1. November 2018 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Den leuchtend roten Skianzug mit Logo der Skischule stolz tragen, auf den neuesten Ski stehen und sich die frische Bergluft um die Nase wehen lassen. So schön könnte man sich einen Job als Skilehrer vorstellen. Was dabei vergessen wird, ist das frühe Aufstehen, das ständig Kleine-Kinder-immer-wieder-aufheben-und-Nase-putzen. Und selber fahren kann man auch nicht, wenn über Nacht der schönste Pulverschnee gefallen ist, weil man ja unterrichten und Geld verdienen muss. Snowplaza zeigt, wie es wirklich aussieht, wenn im Traumberuf als Skilehrer die Realität Einzug hält.

1. Rückkehr als Alkoholiker

Es ist allgemein bekannt, dass Skilehrer nicht zeitig im Bett liegen und schlafen wie die Engel, sondern die Nacht beim Après-Ski zum Tag machen. Da Skilehrer oftmals ihre Getränke auch mit Rabatt bekommen, führt das nicht gerade dazu, dass viele nach dem Unterricht nach Hause gehen und lieber im Bett ein Buch lesen. Stattdessen geht es eher nach jeder Stunde nachmittags in die Kneipe. Und da es nie bei einem Bier bleibt und eine Saison ja doch recht lang ist, haben sich Skilehrer dann schnell an den Alkohol gewöhnt.

2. Skilehrer als Sexobjekt

Das Klischee hält sich hartnäckig, offenbar gilt es nach wie vor als erstrebenswert, mit einem Skilehrer im Bett gewesen zu sein. Viele mögen sich jetzt fragen, warum genau das ein Nachteil sein soll, andererseits wird ja niemand gerne nur als Objekt benutzt, oder?

3. Pummelig durch das gute österreichische Essen

Klar gehören Wiener Schnitzel mit Pommes, Apfelstrudel und Germknödel zu einem richtigen Skiurlaub dazu, aber der dauert ja in der Regel nur wenig länger als eine Woche. Wenn aber ein Skilehrer sich so eine ganze Saison lang ernährt, kann es passieren, dass der Skilehrer-Anzug am Ende des Winters trotz täglicher Bewegung doch deutlich enger sitzt als noch zu Anfang. Zu Hause warten dann die Diät und das Laufband.

Wiener Schnitzel

4. Unterrichten mit Händen und Füßen

Eigentlich sollte man meinen, als deutscher Skilehrer käme man in Österreich schon zurecht, aber falsch gedacht. Denn es machen dort ja nicht nur Deutsche Urlaub, sondern auch vornehmlich Niederländer. In dem Fall kommen Skilehrer zwar noch mit Englisch weiter, viel schwieriger wird es dann aber, wenn man sich plötzlich einer Gruppe Russen gegenübersieht, die Fremdsprachen für ein unnötiges Accessoire halten.

5. Schöner Pulverschnee, aber nicht für den Skilehrer

Über Nacht ist der schönste Pulverschnee gefallen und alle vergnügen sich auf der Piste. Also, fast alle. Denn der Skilehrer muss arbeiten und auf seinen freien Tag warten, wenn er selber Skifahren will. Und dann ist meistens schlechtes Wetter und die Schneebedingungen sind schlecht. Klar könnte man noch schnell vor dem Kurs eine oder zwei Abfahrten schaffen, aber da ist ja der Kater von letzter Nacht…

Pulverschnee Skilehrer

Arbeiten fällt umso schwerer, wenn alle Spaß im Pulverschnee haben

6. Reich werden ist nicht

Zwar sparen Skilehrer viel Geld, indem sie mittags oft Essen umsonst bekommen und wenig bis gar nichts für Skipässe oder Unterkünfte bezahlen. Aber zusätzliche Ausgaben wie das Feierabendbier oder der Snack nach dem Après-Ski summieren sich, und wer auch noch den Skilehrer-Kurs bezahlen muss, zahlt sicher am Ende drauf.

7. Schneepflug, Schneepflug, Schneepflug

Die ganze Saison nur Pisten hinunterrasen? Falsch gedacht! Die meiste Zeit verbringt der Skilehrer mit seinen Schülern im Schneepflug. Denn wer über die schwarzen Pisten heizt, braucht ja wohl keinen Skilehrer mehr, oder? Also fährt der Skilehrer stattdessen große Kurven und verbringt die meiste Zeit damit, verknotete Kindergliedmaßen zu sortieren oder erwachsene Menschen von ihrem Hintern hochzuziehen.

Skilehrer im Schneepflug

8. Abschied nehmen

Wie schon festgestellt, dauern Skiferien selten länger als eine Woche und die Menschen mit denen sich der Skilehrer angefreundet hat, verlassen den Ort schnell wieder. Also heißt es, sich neue Freunde suchen. Oder das gebrochene Herz wieder flicken, weil man einen Ski-Flirt doch mehr ernst genommen hat, als gut für einen war.

9. Schlechtes Wetter

Oberhalb der Schneegrenze fallen die schönsten Flocken, im Tal schüttet es stattdessen. Und da sich ein Skilehrer mit seiner Gruppe nun einmal meistens in niedrigeren Lagen aufhält, fährt man dann halt mit dem Regenschirm in der Hand.

Regen Skifahren

10. Es macht süchtig

Man kann es jetzt als Nachteil sehen, oder als Vorteil, aber wer einmal die Chance hatte, mehrere Monate im Jahr auf den Pisten zu verbringen, der gibt sich danach nicht wieder mit nur einer Woche zufrieden. Und vergisst dabei völlig die anderen neun Gründe, warum Skilehrer irgendwie doch kein Traumjob ist.

Jetzt lesen: 10 Gründe, warum Sie unbedingt Skilehrer werden sollten >

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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