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Freeriden bei Tiefschnee im freien Gelände

Sobald es das erste Mal schneit und auch die Hänge rechts und links neben der Skipiste weiß werden, sind die ersten Spuren abseits im Schnee zu finden. Spätestens im Hochwinter sind TiefschneeliebhaberInnen und Adrenalinjunkies dann kaum noch im Skigebiet, sondern nur an den Hängen nebenan zu finden. Viele Skigebiete halten deshalb sogenannte Skirouten für die GeländeskifahrerInnen bereit. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Skiroute und dem freien Gelände? Und warum ist selbst das Fahren unmittelbar neben dem Pistenrand gar nicht so ungefährlich?

Skifahren im gesicherten Skigebiet

Der meiste Skibetrieb findet im sogenannten gesicherten Skigebiet statt. Das bedeutet, dass SkifahrerInnen und SnowboarderInnen auf freigegebenen, präparierten Skipisten ihre Schwünge durch den Schnee ziehen. Die geöffneten Skipisten sind frei von alpinen Gefahren. Sprich, es gibt keine Felsen, Bäume oder Gletscherspalten, auf die die Wintersportler Rücksicht nehmen müssen. Gleichzeitig werden die Skipisten vor Lawinen geschützt. Dazu werden oftmals bereits in den frühen Morgenstunden Lawinensprengungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass auch aus dem freien Skiraum keine Lawinen ins Skigebiet einlaufen können.

Freerider
© Spalder Media Group

Skifahren auf ausgewiesenen Skirouten

Wer gerne im Gelände unterwegs ist, sicher auf den Skiern steht und nach einer neuen Herausforderung sucht, findet diese auf ausgewiesenen Skirouten. Darunter verstehen Wintersportfans freigegebene Abfahrten, die zwar auf Lawinengefahr hin kontrolliert werden, aber nicht präpariert sind. Meist sind diese dadurch gekennzeichnet, dass die WintersportlerInnen einen gewissen Abstand zu den Markierungen einhalten müssen. Allerdings ist die Skiroute oft nicht so abgesteckt wie eine wirkliche Skipiste. Mehr zum Thema Pistenmarkierung >

Hier endet das gesicherte Skigebiet

Am Pistenrand stehen oftmals Schilder, die darauf hinweisen, dass das gesicherte Skigebiet endet, man auf alpine Gefahren achten muss, oder gar Lawinengefahr herrscht. Für viele Tiefschneeenthusiasten beginnt das Skivergnügen aber erst genau an dieser Stelle. Doch Skifahrer und Snowboarder, die den Kick abseits der Skipiste suchen, sollten sich bewusst sein, dass die Schilder nicht zum Spaß aufgestellt wurden. Selbst unmittelbar neben der Skipiste können unter gewissen Umständen Lawinen abgehen, die zu schlimmen Unfällen führen können.

Die Lawinengefahr in den Alpen wird anhand der Lawinengefahrenskala ausgewiesen

Skifahren in Naturschutzgebieten verboten

Auch, wenn der freie Skiraum bei Tiefschnee- und Freeride-Liebhabern und Tourengehern, die bereit sind, das Risiko auf eigene Verantwortung zu tragen, beliebt ist, so gilt es dennoch, Regeln einzuhalten. In geschütztem Raum ist das Abfahren deshalb verboten, um Tiere und Pflanzen nicht zu gefährden. Gerade in Waldgebieten können kleine Bäume und Triebe, die unter der Schneedecke liegen, ansonsten beim Abfahren beschädigt und Wild gestört werden.

Skifahren auf gesperrten Skipisten verboten

Wer am Einstieg einer Skipiste das Schild „Piste gesperrt“ sieht, sollte sich unbedingt daran halten. Das Schild ist kein Hinweis, sondern ein Verbot, denn Skipisten werden nicht grundlos gesperrt. Das können zum einen freigelegte Flächen sein, die beim Sturz zu schlimmen Verletzungen führen können, zum anderen kann eine Skipiste auch aufgrund von vorherrschender Lawinengefahr gesperrt sein. Auch wenn die Abfahrt ansonsten zum gesicherten Skigebiet gehört, ist auf das Befahren in diesem Fall zu verzichten. Bei Zuwiderhandlung ist sogar mit Strafen zu rechnen. Weitere ungeschriebene Gesetze beim Skifahren >

Video Lawinenkurs mit Sat 1und Lawinenkurs Bayern:

Freeriden Snowboard Spray

Für TiefschneefahrerInnen empfiehlt sich die Teilnahme an einem Lawinenkurs.

Notfallausrüstung beim Tiefschneefahren

Zudem ist beim Befahren des freien Skiraums darauf zu achten, dass alle Wintersportler über eine ausgezeichnete Technik verfügen, sich mit alpinen Gefahren auskennen und zudem die notwendige Notfallausrüstung mitführen. Das bedeutet, dass alle Gruppenmitglieder jeweils über ein LVS-Gerät verfügen, um im Fall der Fälle einen Verschütteten finden zu können und zudem Schaufel und Sonde im Gepäck zu haben. Ein spezieller Rucksack mit Lawinenairbag ist ebenfalls von Vorteil. Im Falle eines Lawinenabgangs erhöht er die Wahrscheinlichkeit, dass der Verschüttete an der Oberfläche der Lawine bleibt. Mehr zum Thema Freeride: Skifahren im Tiefschnee >

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Wintersportler in der Gondel

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168 - Winter - Karl

Über Karl

Glück auf und Hallo! Die Liebe zum Schnee wurde mir in die Wiege gelegt. In der Schule hatte ich Wintersport als Unterrichtsfach, der Grundstein für mein Lebenshobby Snowboarden. Im Skiverbund SkiBig3 in den Rocky Mountains in Kanada fühle ich mich am wohlsten.