6. Oktober 2018 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Skilehrerausbildung

Skilehrerausbildung

Welcher leidenschaftliche Skifahrer hat nicht schon einmal davon geträumt, Skilehrer zu werden? Der Beruf klingt ja auch zu schön, um wahr zu sein. Geld verdienen mit dem Lieblingssport, draußen an der frischen Luft arbeiten vor dem schönsten Bergpanorama und abends den Tag gemütlich mit Kollegen oder Schülern beim Après-Ski ausklingen lassen. Sicher gibt es auch Nachteile, aber welcher Beruf hat die nicht? Wer den Beruf des Skilehrers also wirklich ernsthaft für sich in Erwägung zieht, erfährt bei Snowplaza, wie man Skilehrer in den Skigebieten in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird.

Traumberuf Skilehrer: So wird man's!

Schön ist sie ja, die Vorstellung, einfach jeden Tag auf frischem Pulverschnee Skizufahren, die Berge zu genießen und dabei süßen kleinen Kindern im niedlichen Skianzug die Schwünge beizubringen. Allerdings ist die Ausbildung zum Skilehrer vorallem eines: zeit- und kostenintensiv! Denn gut Skifahren können reicht nicht aus. Angehende Skilehrer müssen auch Kurse in Theorie, Technik und Erster Hilfe absolvieren. Und leider ist der Beruf des Skilehrers eben nur in den allerseltensten Fällen ein Vollzeitjob.

Skilehrer Skischule Dorfgaststein

So schön, der Traum vom Skilehrersein (c) Skischule Dorfgastein

Welche Kompetenzen, Vorkenntnisse und Eigenschaften muss ein Skilehrer mitbringen?

Jemand, der Skilehrer werden möchte, sollte bereits technisch gut und sicher Skifahren können. Die angebotenen Kurse und Lehrgänge beginnen nicht damit, den Teilnehmern die Skitechniken beizubringen, sondern setzen diese Kenntnisse voraus. Ferner reicht es nicht, einfach nur gut Skifahren zu können. Auch soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen und Geduld im Umgang mit den Schülern ebenso wie didaktische Fähigkeiten, um das eigene Können weiterzugeben, sind erforderlich. Da Skilehrer oft auch Gruppen unterrichten, sind ein gewisses Maß an Führungskompetenz, Organisationstalent und Multi-Tasking ebenfalls vorteilhaft.

Ab welchem und bis zu welchem Alter kann man als Skilehrer arbeiten?

Das niedrigste Einstiegsalter ist 16 Jahre. Das bedeutet aber nicht, dass allein junge Menschen eine Ausbildung zum Skilehrer machen können. Körperliche Fitness ist allerdings existenziell für den Beruf. Ausgeführt werden kann der Beruf des Skilehrers, so lange der Körper und die Gelenke fit genug dafür sind. Viele Skischulen schätzen den Mix aus älteren und jüngeren Skilehrern, da sich die Älteren oft auf altbewährte Techniken spezialisieren, die Jüngeren dabei mehr auf Trendsportarten.

Skilehrer Grüsch Danusa

Auch gute Kompetenz im Umgang mit Menschen ist wichtig (c) Grüsch Danusa

Welche Kurse und Lehrgänge gibt es für angehende Skilehrer?

Eine Ausbildung zum Skilehrer bieten u.a. der Deutsche Skiverband (DSV), der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) sowie der Tiroler Skilehrerverband an. Grundvoraussetzung für die Teilnahme beim DSLV-Kurs Level 1 sind zum Beispiel entweder 50 Stunden Praktikum in einer Profi-Skischule im DSLV oder alternativ die Teilnahme am 2-tägigen Trainingslehrgang. Außerdem muss die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs belegt werden. Anschließend folgen, aufeinander aufbauend, die Kurse Skilehrer Level 2 und 3 sowie am Ende der Kurs zum staatlich geprüften Skilehrer. Anträge und Online-Anmeldung zur Ausbildung >

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Was lernt ein Skilehrer in der Ausbildung?

In der Ausbildung zum Skilehrer werden Praxis, Theorie sowie Lehreignung unterrichtet. Die Theorie beschäftigt sich mit Methodik, Didaktik, sportmedizinischen Kenntnissen, Risikomanagement und Erste Hilfe. Zusätzlich zu der Grundausbildung, die jeder Skilehrer erhält, können thematische Module zur eigenen Spezialisierung gewählt werden, zum Beispiel in den Bereichen Tiefschnee oder Buckelpiste. Lehrplan des DSV >

Skilehrer Skischule rot weiß rot

Zur Ausbildung gehört mehr als nur Skifahren (c) Skischule Rot Weiß Rot

Dauer und Kosten der Ausbildung zum Skilehrer

Für das Absolvieren den gesamten Level 1 gibt der DSLV 17 Tage Kontaktzeit und 10 Tage Selbststudium an, für Level 2 sind es 25 Tage Kontaktzeit und 22 Tage Selbststudium, bei Level 3 werden es dann schon 69 und 39 Tage. Wer sich zum staatlich geprüften Skilehrer ausbilden lassen will, kann mit einer Dauer von 140 Tagen Kontaktzeit und 91,5 Tagen Selbststudium rechnen. Der Kurs „Ausbildung und Prüfung Skilehrer Level 1“ kostet 245 Euro, für Level 2 sind es 470 Euro, ab Level 3 werden die Kurse geteilt in Ausbildung für 400 Euro und Prüfung für 190 Euro. Der Abschlusslehrgang zum staatlich geprüften Skilehrer kostet 530 Euro.

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Skilehrer als saisonaler Beruf

Was in jedem Fall bedacht werden sollte ist, dass der Beruf des Skilehrers beinahe nie ganzjährig ausgeführt wird. Naturgemäß erfolgt die Arbeit meist nur in den Wintermonaten. Das bedeutet, dass angehende Skilehrer vor der Herausforderung stehen, eine zusätzliche Stelle zu finden, in der sie im Sommer arbeiten und über die Wintermonate freigestellt werden. Einige wenige reisen nach Neuseeland oder Südamerika und sind dort als Skilehrer tätig, allerdings muss man sich die Frage stellen, ob sich das finanziell rentiert.

Skilehrer Skischule Lofer

Für Skilehrer gibt es kaum Vollzeitstellen (c) Skischule Lofer

Schon gewusst? So viel Geld verdienen Skilehrer

Reich werden Sie sicher nicht als Skilehrer. Laut einer Studie bekommen Skilehrer in Österreich einen durchschnittlichen Stundenlohn von knapp 20 Euro. Ähnlich niedrig ist das Gehalt in den USA und Kanada. Am meisten verdienen Skilehrer hingegen in Frankreich, wo pro Stunde bis zu 60 Euro bezahlt werden. Dahinter folgen mit 50 Euro pro Stunde die Gehälter von Skilehrern in der Schweiz und in Deutschland. Mehr dazu >

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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