25. Oktober 2018 Von: Sarah in 'Skifahren'' | 4 Kommentare

Es gibt die offiziellen FIS-Skipistenregeln, die zumindest jeder Skifahrer und Snowboarder einmal gelesen und verinnerlicht haben sollte, aber es gibt genauso ungeschriebene Gesetze auf der Skipiste, die sich in der Gemeinschaft von Skifahrern irgendwann eingebürgert haben und zum guten Ton auf der Skipiste gehören. Viele davon lassen sich einfach mit gutem Benehmen erklären, andere beziehen sich auf das Verhalten an Skiliften oder während der Abfahrt. Snowplaza hat die inoffiziellen 10 ungeschrieben Skipistengesetze zusammengestellt, die für ein entspanntes Miteinander auf der Skipiste sorgen.

1. Nicht hinter dem Liftausstieg stehen bleiben

Sicher, es ist verführerisch, vor allem, wenn man neu auf dieser einen Skipiste ist und das beeindruckende Bergpanorama noch nie gesehen hat, dass es jedem Skifahrer und Snowboarder die Sprache verschlägt. Ebenso ist klar, dass sich Neulinge erst einmal orientieren müssen, wo es nun weitergeht. Trotzdem, der gesunde Menschenverstand sagt ja auch, nicht gleich hinter einer Rolltreppe stehen zu bleiben, weil es sonst gefährlich wird, wenn es sich staut. Also, einfach ein paar Meter weiter weggehen.

2. Nicht mitten auf der Skipiste grundlos anhalten

Warum auch immer ein Skifahrer oder Snowboarder plötzlich mitten auf der Skipiste grundlos eine Vollbremsung hinlegt, der Hintermann rechnet nicht damit und dann kann es brenzlig werden, wenn er nicht schnell genug reagiert. Besonders gefährlich wird es, wenn nachfolgende Skifahrer und Snowboarder das Gebiet, etwa in einer Kurve oder hinter einer Kuppe, nicht richtig einsehen können und zu spät eine böse Überraschung erleben. Deswegen bitte etwas an den Rand der Piste fahren und dort pausieren, dann wird der fließende Verkehr auch nicht behindert.

3. Nicht unkontrolliert Vollgas geben

Ist vielleicht möglich, wenn Skifahrer und Snowboarder absolut sicher sein können, dass sie allein auf der Piste sind. Sind noch andere Menschen unterwegs, gilt allgemeine Rücksicht. Durch zu schnelles Überholen, Schneiden oder auf seiner Spur beharren werden andere Skifahrer und Snowboarder gefährdet. Besonders für Anfänger, die ohnehin noch unsicher auf der Skipiste unterwegs sind, birgt dies ein hohes Sturz- und Verletzungsrisiko. Darum bitte nicht vergessen: Ihr seid nicht allein auf der Skipiste unterwegs.

4. Absprachen in der Gruppe treffen

Gerade in einer größeren Gruppe ist es sinnvoll, abzusprechen, welche Skipiste man fahren will und wo man sich anschließend wieder trifft. Es soll ja nicht eine einsame Person am Ende in Nachbartal rauskommen. Ebenso gilt, sich immer an das Niveau des schwächsten Skifahrers in der Gruppe anzupassen. Gerade wenn der Skifahrer noch etwas unsicher ist, sollte der Rest der Gruppe ihn nicht einfach alleine lassen und Vollgas geben.

5. Den Bügel am Skilift erst schließen, wenn alle gut sitzen

Ich sitze gut, okay, dann kann ich den Bügel ja runtermachen. Nein, so bitte nicht, außer man ist allein im Lift. Ansonsten gilt, bitte checken, ob alle die Füße oben haben, jeder richtig sitzt und auch den Kopf oder die Hände aus dem Weg gezogen hat, um eventuelle Verletzungen zu vermeiden. Schließlich sitzen dabei mehrere Personen gemeinsam im Lift und die sollen bitte so heil aus dem Skilift steigen wie sie zuvor eingestiegen sind.

6. Beim Mittagessen nicht den ganzen Tisch belagern

Sitzplätze zur Mittagszeit sind auf den Berghütten und Sonnenterrassen rar gesät, deswegen sollten Skifahrer und Snowboarder besonders mitdenken und nicht unnötig viel Platz für sich in Beschlag nehmen. Soll heißen: Nein, der Helm, die Handschuhe, die Brille und der Rucksack brauchen nicht alle einen eigenen Sitzplatz!

7. Keine laute Musik im Skilift

Läuft die Musik über Kopfhörer, hat niemand etwas dagegen, aber es ist doch recht unangenehm, vom Sitznachbar im Skilift lautstark von dessen (womöglich auch noch) schlechten Musikgeschmack in katastrophaler Handylautsprecherqualität belästigt zu werden. Daher vielleicht vorher mal überlegen, ob sich wirklich jeder Skifahrer und Snowboarder Helene Fischer antun will oder nicht vielleicht stattdessen doch die Ruhe der Berge genießen will.

8. Öffentlichkeitstaugliche Skibekleidung tragen

Das Auge fährt mit, müsste es wohl in diesem Fall heißen. Grellbunte Skikleidung, gerne auch aus Ballonseide wie aus den 80igern, lenken den Rest der Menschen auf der Skipiste doch sehr stark von der Natur, den Bergen und vor allem ihrer eigentlichen Absicht, dem Skifahren und Snowboarden, ab. Deswegen bitte unsere Liste mit den 10 Fashionfails konsultieren und verdächtige Kleidungsstücke gegebenenfalls ganz schnell entsorgen.

9. Keinen Müllberg hinterlassen

Zigarettenkippen aus dem Lift fallen lassen, zufällig den Becher vom Kaffee zum Mitnehmen im Schnee liegen lassen oder im Restaurant ein Chaos auf dem Tisch hinterlassen. Benimmregeln, die sonst auch in der Öffentlichkeit gelten, werden auf der Skipiste nicht plötzlich außer Kraft gesetzt, daher bitte hinter sich aufräumen. Einfach merken: Skipiste so hinterlassen, wie man sie vorgefunden hat.

10. Nicht Vordrängeln am Skilift

Klar will man so schnell wie möglich wieder auf den Berg und die nächste Abfahrt fahren, aber genau das wollen auch die Skifahrer und Snowboarder, die brav in der Schlange vom Skilift warten bis sie an der Reihe sind. Vordrängeln zeugt stattdessen von Egoismus und schlechten Manieren, deswegen bitte sein lassen. Damit macht sich wirklich niemand Freunde!

Die FIS-Pistenregeln: Das richtige Verhalten auf der Skipiste

Snowplaza hat gezeigt, wie Skifahrer und Snowboarder es nicht machen sollen, die FIS-Regeln erklären, wie es richtig geht im rücksichtsvollen Umgang auf der Skipiste. Im Zweifelsfall gilt sowieso immer als oberstes Gebot: Rücksicht nehmen! Schließlich gehört einem die Skipiste und das Skigebiet nicht allein.

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Kommentare

Von: Andreas am 26. Oktober 2018

Die wichtigsten fehlen. Schlecht recherchiert und geschrieben. Das Verhalten auf der Piste richtet sich weltweit nach den Regeln des internationalen Ski-Verbandes FIS. Die FIS-Regeln gelten für Skifahrer und seit 2002 auch für Snowboarder. Die erste und damit wichtigste Regel lautet Rücksicht – aktiv aufeinander acht zu geben, um Unfälle zu vermeiden. Das sind die 10 FIS-Regeln: • 1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder Jeder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt oder ihn in der Ausübung seiner Tätigkeit einschränkt. • 2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise Jeder muss auf Sicht fahren. Er muss sein Fahrverhalten dem eigenen Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen. • 3. Wahl der Fahrspur Der von hinten kommende Skifahrer oder Snowboarder muss seine Spur so wählen, dass er vorausfahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet. • 4. Überholen Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt. • 5. An- und Einfahren Jeder, der in einen Hang einfährt, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts fahren will, muss sich nach oben und unten versichern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann. Hilfe für Verunglückte ist beim Skifahren Pflicht für jeden Wintersportler. Bildcredit: Thinkstock • 6. Anhalten Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen. • 7. Aufstieg und Abstieg Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen. • 8. Beachten der Zeichen Jeder muss die Markierung und die Signalisierung beachten. • 9. Hilfeleistung Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet. • 10. Ausweispflicht Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien hinterlassen. Vorfahrtsregeln: Die Vorfahrt auf der Piste wird durch die FIS-Regel Nr. 3 geregelt: Vorfahrt hat, wer vorausfährt. Für den Sicherheitsabstand ist immer der Nachfolgende verantwortlich. Der Vordermann darf dabei jederzeit seine Geschwindigkeit, die Richtung und Fahrweise ändern. Regel 3 besagt: „Der von hinten kommende Skifahrer oder Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.“ Regel 5 klärt zudem genauer, dass derjenige Vorfahrt hat, der sich schon in Fahrt auf der Piste befindet: „Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann“.



Von: Roland am 26. Oktober 2018

Da hat der Andreas wohl nur die Überschrift gelesen, denn der einleitende Satz geht genau auf die FIS Regeln ein.



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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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