15. April 2019 Von: Sarah in Reisetipps | 0 Kommentare

In den vorherigen Artikel unserer Serie zum Thema nachhaltiger Wintersport haben wir gezeigt, welche Effekte Skifahren auf die Umwelt der Alpen haben kann und haben Skigebiete vorgestellt, die für sich Alternativen gewählt haben, um nachhaltig zu wirtschaften und um ihre Region zu schützen. Aber auch Skifahrer können selbst etwas dazu beitragen, die Umwelt in der Skisaison zu schützen. Schließlich muss niemand gleich ganz auf seinen Lieblingssport verzichten – auch ein paar kleine Änderungen können schon viel bewirken. Snowplaza gibt Tipps für einen nachhaltigen Skiurlaub.

Mit der Bahn anreisen

Wie in dem ersten Artikel unserer Serie erklärt, wird ein sehr großer Teil der Umweltbelastung in den Skigebieten dadurch verursacht, dass Skifahrer alle mit dem eigenen Auto anreisen. Durch die hohe Anzahl der Fahrzeuge, die alle zum gleichen Zeitpunkt (etwa in den Weihnachtsferien) vor Ort eintreffen, wird die Schadstoffbelastung extrem. Eine einfache Alternative kann es daher für Skifahrer sein, einfach mit der Bahn anzureisen. Wer einige Wochen oder sogar Monate im Voraus bucht, hat bei der Deutschen Bahn sogar die Chance auf Sparpreise. Außerdem kommt man so viel entspannter am Zielort an, weil man eben nicht stundenlang im Stau stehen musste.

Anreise mit der Bahn ins Skigebiet © Arosa Tourismus

Bewusst nachhaltige Skigebiete auswählen

Mittlerweile haben auch zahlreiche Skigebiete erkannt, welchen Einfluss der Skitourismus auf die Region und die Umwelt hat und suchen Alternativen. Zu diesen Skigebieten zählen etwa die Alpine Pearls oder in Frankreich jene, die mit der grünen Schneeflocke Flocon Vert ausgezeichnet wurden. Weiter gibt es auch zahlreiche Hotels in den Skigebieten, die als Bio-Hotels klassifiziert sind und nachhaltig wirtschaften. Skifahrer, die sich für ein solches Hotel entscheiden, haben bereits einen weiteren Beitrag geleistet.

Langlaufen und Schneeschuhwandern

Natürlich lieben Skifahrer ihren Sport und es muss ja auch nicht gleich ein Radikalentzug sein, aber es werden in den Skigebieten eben auch Alternativen angeboten, die es wert sind, einmal ausprobiert zu werden. Schließlich ist es ein ganz anderes Erlebnis, sich beim Langlaufen in der verschneiten, stillen Landschaft wiederzufinden als auf der Skipiste mitten im Trubel zu stehen. Auch Schneeschuhwandern in den jeweiligen Regionen ist eine gute Möglichkeit, die wunderschöne Bergwelt zu erkunden und dabei weniger in die Umwelt einzugreifen.

Langlaufen in Disentis © Disentis Tourismus

Auch wenn es schwerfällt: Nicht Off-Piste fahren

Ja, wir wissen es selbst, wie schön es ist, sich ins freie Gelände zu begeben und dort die Kraft der Natur selbst zu erleben. Aber leider werden durch das Freeriden auch Tiere, die in den Bergen leben, gestört. Diese flüchten dann und sterben schließlich an Erschöpfung, weil ihr Körper sich im Wintermodus befindet. Deswegen lieber einmal mehr auf der präparierten Piste bleiben und sich die Gipfel aus der Entfernung ansehen, anstatt dort selbst zu fahren.

Kleine Skigebiete unterstützen

Immer größer und immer moderner, so müssen Skigebiete mittlerweile aussehen. Aber wie viele Pistenkilometer braucht der einzelne Skifahrer wirklich? Bestimmt keine 400. Kleine Skigebiete hingegen haben oft, aufgrund eines kleinen Budgets, noch klassische Schlepplifte, die besser sind für die Umwelt, und sie nutzen weniger Schneekanonen. Meistens sind sie auch noch billiger als die Skigebietsgiganten und das ist ja sicher auch kein Nachteil.

Die richtige Reisezeit wählen

Skigebiete benutzen eine Vielzahl von Schneekanonen, die reichlich Strom verbrauchen. Daran kann der einzelne Skifahrer auch nichts ändern. Was er aber stattdessen beeinflussen kann, ist seine eigene Reisezeit. Deswegen bitte einen Zeitraum wählen, in dem wahrscheinlich genug Naturschnee vorhanden ist, damit die Schneekanonen gar nicht erst zum Einsatz kommen.

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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