Du brauchst eine neue Skijacke für den Winter 2026/2027? Auch bei den Herren gibt es in dieser Saison eine große Auswahl. Dezente Farben wie Braun, Sand und Dunkelgrün stehen neben verschiedenen Blautönen und auffälligerem Colorblocking. Gleichzeitig werden die Passformen weiter und wir sehen immer mehr Einflüsse aus der Snowboard- und Streetwear-Welt. Wir haben uns die neuen Kollektionen angesehen und sieben Herren-Skijacken ausgewählt, die uns durch ihren Look, ihre technischen Eigenschaften, ihre Passform oder eine gelungene Kombination daraus auffallen.
Kurz zusammengefasst
- Blau, Braun, Sand, Grün und Grau spielen bei den Herrenkollektionen für den Winter 2026/2027 eine große Rolle.
- Weitere und lockere Passformen sind längst nicht mehr nur für Snowboarder und Freestyler gedacht.
- Unsere Favoriten reichen von erschwinglichen Allround-Skijacken bis zu technischen 3-Lagen-Shelljacken.
Das sind die Trends bei Skibekleidung für Herren im Winter 2026/2027
Auch bei den Herren verschwimmt die Grenze zwischen Skibekleidung und Alltagsmode. Skijacken werden weiter, kürzer oder auch etwas länger, und der Snowboard-Look hält bei Skifahrern immer häufiger Einzug. Der Oversize-Trend, den wir schon seit einigen Wintern beobachten, setzt sich damit deutlich fort. Protest setzt in der neuen Kollektion beispielsweise ausdrücklich auf Crossover-Looks und Anoraks, während auch bei anderen Marken lockere Passformen weit verbreitet sind.
Bei den Farben wird es gleichzeitig etwas dezenter. Braun, Beige, Sand, Olivgrün und Grau passen zu „Nature’s Palette“, während Blau von hell bis dunkel wieder häufig vertreten ist. Auch melierte Stoffe sehen wir öfter. Dem gegenüber stehen kräftigeres Colorblocking und technische Modelle, deren Look besonders clean bleibt. Du musst diesen Winter also keineswegs in einer braunen Baggy-Jacke Ski fahren, um voll im Trend zu liegen.
Montec Arch: technisch stark in Metal Blue
Die Arch von Montec steht unserer Meinung nach genau für die Kombination aus technischer Leistung und modernem Look, die sich viele Wintersportler wünschen. Wir entscheiden uns für die Variante Metal Blue/Black. Blau ist diesen Winter ohnehin stark vertreten, und diese Kombination ist auffällig, ohne dass du gleich in einer knallblauen Jacke auf der Piste stehst. Die Arch ist etwas weiter geschnitten und hat einen leicht verlängerten Rückensaum, wodurch sie auch gut zu den lockereren Passformen dieser Saison passt.
Auch technisch bekommst du für 229,90 € einiges geboten. Die Arch hat eine Wassersäule und Atmungsaktivität von 20.000 mm/20.000 g, vollständig versiegelte Nähte und eine helmkompatible Kapuze. Die gefütterte Ausführung hat eine Comfortemp-Isolierung von 60 g/m² im Körperbereich und 40 g/m² in den Ärmeln und der Kapuze. Belüftungsreißverschlüsse unter den Armen sorgen dafür, dass du überschüssige Wärme wieder loswerden kannst. Außerdem gibt es eine Shell-Version für alle, die lieber selbst mit mehreren Kleidungsschichten arbeiten.
Unser Kollege Mike in der Montec-Arch-Skijacke: Das sind einige Details
Protest PRTDrifter: locker, ohne extrem baggy zu sein
Du möchtest eine lockerere Skijacke, aber sie soll nicht gleich so auffällig? Dann finden wir die PRTDrifter von Protest einen schönen Kompromiss. Die Jacke hat eine lockere Passform und einen etwas kürzeren Schnitt. Besonders in Bamboo Beige oder Moonstone Grey passt sie gut zu den ruhigen Naturtönen, die wir diesen Winter häufig sehen.
Die PRTDrifter stammt aus der PVRE-Green-Serie und hat eine Wassersäule und Atmungsaktivität von 10K/10K. Die Nähte sind vollständig versiegelt, und auch die Reißverschlüsse sind wasserabweisend. Zudem bekommst du Belüftungsreißverschlüsse unter den Armen, einen Schneefang, eine Brillentasche und eine fest angebrachte Kapuze, die gut über einen Skihelm passt. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 199,99 €.
Picture Object: ein Allrounder in den Farben dieses Winters
Die Object ist eine dieser Jacken, die keinem einzelnen extremen Trend folgt und deshalb problemlos mehrere Winter lang getragen werden kann. Picture bringt sie in dieser Saison unter anderem in Pure Cashmere, Shitake, Camel Coffee und Capri Breeze heraus. Besonders die braunen und sandfarbenen Ausführungen passen gut zur trendigen „Nature’s Palette“.
Die technischen Eigenschaften können sich ebenfalls sehen lassen: eine Dryplay-20K/20K-Membran, eine Isolierung von 60 g/m², Belüftungsöffnungen und ein Schneefang. Das Außenmaterial besteht aus zirkulär verarbeitetem Polyester aus Textilabfällen. Die Passform ist gerade und etwas länger, sodass sich die Object sowohl auf der Piste als auch bei einem Tag im Tiefschnee gut macht. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 349,90 €.
Peak Performance Gravity GORE-TEX 3L: für alle, die eine technische Hardshelljacke suchen
Nicht jeder möchte eine gefütterte Skijacke. Wer viel Ski fährt, regelmäßig abseits der Piste unterwegs ist oder einfach gern selbst bestimmt, wie viele Schichten er trägt, ist mit dieser Hardshelljacke besser beraten. Dafür finden wir die Gravity GORE-TEX 3L von Peak Performance eines der interessantesten Modelle in dieser Auswahl. In Sierra Sand wirkt eine ziemlich technische Jacke außerdem überraschend dezent.
Technisch spielt diese Jacke allerdings gleich in einer anderen Liga. Die dreilagige GORE-TEX-Konstruktion ist ungefüttert, vollständig versiegelt und hat eine Wassersäule von über 28.000 mm. Die Kapuze passt über einen Helm, es gibt Belüftungsreißverschlüsse und einen fest angebrachten Schneefang, und auch ein RECCO-Reflektor ist vorhanden. Diese Jacke ist vor allem für Wintersportler gedacht, denen Leistung wichtiger ist als eine dicke Fütterung. Mit 650,- € ist der Preis wirklich hoch, dafür bekommst du aber auch einiges geboten.
Icepeak Denison: viel Skijacke für 199,99 €
Eine gut ausgestattete Skijacke muss nicht gleich vier- oder fünfhundert Euro kosten. Deshalb finden wir die Denison von Icepeak eine schöne Ergänzung für diese Auswahl. Sie ist eine ungefütterte Shelljacke mit einer recht dezenten, regulären Passform. Besonders Dark Green passt gut zu den natürlichen Trendfarben dieser Saison.
Die Denison hat eine Wassersäule und Atmungsaktivität von 10.000, vollständig versiegelte Nähte und eine helmkompatible, in zwei Richtungen verstellbare Kapuze. Auch ein herausnehmbarer Schneefang, Belüftung und ein leicht verlängerter Rückensaum sind vorhanden. Für 199,99 € ist sie damit eine interessante Option für alle, die lieber selbst mit verschiedenen Kleidungsschichten unter ihrer Jacke arbeiten.
Helly Hansen Garibaldi 2.0: Grau ist plötzlich viel weniger langweilig
Grau klingt vielleicht nicht nach der spannendsten Wahl für eine neue Skijacke, aber die Ausführung Grey Melange der Garibaldi 2.0 zeigt, warum melierte Materialien diesen Winter auffallen. Die Struktur verleiht einer einfarbigen Jacke deutlich mehr Tiefe und hebt sie ein wenig von gewöhnlichem Schwarz oder Dunkelblau ab. Helly Hansen führt Grey Melange außerdem als weitere Farbe unter den neuen Skiartikeln für Herren.
Die Garibaldi 2.0 ist für lange Skitage gemacht und kombiniert HELLY TECH Professional mit 60 Gramm PrimaLoft Black Eco-Isolierung. Das H2Flow-System unterstützt die Temperaturregulierung. Zudem hat die Jacke unter anderem eine helmkompatible Kapuze, einen RECCO-Reflektor, einen verstellbaren Schneefang und LIFE POCKET+, das den Akku deines Smartphones bei niedrigen Temperaturen länger schützen soll. Der Preis beträgt 450,- €.
2117 of Sweden Grubban: sportliche Skijacke mit Merinowolle
Mit ihrer schönen grünen Farbe und der matten Oberfläche hat die Grubban von 2117 of Sweden einen sportlichen, modernen Look. Das Stretchmaterial sorgt für gute Bewegungsfreiheit. Doch diese Skijacke hat mehr zu bieten als nur ihr Aussehen.
Die leichte Füllung aus Merinowolle sorgt für eine gute Isolierung, ohne dass sich die Jacke schwer anfühlt. Gleichzeitig bleibt das Material atmungsaktiv, was besonders angenehm ist, wenn du den ganzen Tag aktiv auf der Piste unterwegs bist. Wird es doch zu warm, helfen die Belüftungsreißverschlüsse. Die verstellbare Passform, praktische Taschen und der abnehmbare Schneefang machen die Jacke komplett. Eine vielseitige Wahl sowohl für sportliche Skitage als auch für kalte Wintertage. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 309,- €.
Welche Skijacke passt zu dir?
Lass dich vor allem von Farben und Trends inspirieren, aber achte bei der Wahl einer Skijacke zuerst darauf, wie du sie verwenden wirst. Wenn du hauptsächlich eine Woche pro Jahr auf der Piste Ski fährst, hast du andere Anforderungen als jemand, der mehrere Wochen pro Winter in den Bergen verbringt oder regelmäßig im Tiefschnee unterwegs ist.
Auch die Wahl zwischen einer gefütterten Jacke und einer Shelljacke ist wichtig. Eine gefütterte Skijacke ist unkompliziert: Thermobekleidung und gegebenenfalls eine Midlayer-Schicht darunter und du bist startklar. Eine Shelljacke bietet mehr Freiheit, selbst Schichten hinzuzufügen oder wegzulassen, und ist dadurch bei stark wechselnden Temperaturen vielseitiger.
Bei der Passform gibt es diesen Winter erfreulicherweise eine große Auswahl. Reguläre Passformen gibt es weiterhin, aber lockere und Oversize-Schnitte sind deutlich wichtiger geworden. Eine weitere Jacke ist also längst nicht mehr automatisch eine Snowboardjacke.
Worauf solltest du beim Kauf einer Skijacke achten?
Achte neben der Passform auf die Wasserdichtigkeit, Atmungsaktivität und Verarbeitung der Nähte. Für den durchschnittlichen Freizeitskifahrer auf der Piste können 10.000 mm völlig ausreichen. Wenn du viel Ski und Snowboard fährst, häufig abseits der Piste unterwegs bist oder bei nassem Schneefall mehr Schutz möchtest, sind 20.000 mm und vollständig versiegelte Nähte interessant.
Praktische Details machen an einem Skitag mindestens ebenso viel aus. Dazu gehören Belüftungsreißverschlüsse, ein Schneefang, genügend Taschen und eine Kapuze, die tatsächlich über deinen Skihelm passt. Vor allem Letzteres ist nicht bei jeder Skijacke selbstverständlich.