30. Januar 2019 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Skifahrer kennen die berühmten Rennstrecken aus dem Fernsehen, wenn Profi-Skifahrer sich extrem steile Skihänge hinunterstürzen und dabei Bestzeiten fahren. In der Übertragung sieht das immer richtig spektakulär und beeindruckend aus und viele Skifahrer fragen sich bei den Rennen sicher, wie es wohl sein mag, diese Weltcup-Skipisten selber hinunter zu fahren. Glücklicherweise lässt sich das tatsächlich sehr gut selbst testen, denn es gibt Weltcup-Skipisten, die auch normale Skifahrer ausprobieren können. Snowplaza stellt 7 berühmt-berüchtigte Weltcup-Skipisten zum Selberfahren vor.

1. Die Streif

Die Streif in Kitzbühel ist der Inbegriff dafür, wenn es um spektakuläre Rennabfahrten geht. Oft sind im Fernsehen bei Weltcuprennen spektakuläre Sprünge von bis zu 80 Metern in der Mausefalle zu sehen. Ski-Profis erreichen Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 145 km/h. Obwohl die Skipiste mit ihren bis zu 85 Prozent Gefälle als eine der gefährlichsten der Welt gilt, kann sie zumindest teilweise auch von normalen Skifahrern befahren werden. Ausgangspunkt ist die Bergstation der Hahnenkamm-Bahn. Die Schlüsselstellen wie Mausefalle, Steilhang oder Hausbergkante sind als „Skiroute“ markiert, oft vereist und daher Könnern vorbehalten.

  • Länge: 3.312 m
  • Gefälle: 85 %
  • Höhenunterschied: 860 m

2. Lauberhorn

Die Lauberhornabfahrt bei Wengen in der Schweiz ist mit ihren beinahe 4,5 Kilometern Länge die längste Abfahrt im alpinen Skirennsport und weist ein Gefälle von über 90 Prozent auf. Auf dieser Strecke wurde auch mit 161,9 km/h die höchste je gemessene Geschwindigkeit im alpinen Skiweltcup erreicht. Nach dem berühmten Lauberhornrennen wird die Skipiste für die Öffentlichkeit freigegeben. Bei örtlichen Skischulen besteht auch die Möglichkeit, einen Skilehrer für diese Strecke zu buchen. Skifahrer, die sich dort hinuntertrauen, werden auch mit einer einzigartigen Kulisse aus Eiger, Mönch und Jungfrau belohnt.

Verlauf der Lauberhornabfahrt

  • Länge: 4.480 m
  • Gefälle: 90 %
  • Höhenunterschied: 1.028 m

3. Kandahar

In Garmisch-Partenkirchen befindet sich die berühmt-berüchtigte Kandahar. Die Weltcup-Piste erreicht teilweise bis zu 92 % Gefälle, wobei dieser Streckenabschnitt den Namen „Freier Fall“ trägt. Hinzu kommen noch Geschwindigkeiten von bis zu 140 km/h, Sprünge von bis zu 60 Meter und der Eishang. Mit zwei Varianten und insgesamt 1.800 Höhenmetern auf 7 km Länge bietet die teilweise sehr anspruchsvolle Skipiste mit der Nummer 5 ein unvergessliches Erlebnis auch für Nicht-Profis. Weniger geübte Wintersportler können dank der Mittelstation des Kandahar-Express die schwierigsten Passagen einfach auslassen.

Blick auf die Kandahar-Piste

  • Länge: 3.300 m
  • Gefälle: 92 %
  • Höhenunterschied: 920 m

4. Saslong

Bei der berühmt-berüchtigten Saslong-Abfahrt handelt es sich um eine Weltcup-Abfahrt in Gröden in Südtirol. Die Strecke ist knapp 3,5 Kilometer lang und hat ein Maximalgefälle von bis zu 56,9 Prozent. Eine besondere Herausforderung für Skifahrer, die diese Profi-Rennstrecke einmal selber fahren möchten, sind sicher die steilste Stelle ‚Spinel‘ mit bis zu 57 Prozent Gefälle und der ‚Kamelbuckel‘ ungefähr in der Mitte der Strecke, der für weite Sprünge sorgt. Die Ski-Profis springen hier übrigens gute 70 Meter weit. Wer diese Strecke ausprobieren möchte, sollte aber unbedingt die nötige Erfahrung und das ausreichende Können mitbringen.

Saslong-Abfahrt in der Dämmerung

  • Länge: 3.446 m
  • Gefälle: 56,9 %
  • Höhenunterschied: 839 m

5. Planai

Auf dem Hausberg von Schladming-Dachstein, der Planai, findet das Nightrace der Skiprofis statt. Mit bis zu 50.000 Zuschauern sind die Weltcuprennen bei internationalem Publikum besonders beliebt. Der Steilhang der Planai, der kurz nach dem Start bereits ein Gefälle von 72 % aufweist, ist aber auch für normale Skifahrer zugänglich und bietet zahlreiche sportliche Herausforderungen. Dazu gehört der Schlusshang mit einem Gefälle von 52 %. Wer bei der Abfahrt Zeit dafür hat, kann dabei auch die Aussicht auf den Zielkessel und den Skiort erleben. Anschließend folgt noch das sogenannte Skygate, ein 35 m hoher Metallbogen.

  • Länge: 3.500 m
  • Gefälle: 72 %
  • Höhenunterschied: 1.007 m

6. Chuenisbärgli

Die Piste am Chuenisbärgli, einem Berg im Berner Oberland nahe dem Skiort Adelboden, gilt als die schwerste Riesenslalom-Strecke des Weltcups für Herren. Auch wenn die Strecke im Vergleich zu anderen Weltcup-Skipisten mit ihren 1.430 Metern nicht so lang ist, hat sie es doch in sich. Eine besondere Herausforderung ist dabei, dass sowohl der Start als auch das Zielstück extrem steil sind, zudem fällt die Skipiste schräg ab. Eine maximale Neigung von bis zu 60 Prozent fordert sehr viel von den Skifahrern.

Chuenisbärgli-Abfahrt in Adelboden

  • Länge: 1.430 m
  • Gefälle: 60 %
  • Höhenunterschied: 436 m

7. Olympia-Abfahrt Cortina

Auf der Olympia-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo, auf der die Damen das Weltcuprennen fahren, erreichen die Ski-Profis Geschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometer und schaffen dabei leicht 40 Meter weite Sprünge. Auch wenn es leicht ist Vollgas zu geben, so sollte auch eine zweite Abfahrt zum Genussskifahren eingeplant werden, denn die Aussicht auf das Tal und die Dolomiten ist einfach wunderschön.

Blick auf die Cortina d’Ampezzo © Best of the Alps

  • Länge: 2.822 m
  • Gefälle: 64 %
  • Höhenunterschied: 768 m

Die steilsten Skipisten der Alpen im Überblick

Skifahrer, die vom Adrenalin auf steilen schwarzen Skipisten einfach nicht genug kriegen können, denen bieten die Alpen reichlich Gelegenheit, das eigene Nervenkostüm auf die Probe zu stellen. Dazu zählt zum Beispiel die Skipiste Harakiri in Mayrhofen mit 78 Prozent Gefälle. Ebenso eine Herausforderung ist die Skipiste Schweizer Wand in Les Portes du Soleil mit bis zu 2 Meter hohen Buckeln. Wem das immer noch nicht genug ist, das versucht sich an der Gamsleiten-Abfahrt in Obertauern mit bis zu 100 Prozent Gefälle. Mehr dazu >

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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