8. April 2019 Von: Sarah in Allgemein

Im Einstiegsartikel unserer Serie zum Thema Nachhaltigkeit im Wintersport haben wir gezeigt, welche negativen Effekte der Skitourismus auf die Natur und das Ökosystem der Alpenwelt haben kann. Es gibt aber auch Skigebiete, die dies so nicht unterstützen wollen und stattdessen auf Nachhaltigkeit setzen. Dadurch ist die Kooperation Alpine Pearls entstanden, deren einzelne Mitglieder Perlen genannt werden. Dies achten im Tourismus besonders auf den Aspekt der Mobilität und erfüllen dabei kritische Standards. Snowplaza stellt vor, was Skifahrer über die nachhaltigen Alpine Pearls wissen müssen.

Nachhaltiger Urlaub in den Bergen mit Alpine Pearls

Im Jahr 2006 schlossen sich 25 Tourismusgemeinden aus 6 Alpenstaaten zusammen, um den Tourismus in ihrer Region nachhaltiger zu gestalten und gaben dem Konzept den Namen Alpine Pearls. Das Hauptanliegen dieses Zusammenschlusses ist die Förderung der Mobilität. So haben die Gäste die Möglichkeit der autofreien An- und Abreise, der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und weiterer klimaschonender Angebote. Zudem erfüllen die Mitglieder, die Perlen genannt werden, zusätzliche strenge Kriterien wie verkehrsberuhigte Ortskerne, Transferservices, Mobilität ohne eigenen PKW und ökologische Mindeststandards.

Zug in Arosa © Arosa Tourismus

Werte und Ziele der Kooperation für nachhaltigen Tourismus

Die Ziele und Werte der transnationalen Kooperation Alpine Pearls umfassen unter anderem das Handeln nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit, eine saubere Umwelt, eine schöne Landschaft, die Förderung regionaler Prozesse und die Erhaltung regionsspezifischer Charakteristika, wie regionale Identitäten und kulturelle Besonderheiten. Dafür wird bestmöglich auf umweltbelastende Faktoren im Tourismus und im Verkehrsbereich verzichtet. Zusätzlich wird auf die aktive Erhaltung der Landschaft, eine Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, die Müllvermeidung und den Einsatz von regionalen Produkten geachtet.

Die Mitglieder von Alpine Pearls

Zum Zeitpunkt der Gründung waren es 17 Mitglieder, mittlerweile ist die Zahl auf 25 angewachsen. Diese kommen aus insgesamt sechs Ländern der Alpen, nämlich Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien, Frankreich und der Schweiz. Deutsche Orte sind Bad Reichenhall und Berchtesgaden. Aus Österreich gehören Neukirchen am Großvenediger, Werfenweng, Hinterstoder, Mallnitz und Weißensee dazu. Aus der Schweiz haben sich unter anderem Interlaken und Arosa angeschlossen. Die Kooperation wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Energy Globe Award und die Eco Trophäe.

Langlaufen im Schweizer Disentis © Sedrun Disentis Tourismus

Nachhaltige Hotels und Aktivitäten im Sommer und Winter

Für Skifahrer und Wanderer, die gerne ihren Urlaub in den Bergen verbringen und dabei auch auf Nachhaltigkeit achten möchten, bietet die Webseite von Alpine Pearls eine Übersicht nachhaltiger und umweltfreundlicher Unterkünfte in den Mitgliedsorten, ebenso wie zahlreiche Aktivitäten für den Sommer und Winter. Die Unterkünfte können auch direkt auf der Homepage eingesehen und gebucht werden. Auch verschiedene Veranstaltungen werden an dieser Stelle aufgelistet, so etwa ein Ethno-Wochenende, ein Langlauf-Wettbewerb und ein Eco-Forum.

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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