26. Juli 2016 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

(c) grasski.at

Lust auf Skifahren, aber weit und breit keine einzige Schneeflocke zu sehen? Im Zuge des Klimawandels erleben Skifahrer und Snowboarder vor allem in tiefergelegenen Skigebieten im Mittelgebirge die Enttäuschung, am Urlaubsort anzukommen und dort grüne Wiesen vorzufinden. Da hilft Grasski! Denn auch im Frühling, Sommer und Herbst sausen die Anhänger dieser Sportart auf Ski die Hänge auf der grünen Wiese hinunter - zwar ohne Schnee, aber dafür mit richtig Tempo. Snowplaza erklärt was Grasski eigentlich ist, wie es funktioniert, und was es beim Skifahren auf Gras in Sachen Skitechnik und Ausrüstung zu beachten gibt.

Die wichtigsten Informationen zum Skifahren auf Gras

Skifahren auf Gras entstand in den 1960iger Jahren in Deutschland, um Winterskifahrer die Möglichkeit zu geben, auch in schneefreien Jahreszeiten zu trainieren. So richtig konnte sich die Trainingsmethode aber nicht durchsetzen, stattdessen spezialisierten sich Fahrer auf Grasski und bald fanden erste nationale und internationale Wettkämpfe statt. Im Grasski werden die Disziplinen (Riesen-)Slalom, Super-G, Super-Kombination ausgetragen. Die nächste Weltmeisterschaft wird 2017 in Kaprun stattfinden. Die Bewegungen sind denen im alpinen Skilauf sehr ähnlich, obwohl die Umgewöhnung auf Grasski etwas schwer fallen kann, da die Ski weniger gleiten als auf Schnee und der Boden holpriger ist.

Unterschiede zwischen Grasski und alpinem Ski

Erwartet Skifahrer und Snowboarder im Winter eine wunderschöne und vor allem noch unberührte, glatte, weiße Fläche, nicht so Grasskifahrer. Anstatt sanftem Dahingleiten wird der Körper bei jedem Schlagloch und jeder Bodenwelle heftig durchgeschüttelt. Auch ein Sturz ist beim Grasski ungleich schmerzhafter als auf Schnee, wo man nach dem Fall vielleicht noch ein paar Meter weiter rutscht. Beim Grasski jedoch kann ein Sturz auf schon mal auf einem Stein enden und der Sportler erleidet Schürfwunden oder Platzwunden. Weitere Unterschiede liegen in der Skitechnik, da man im Sommer keinen Schneepflug fahren und auch nicht abrupt bremsen kann. Die Grasski rollen stattdessen aus.

Ausrüstung der Skifahrer beim Grasski

Grasski bestehen aus einer Laufschiene, die mit Rollelementen kombiniert ist, ähnlich wie bei einem Panzer. Der Grasskifahrer rollt die Hänge hinunter. Da die Laufschiene leicht mit Gras und Erde verschmutzt, haben Skifahrer beim Grasski immer eine Flasche Spülmittel für die Reinigung dabei. Die maximale Höhe eines Grasski beträgt 12 Zentimeter, die maximale Länge knapp 1 Meter. Wie beim alpinen Skilauf tragen die Skifahrer Rückenprotektoren und Skihelme, Skistöcke gehören ebenfalls zur Skiausrüstung. Zwar tragen Grasskifahrer die gleichen Skischuhe wie Skifahrer im Winter, doch der Grasski besitzt keine Sicherheitsbindung, die in Ernstfällen auslöst. Der Grasski bleibt also auch bei Stürzen am Fuß. Zum Grasski-Hersteller >

Wo wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz Grasski gefahren?

Die Hochburg von Grasski in Deutschland ist Nordrhein-Westfalen. In Burbach und im nahe gelegenen Altenseelbach wird Grasski im Verein betrieben. In Burbach ist die Piste etwa 600 Meter lang, denn durch die warmen Temperaturen und den unebenen Untergrund ist die Abfahrt anstrengend genug. In Niederösterreich können Grasskifahrer in Schwarzenbach bei Wiesenfeld trainieren, im Burgenland in Bad Tatzmannsdorf/Rettenbach. In der Steiermark fährt man Grasski in Gaal/Knittelfeld und auch in Kaprun können Grasskifahrer trainieren. In der Schweiz gibt es derzeit die Trainungsorte Bömmeli / Urnäsch AR, Escholzmatt / Marbach und Goldingen SG / im Goldingertal.

Grasskifahren im Mittelgebirge

Grasskifahren im Mittelgebirge

Welche Vereine bieten in Deutschland Grasski an?

Obwohl Grasski im Vergleich zu alpinem Ski eher ein Nischensport ist, gibt es trotzdem einige Vereine in Deutschland, die regelmäßige Trainings anbieten. Das Training der Grasskimannschaft vom Westdeutschen Skiverband findet dienstags und mittwochs in Neunkirchen-Altenseelbach statt. Auch der SC Rückershausen in Bad Laasphe-Feudingen im Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen ist ein aktiver Verein des Grasski. Weitere Möglichkeiten bieten der SC Hohenseelbachskopf und der SC Burbach. Es ist also deutlich zu erkennen, dass der Schwerpunkt der Grasski-Sportart in Nordrhein-Westfalen liegt.

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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