18. April 2017 Von: Marlene in 'Material'' | 0 Kommentare

Gerade am Wochenende und in der Ferienzeit sind die Skigebiete gut gefüllt. Auf der Piste erreichen die Skifahrer außerdem immens hohe Geschwindigkeiten. Trotz aller Voraussicht kommt es dabei zu selbst verschuldeten Unfällen und Zusammenstößen mit Fremdeinwirkung. Häufig gehen Stürze glücklicherweise glimpflich aus, manchmal bleiben folgenschwere Verletzungen zurück. Auf dem Weltkongress für Skisicherheit wird ab heute darüber diskutiert, wie das Skifahren noch sicherer werden könnte. Snowplaza stellt im Zuge dessen Ausrüstungs-Erweiterungen vor, die für mehr Sicherheit auf der Piste sorgen könnten.

So könnte Skifahren sicherer werden

Zu den häufigsten Skiverletzungen gehört der Kreuzbandriss im Knie, gefolgt von Schulter- und Kopfverletzungen. Trotzdem kommt es beim Skifahren zu weniger Verletzungen als zum Beispiel beim Fußballspielen. Damit der Skisport trotzdem noch sicherer wird und die Zahl der Verletzungen zurückgeht, trifft sich im April der Weltkongress zur Skisicherheit in Innsbruck. 150 Experten diskutieren über Maßnahmen, wie das Skifahren durch die Ausrüstung weniger gefährlich werden könnte. Schließlich ist der Sport an der frischen Luft für das Herz-Kreislaufsystem und auch für die Muskulatur durchaus gesund.

1. Spezielle Bindungen für Frauen

Die Bindung wird über den sogenannten Z-Wert eingestellt. Der Z-Wert beschreibt den Wert, bei dem die Bindung bei Belastung auslöst. Berechnet wird der Auslösewert durch das Gewicht, die Größe und die Selbsteinschätzung des Fahrkönnens. Das Verfahren ist bei Männern und Frauen gleich. Trotzdem lösen die Bindungen bei Frauen seltener aus. Dadurch kommt es bei weiblichen Skifahrern häufiger zu Knieverletzungen. Um die Anzahl der Verletzten zukünftig zu reduzieren, denken die Teilnehmer am Weltkongress für Skisicherheit deshalb über spezielle Damenbindungen nach.

2. Gedämpfte Helme aus dem Rennsport

Der Helm gehört auf der Piste mittlerweile zur Standardausrüstung. Doch im Segment der Helme gibt es nicht nur große Preis-, sondern ebenso große Qualitätsunterschiede. Die aerodynamischen Skihelme, die bei Rennläufen eingesetzt werden, sind mit einer speziellen Dämpfung ausgestattet. Für noch mehr Schutz im Bereich des Gesichts sorgen außerdem Fullface-Konstruktionen, die ähnlich wie ein Motorradhelm den kompletten Kopf schützen oder ein abnehmbarer Kinnschutz.

3. Airbags für Freizeitskifahrer

Im Profibereich etablieren sich die Ski-Airbags nach und nach. Jetzt könnten die dünnen Westen auch bald auf der Piste zu sehen sein. Im komprimierten Zustand fällt die zusätzliche Schicht kaum auf. Kommt es jedoch zu einem Sturz, füllen sich die Kammern um den Rücken, die Brust und im Bereich der Schultern in Sekundenbruchteilen mit Luft. Bei einem Sturz werden die empfindlichen Partien besser vor Verletzungen geschützt. Bis zu 85% der Kraft des Aufpralls soll dadurch abgefangen werden können. Ausgelöst wird die Weste scheinbar durch einen aufwändigen Logarithmus, der Geschwindigkeit und GPS-Daten miteinander in Verbindung setzt.

Verletzungen beim Skifahren vorbeugen

Verletzungen lassen sich durch eine entsprechende Sicherheitsausrüstung zwar reduzieren, aber nicht völlig ausschließen. Neben der Schutzkleidung spielen deshalb auch eine realistische Selbsteinschätzung des eigenen Fahrkönnens, eine vorausschauende Fahrweise und ein gutes Aufwärmprogramm eine große Rolle. Um Verletzungen vorzubeugen, sollte die Muskulatur bereits vor der ersten Abfahrt mobilisiert und warm sein. Außerdem ist der entsprechende Muskelaufbau schon vor der Saison sehr wichtig. Am besten lässt sich die Muskulatur durch Skigymnastik trainieren.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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