Manche Skipisten sind durch ihre Aussicht etwas Besonderes, andere wegen ihrer Länge oder ihres anspruchsvollen Charakters. Und dann gibt es Abfahrten, bei denen einfach alles wunderbar zusammenpasst. Die Jausernabfahrt in Saalbach ist so eine Piste. Eine herrliche, lange blaue Abfahrt mit viel Abwechslung, wunderschönen Ausblicken und Abschnitten, auf denen sich fantastisch carven lässt. Für uns eine der schönsten Abfahrten im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn und eine, die bei einem Skiurlaub in Saalbach eigentlich nicht fehlen darf!
Kurz zusammengefasst
- Die Jausernabfahrt ist eine blaue Abfahrt von etwa sieben Kilometern Länge, die vom Schattberg Ost nach Vorderglemm führt.
- Während der Abfahrt überwindest du mehr als 1.000 Höhenmeter und genießt wunderschöne Ausblicke sowie abwechslungsreiche Pisten.
- Trotz ihrer blauen Markierung sind manche Abschnitte recht steil und besonders für AnfängerInnen eine Herausforderung.
Vom Schattberg bis hinunter nach Vorderglemm
Die Jausernabfahrt beginnt oben am Schattberg Ost auf 2.020 Metern Höhe. Von dort aus fährst du über die blauen Pisten 2 und 2a bis ganz hinunter nach Jausern bei Vorderglemm, wo du auf etwa 943 Metern Höhe ankommst. Eine Abfahrt von ungefähr sieben Kilometern, bei der du also mehr als 1.000 Höhenmeter überwindest! Für eine blaue Piste ist das ziemlich beeindruckend.
Unten angekommen, stehst du an der Talstation der Schönleitenbahn. Mit dieser Gondel fährst du wieder hinauf Richtung Schönleiten, von wo aus du weiter in Richtung Saalbach oder Leogang skifahren kannst. Die Jausernabfahrt lässt sich also auch sehr gut in einen längeren Skitag im Skicircus einbauen.
Warum wir die Jausernabfahrt so gerne fahren
Was mir an der Jausernabfahrt vielleicht am besten gefällt, ist, dass einem unterwegs immer etwas anderes begegnet. Die Abfahrt ist schön lang, fühlt sich aber an keiner Stelle so an, als würde man endlos über denselben Pistenabschnitt fahren. Man fährt nicht ständig in dieselbe Richtung, und auch die Neigung der Piste verändert sich regelmäßig.
Schon vom Schattberg aus macht die Abfahrt unglaublich viel Spaß. Man hat einen wunderschönen Blick auf die umliegenden Berge und kann sofort herrlich Ski fahren. Anschließend wechseln sich etwas steilere Abschnitte und flacheren Passagen ab. Die Piste schlängelt sich immer weiter nach unten, sodass jedes Mal ein anderer Abschnitt vor einem liegt.
Und das finde ich vielleicht sogar noch wichtiger als die Länge. Eine lange Piste ist schön, aber wenn man kilometerlang immer dasselbe macht, lässt für mich der Spaß doch ein wenig nach. Bei der Jausernabfahrt ist das absolut nicht der Fall.
Herrlich carven auf den weniger steilen Abschnitten
Einer meiner Lieblingsabschnitte ist das Mittelstück, wo die Piste etwas weniger steil ist. Auf diesem Teil ist es möglich, ein paar herrlich kurze Carving-Schwünge zu machen und gut in seinen Rhythmus zu finden.
Das Schöne ist, dass man auf dieser Abfahrt eigentlich alles machen kann. Hast du Lust, sportlich weiterzufahren, dann mach das. Möchtest du aber lieber etwas ruhiger abfahren und die Aussicht genießen, ist die Jausernabfahrt dafür ebenfalls eine tolle Wahl.
Genau diese Kombination spricht mich sehr an. Man muss nicht immer eine schwierige rote oder schwarze Piste fahren, um eine fantastische Abfahrt zu erleben. Manchmal macht eine schöne, abwechslungsreiche blaue Piste genauso viel Spaß.
Ist die Jausernabfahrt wirklich eine blaue Piste?
Ja, die Jausernabfahrt ist offiziell eine blaue Piste und meiner Meinung nach für durchschnittliche SkifahrerInnen und SnowboarderInnen gut zu bewältigen. Trotzdem sind nicht alle Abschnitte gleich einfach zu fahren.
Es gibt ein paar steilere Passagen, die ich eher dunkelblau nennen würde. Manche fühlen sich sogar ein wenig wie eine rote Piste an. Vor allem der letzte Hang hinunter ins Tal kann bei schlechteren Schneeverhältnissen etwas anspruchsvoller werden.
Das heißt nicht, dass die Jausernabfahrt nur für sehr erfahrene SkifahrerInnen und SnowboarderInnen ein Genuss ist. Wenn du kontrolliert parallel Ski fahren kannst und schon etwas Erfahrung auf verschiedenen blauen Pisten hast, ist das eine herrliche Abfahrt. Für absolute AnfängerInnen würde ich sie allerdings nicht gleich am ersten Skitag auswählen.
Wann fährt man die Jausernabfahrt am besten?
Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass ich am liebsten so früh wie möglich auf der Piste stehe. Besonders mag ich die ersten Abfahrten des Tages, wenn der Schnee noch schön präpariert ist und es angenehm ruhig ist. Das gilt natürlich auch für die Jausernabfahrt.
Trotzdem hat diese Piste meiner Meinung nach einen großen Vorteil: Da große Teile nicht sehr steil sind, bleibt sie in der Regel lange in einem guten Zustand. Während andere Abfahrten später am Tag schon voller Schneehaufen liegen, kann man auf der Jausernabfahrt häufig noch herrlich Ski fahren.
Natürlich hängt das von der Temperatur, der Zahl der WintersportlerInnen und den Schneeverhältnissen ab. Aber dadurch ist die Jausernabfahrt auch später am Tag immer wieder eine gute Wahl.
Eine Abfahrt, die man einfach genießen muss
Was mir an der Jausernabfahrt so gut gefällt, ist, dass man selbst bestimmt, wie man sie fährt. Man kann zügig weiterfahren, die Kurven genießen und ganz im Skifahren aufgehen. Genauso gut ist es möglich, ab und zu anzuhalten, um die Aussicht zu genießen.
Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass ich Letzteres offenbar nicht besonders oft mache. Als ich Fotos für diesen Blogartikel gesucht habe, stellte ich nämlich fest, dass ich kaum Bilder von der Jausernabfahrt habe. Genau dasselbe Problem hatte ich bei La Longia, einer anderen Lieblingspiste von mir. Offenbar bin ich auf meinen Lieblingsabfahrten vor allem mit Skifahren beschäftigt und nicht mit Fotografieren. Und vielleicht sagt das eigentlich schon alles!