28. Februar 2017 Von: Martin in 'Skifahren'' | 4 Kommentare

Heliskiing: Wie James Bond auf Skiern!

Es ist ein Traum für Skifahrer! Einmal mit dem Hubschrauber auf einen unberührten Gipfel fliegen, um sich von dort aus in eine nie enden wollende Tiefschneeabfahrt zu stürzen. Was Sie sonst nur aus Filmen kennen, können Sie schon in Ihrem nächsten Winterurlaub zur Realität werden lassen. Snowplaza zeigt Ihnen, dass Heliskiing auch in den Alpen möglich ist, und Sie sich nicht auf den weiten Weg nach Alaska, Russland oder Kanada begeben müssen. Zudem erfahren Sie, welche skifahrerischen Kenntnisse mitzubringen sind, um unbeschwert im nächsten Winterurlaub in die Luft gehen zu können.

Heliskiing ist das ultimative Erlebnis im Skiurlaub

Schon der Flug durch das tief verschneite Hochgebirge mit dem Blick aus der Vogelperspektive auf rissige Gletscher und imposante Felsformationen ist ein Höhepunkt. Nahe eines Gipfels oder einer Bergflanke entlässt der Hubschrauber dann seine Insassen in ihr Skiabenteuer, wirbelt ein letztes Mal lautstark Schnee auf und fliegt davon. Stille! Spätestens jetzt fühlt sich der Skifahrer wie James Bond mit dem Spezialauftrag, eins zu werden mit Ski und Berg. Abwärts geht es in völliger Abgeschiedenheit über vielseitiges Gelände durch meist unberührten Tiefschnee. Oft geraten Skifahrer in einen Zustand völliger Symbiose von Geist und Körper. Nahezu mühelos und selbstverständlich gelingen dann die Bewegungen, man schwebt regelrecht grinsend gen Tal.

Schwebend mit den Skiern Richtung Tal. Bildquelle: Flickr (Best Heliskiing Canada)

Wie funktioniert's? Die richtige Ausrüstung für Heliskiing

In Kleingruppen und einem erfahrenen Skiführer geht es im Helikopter nach ganz oben. Beim Heliskiing in den Alpen sind Abfahrten von über 2000 bis 3000 Höhenmeter möglich, mit etwas Glück ausschließlich im Tiefschnee! Der Ski- und Bergführer sorgt dabei für die Sicherheit, beurteilt die Lawinengefahr und wählt die entsprechende Abfahrtsroute aus. Meist entscheidet er noch während des Fluges aufgrund seiner aktuellen Beobachtungen. Vor einer weiteren, oft beobachteten Gefahr kann er Sie jedoch nicht behüten - also Vorsicht, denn Heliskiing macht süchtig! Wichtig ist auch die Skibekleidung, da das Wetter schnell umschlagen kann. Viele ziehen sich beim ersten Mal zu warm an, und beginnen zu schwitzen. Es wird deshalb empfohlen, sich in Schichten zu kleiden.

Wie gut muss ich Skifahren können?

Das Gelände ist vielfältig und reicht von steilen, engen Rinnen bis hin zu breiten Genussskihängen. Auch die Schneebeschaffenheit kann zwischen undankbarem Bruchharsch und hüfthohem Tiefschnee pendeln. Wenn Sie also eine Heliski-Tour unternehmen, sollten Sie bereits Pisten aller Schwierigkeitsgrade gut befahren können. Auch Buckelpisten – eine gute Übung für das Tiefschneefahren - sollten Sie meistern. Auch Erfahrungen neben der Piste, in verspurtem sowie unverspurtem Gelände, auf Tiefschnee und hartem Untergrund von großem Vorteil.

Wo ist Heliskiing überall möglich?

Heliski-Gebiete befinden sich jenseits markierter und präparierter Pisten vor allem in Kanada. In den Alpen wird Heliskiing in der Schweiz und in Italien angeboten. In Österreich ist Heliskiing aufgrund starker Umweltauflagen nur noch in Lech im Skigebiet Ski Arlberg möglich. Der Helikopter bringt Tiefschneefahrer entweder auf den 2.652 Meter hohen Mehlsack oder den 2.450 Meter hohen Scheetäli. In Frankreich und Deutschland verzichtet man der Umwelt zuliebe gänzlich auf das Aufheulen der Hubschrauberturbinen für Heliski.

Top-Skigebiete für Heliskiing in den Alpen

Ein Skifahrer-Traum ist die Tour zum 3.000 Meter hohen Tsanfleuren im Skigebiet Gstaad in der Schweiz, und Zermatt-Matterhorn bietet den Ausgangspunkt für eine 16km lange Abfahrt vom Gipfel des Monte Rosa. Neben Espace San Bernardo und Mont-Blanc Courmayeur besticht vor allem Gressoney im Skigebiet Monte Rosa in Italien durch sein breites Angebot mit nahezu kanadischen Verhältnissen. Das Highlight ist sicherlich die Abfahrt über rund 3.000 Höhenmeter vom 4.200 Meter hohen Colle des Lys hinunter nach Alagna Valsesia.

Der Top-Spot für Heliskiing in den Alpen: das Skigebiet Monte Rosa in Italien.

Was kostet Heliskiing?

Der Preis für eine Heliski-Tour ist mit dem für eine Liftkarte nicht zu vergleichen. Dennoch kann sich auch der Normalverdiener durchaus einmal dieses Erlebnis leisten. So kostet am Arlberg ein Flug mit Wucher Helicopter inklusive Bergführer ca. 125 Euro pro Person. In der Schweiz kann man zwischen 115 Franken (Gstaad) und 360 Franken (Zermatt) in die Luft gehen. Anbieter sind Swisshelicopter und Air Zermatt. Ein 3-Tagespaket mit mehreren Abfahrten in Gressoney ist für rund 1.200 Euro buchbar. So ist also von der Tagestour zum erschwingbaren Preis bis hin zum mehrtägigen Intensivprogramm für ein großes Heliski-Angebot gesorgt.

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Bereits als Kind klebte ich mit meiner Nase am Küchenfenster und beschwor den rheinischen Winterregen, doch endlich zu Schnee zu werden. Mit den ersten Flocken ging´s dann hinaus, Autoski (bedingt empfehlenswert), Skihalle und die Wintersportarena Sauerland waren erste Lieblingsorte.

 
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