12. April 2017 Von: Marlene in 'News''

Zum Skifahren besser nach Österreich oder in die Schweiz? Warum nicht Tag für Tag entscheiden, wo es heute zum Skifahren hingehen soll? Was im grenzübergreifenden Skiverbund Ischgl-Samnaun schon lange möglich ist, soll nun auch in der Verbindung vom Montafon mit Davos-Klosters Realität werden. Umsetzbar wäre das Projekt mit drei großen Pendelbahnen. Bisher ist das Bauvorhaben allerdings nur eine Vision und noch gibt es keine offiziellen Genehmigungen. Snowplaza informiert schon vorab über die Skiverbindung zwischen Gargellen und Klosters, die in Zukunft zwei große Skigebiete vereinen könnte.

Skiverbindung zwischen Montafon von Davos-Klosters ist große Vision

Das Montafon vereint fünf Skigebiete. Davos-Klosters besteht sogar aus sechs Teilgebieten. Eine Verbindung der beiden riesigen Skiregionen könnte durch drei Verbindungsbahnen zwischen Madrisa in der Schweiz und Schafberg in Österreich realisiert werden. Dann würde der Skiverbund über 500 Pistenkilometer aufweisen. Bis es soweit ist, sind allerdings noch etliche Genehmigungen nötig. Sowohl die Politik als auch die Naturschützer müssen dem Bauvorhaben zustimmen, bevor es umgesetzt werden kann. Trotzdem ist das Projekt bereits jetzt Teil der Agenda 2025 von Klosters-Serneus.

Das Skigebiet Madrisa oberhalb von Klosters hält rund 60 Pistenkilometer bereit

Das Skigebiet Madrisa oberhalb von Klosters hält rund 60 Pistenkilometer bereit

Naturschutz spricht gegen das Projekt

Seit einigen Jahren rückt das Vorhaben auf beiden Seiten immer wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Umgesetzt wurde es bisher noch nicht. Der Geschäftsführer der Gargellner Bergbahnen steht dem Ganzen positiv gegenüber. Für ihn sei die Verbindung zwischen den beiden Skigebieten eine Vision, die beide Skidestinationen stärken würde. Allerdings wird das Projekt vor allem im Hinblick auf die Vorarlberger Tourismusstrategie 2020 kritisch gesehen. Daraus geht hervor, dass unberührte Bergwelten geschützt und nicht noch weiter mit Liften und Bahnen bebaut werden sollten.

Finanzierung noch unklar

Zusätzlich zu den Überlegungen hinsichtlich der natürlichen, erhaltenswerten Gebirgsräumen wirft auch die Finanzierung des visionären Bauvorhabens Fragen auf. Der Bau von den angedachten drei Seilbahnen würde nach Schätzungen rund 28 Millionen Euro kosten. Diese Summe kann voraussichtlich nicht alleine von den Bergbahnen getragen werden. Zur Finanzierung müssten deshalb öffentliche Gelder vom Bund und der EU hinzugezogen werden.

Auf Skiern vom Montafon nach Davos-Klosters

Mit den drei Pendelbahnen zwischen dem Montafon und Davos-Klosters wären beide Skigebiete doppelt so groß und damit noch interessanter für Skiurlauber. Eine Verbindung gibt es übrigens heute schon. Vom Montafon aus geht es im freien Gelände über das Antönier Joch hinab ins Tal. Dann muss man sich allerdings auf eine zehnminütige Skibus- oder Taxifahrt bis nach Klosters einstellen. Zurück nach Gargellen kommt man mit den Skiern über die Skiroute "Madriser Rundtour".

Praktische Infos zum Montafon und Davos-Klosters

Höhenmeter lassen sich im Montafon vor allem auf der Hochjoch Totale, der längsten Talabfahrt Vorarlbergs überwinden. Außerdem ist das österreichische Montafon vor allem bei Tiefschneefahrern und Skitourengehern beliebt. Analog dazu bietet vor allem das Skigebiet Parsenn in Davos-Klosters ebenfalls lange Abfahrten bis nach Davos und Klosters. Tiefschneeliebhaber können sich in Pischa austoben und für Snowboarder und Trickskifahrer steht am Jakobshorn ein großer Snowpark mit riesigen Kickern bereit. Familien und Anfänger zieht es auf der Schweizer Seite hingegen vorwiegend nach Madrisa, wo blaue, breite Pisten zum Lernen und Carven einladen.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

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