12. Januar 2018 Von: Marlene in 'Skigebiete unter der Lupe'' | 0 Kommentare

Auf der Suche nach der perfekten Abfahrt

Sobald Schneefälle angekündigt sind, packen viele Wintersportler ihre Skiausrüstung zusammen und planen den nächsten Trip ins Skigebiet. Tiefschneefahrer wählen dann die Regionen aus, in denen der meiste Schnee kommt und es möglich ist, über unberührte Hänge hinabzuwedeln. Dazu zählen neben Powder-Hotspots wie St. Anton am Arlberg und Davos-Klosters auch die Hänge oberhalb des Skiorts Fieberbrunn im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Snowplaza berichtet über den perfekten Tiefschnee-Tag im Teilskigebiet Fieberbrunn und verrät, welche Highlights Sie als Freeride-Fans auf keinen Fall verpassen dürfen.

Tiefschneefahren in Fieberbrunn

Seit dem Zusammenschluss mit dem Teilskigebiet Fieberbrunn gilt der Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn als wahres Tiefschnee-Eldorado. Doch Fieberbrunn ist schon lange kein Geheimtipp mehr. Wer unberührte Abfahrten durch den frischen Powder erleben und nicht nur durch zerfahrene Hänge pflügen möchte, sollte deshalb früh aufstehen. Die Bergbahnen nehmen täglich um 8:30 Uhr den Betrieb auf. Dann warten zahlreiche Skihänge, zwei ausgewiesene Skirouten, speziell angelegte Freerideparks und Übungsfelder auf Tiefschneefahrer und die, die es werden wollen.

Tiefschneerouten in Fieberbrunn

Sobald der frische Schnee unter den Skiern zu spüren ist, ist alle Müdigkeit vergessen. Damit sich Tiefschneefahrer im Skigebiet orientieren können und nicht in verbotene Gebiete oder Umweltzonen einfahren, sind die Freeride-Routen im Skigebiet ausgeschildert. Darunter sind jedoch nicht nur die freien Hänge zu finden. Teilweise sind auch bestimmte Skipisten als Freeride-Route gekennzeichnet. Diese werden im Falle von Neuschnee oftmals tagelang nicht präpariert. Solche Pisten eignen sich vor allem für Tiefschneeanfänger. Denn so ist der Skifahrer sicher, dass keine unvorhersehbaren Hindernisse wie Felsen oder verschneite Bäume auf der Bahn liegen. Eine Skiroute, die wieder auf der Skipiste endet, führt vom Lärchfilzkogel unter dem Namen Son of a Beach hinab.

Freerideparks für Tiefschneeanfänger

Neben unpräparierten Skipisten erfreuen sich auch die neuen Freerideparks in Fieberbrunn großer Beliebtheit. Bei ausreichend Schnee verbinden natürliche Hindernisse Freestyle Skifahren, wie man es aus den Snowparks kennt, mit Tiefschneefahren. So springen Wintersportler in den Freerideparks von Felsen und überwinden Bäume.

Sicherheit auf LVS-Suchfeldern trainieren

Obwohl es sich um ausgewiesene Freeriderouten und beschilderte Freerideparks handelt, sollten sich Skifahrer, die die präparierten Skipisten verlassen, stets über die alpinen Gefahren bewusst sein. Dazu zählt unter anderem die Lawinengefahr. Beim Verlassen der Pisten muss deshalb die Notfallausrüstung bestehend aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde zwingend im Gepäck sein. Um den richtigen Umgang zu trainieren, gibt es spezielle LVS-Checkpoints, um die Sendefunktion des LVS-Geräts zu überprüfen. Im Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn befinden sich darüber hinaus am Schattberglift und am Zillstattlift LVS-Suchfelder. Dort werden Sender aktiviert, die mit dem eigenen LVS-Gerät, Sonde und Schaufel in einer gewissen Zeit gefunden werden müssen.

LVS-Check Saalbach

Der Umgang mit der Notfallausrüstung muss unbedingt geübt werden. @ Saalbach

Einkehrtipps zum Kraftreserven auffüllen

Zusätzlich zur Gefahrensituation abseits des gesicherten Skigebiets darf auch der Kraftaufwand nicht unterschätzt werden. So weich der Schnee auch wirken mag, er fordert trotzdem seinen Tribut an die Oberschenkel. Die Kraftreserven sind oftmals früher aufgebraucht als beim Fahren auf der Piste. Um auch am Nachmittag noch genügend Energie zu haben, lohnt sich deshalb ein Einkehrschwung in einer der zahlreichen Skihütten am Pistenrand. Im Fontanastadel, der S4-Alm und in der Hochhörndlhütte werden die müden Beine mit Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel und Co. schnell wieder fit gemacht.

Lawinenkurse und Freeridecamps in Fieberbrunn

Damit in Fieberbrunn nicht nur geübte Tiefschneefahrer ihre Freude haben, sondern auch Einsteiger die ersten Versuche im Gelände sicher erlernen können, werden über die Saison hinweg zahlreiche Workshops und Übungsveranstaltungen angeboten. Gemeinsam mit dem SAAC gibt es kostenlose Schnee- und Lawinenkurse. Wer schon geübt ist, kann im Risk'n Fun Next Level-Camp sein Wissen ausbauen. Der GNU Girls Free Spirit Freeride Day richtet sich schließlich an weibliche Wintersportler, die mit gleichgesinnten Mädels das Gelände unsicher machen wollen und selbst für Jugendliche bis 18 Jahre gibt es spezielle Angebote.

Risikomanagement wird in Lawinencamps trainiert

Sicherheit vor Spaß: Risikomanagement wird in Lawinencamps trainiert © Saalbach

Königsklasse des Tiefschneefahrens: Freeride World Tour

Wer den Umgang mit der Notfallausrüstung im Schlaf beherrscht und sich im freien Gelände am wohlsten fühlt, kann sich für die Freeride World Tour qualifizieren. Das Event trennt die Spreu vom Weizen und am Ende nimmt nur einer den Titel des Weltmeisters mit nach Hause. Eines der Qualifikationsrennen findet in Fieberbrunn statt. Vom 09.-15. März 2018 entscheidet sich am Wildseeloder wer zum Finale nach Verbier fahren darf.

Praktische Infos zum Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Fieberbrunn ist eines der schneereichsten Gebeiete Tirols. Seit dem Zusammenschluss mit Saalbach, Hinterglemm und Leogang tritt der Skiverbund mit seinen 270 Pistenkilometern unter dem gemeinsamen Namen Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn auf und hält mit 16 Talabfahrten auch im Skigebiet jede Menge Abwechslung bereit. Darüber hinaus wissen auch Familien, die hauptsächlich auf den zahlreichen blau markierten Pisten unterwegs sind, den Skiverbund zu schätzen. Am Ende des Skitags treffen sich Profi, Anfänger, Tiefschneefahrer und Freestyle-Boarder auf einen Drink im Tal. In zahlreichen Après-Ski-Hütten am Pistenrand und in den einzelnen Skiorten wird auf den erfolgreichen Skitag angestoßen.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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