät Ihnen, warum Sie Sand-Skifahren unbedingt mal ausprobieren sollten und wo das auch in Deutschland möglich ist.

Skifahren & Snowboarden auf Sand, nicht auf Schnee

Sandskifahren ist, wie der Name schon sagt, ähnlich wie Skifahren - nur eben ohne Schnee. Statt Schnee befindet sich nämlich tatsächlich Sand unter den Brettern. Alles, was dafür benötigt wird ist ein Berg aus Sand. Entsprechende Voraussetzungen erfüllen entweder die Dünen in der Wüste oder eigens aufgeschüttete Sandhügel wie der Monte Kaolino in Deutschland. Wer also auf den Wintersport auch im Sommer nicht verzichte möchte, findet im Sandskiing vielleicht ein vergleichbares Sommer-Hobby. Allerdings sollte man nicht unbedingt die neue Ski-Ausrüstung für die kommende Wintersaison mit auf den Sandberg nehmen ...

Sandskifahren in Peru

Sandskifahren: So geht's!

Das Skifahren oder Snowboarden im Sand ist technisch nicht vergleichbar mit dem Skifahren auf einer präparierten Piste. Der Sand hat eine ganz andere Konsistenz und ähnelt vielmehr nassem Tiefschnee. Beim Hinunterwedeln sinkt man zwar nicht tief ein, dennoch ist das Gewicht auf dem Ski oder Snowboard zu spüren. Mit viel Kraft, hochgezogenen Skispitzen und einer entsprechenden Vorwärtsbewegung lassen sich jedoch auch im Sand schöne Kurven den Sandhügel hinunterziehen. Die ersten Abfahrten sind sicher noch mühsam doch mit der Zeit kommt die Gewohnheit und dann geht es auch Anfängern bald schon viel besser. Weil Stürze im Sand wehtun können, sollte man außerdem auch im Hochsommer besser auf lange Bekleidung zurückgreifen.

Skifahren in der Wüste in Namibia

Sandskiing ist zum Beispiel in Namibia möglich. Dabei kommt einem beim Gedanken an Namibia vieles in den Sinn, aber ans Skifahren hat bisher bestimmt noch niemand gedacht. Der Staat im Süden Afrikas besteht zu einem Großteil aus Wüste. Auch wenn es in der Wüste nachts oft zu eisigen Minusgraden kommt, ist von schneebedeckten Bergen, wie sie auf der Südhalbkugel durchaus auch zu finden sind, weit und breit keine Spur. Stattdessen gibt es das Angebot zum Wüstenskifahren. Ski Namibia bietet geführte Touren in die Dünen an. Genauso bieten unter anderem auch die Vereinigten Arabischen Emirate in Dubai und die Wüste um Huacachina in Peru Möglichkeiten zum Sandskiing. Ob mit speziell gewachsten Skiern und Snowboards oder auf dem Schlitten - im heißen Wüstensand geht es ganz sicher rasant nach unten.

Sand-Skifahrer in Namibia

Skifahrerin genießt die Sandabfahrt

Sandskigebiet Monte Kaolino in Deutschland

Wer sich im Sand-Skiing versuchen möchte, muss nicht unbedingt bis nach Namibia fliegen. Zum Skifahren in Sommer in Deutschland gibt es zum Beispiel einen aufgeschütteten Sandberg. So können sich begeisterte Wintersportler am Monte Kaolino in Bayern austoben. Mit dem Lift geht es auf den 120 Meter hohen Sandhügel hinauf und anschließend auf Skiern oder dem Board über die 160 m lange Sandabfahrt rasant hinab ins Tal. Alternativ lohnt sich eine Fahrt mit der Sommerrodelbahn Monte Coaster.

Sandski-EM in Deutschland

Doch Sandskifahren ist nicht nur ein verrücktes Hobby für fanatische Wintersportler, die nicht wissen, wie sie den Sommer in Deutschland ansonsten verbringen sollen. Sandskifahren ist vielmehr eine eigene Sportart und es gibt verschiedene Wettkämpfe und Meisterschaften. So fand am Monte Kaolino im vergangenen Sommer bereits die 25. Sandski-Europameisterschaft statt. Um daran teilzunehmen, musste man allerdings kein Profi sein. Sandskiing ist schließlich eine Spaßsportart und auch bei der EM steht die Freude der Teilnehmer immer im Vordergrund.

Telemark-Skifahrer am Monte Kaolino

Snowboarder fährt Parkour im Sand

Skifahrer genießt Ausblick auf Sanddüne

Grasskifahren als Alternative zum Sandskifahren

Wer keinen Sandhügel, aber einen steilere Wiesenfläche vor der Haustür hat, kann mit speziellem Equipment auch auf Gras Ski fahren. Die "Ski" haben mit den Skiern, die wir aus dem Winter kennen, allerdings nicht mehr viel zu tun. Es gibt keinen einfachen Belag, denn der würde auf den Grünflächen nicht rutschen. Stattdessen ähneln die Skier eher kleinen Kettenfahrzeugen und funktionieren auch so ähnlich. Ein Band läuft um mehrere Rollen und ermöglicht so das Vorwärtskommen auf der Wiese. Auch beim Kurvenfahren funktioniert das Grasskifahren deshalb etwas anders. Ausprobieren sollte man es trotzdem mal.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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