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Von mildem Herbstwetter zu Schnee: Am Donnerstag ändert sich das Wetter in den Alpen

Sneeuw (2)

In den kommenden Tagen bleibt es in den Alpen noch ungewöhnlich mild, doch ab Donnerstag stellt sich die Wetterlage um. Eine Kaltfront zieht aus Nordwesten über den Alpenraum und bringt Regen, Wind und sinkende Temperaturen. Auf den höchsten Bergen geht der Niederschlag in Schnee über. Rund um den Mont Blanc können in den höchsten Lagen örtlich fast 20 cm Neuschnee fallen.

Kurz zusammengefasst

  • Bis einschließlich Mittwoch ist es sonnig, föhnig und sehr mild.
  • Ab Donnerstag zieht eine Kaltfront über die Alpen.
  • Der meiste Schnee fällt oberhalb von 2800 Metern in den französischen Westalpen.

Milder und sonniger Start in die Woche

Am Dienstag und Mittwoch herrscht vielerorts gutes Bergwetter. Die Sonne zeigt sich regelmäßig und an der Alpennordseite kann Föhn aufkommen. Dadurch steigen die Temperaturen deutlich an. Auf 2000 Metern werden in den Ostalpen etwa 7 bis 12 Grad erreicht und selbst auf rund 3000 Metern steigt das Thermometer örtlich über den Gefrierpunkt.


In den Tälern kann es sich fast sommerlich anfühlen. In Österreich werden örtlich Temperaturen um 20 Grad erwartet. Auch in Frankreich, der Schweiz und Italien bleibt es vorerst mild.

Kaltfront zieht am Donnerstag auf

Ab Donnerstag ändert sich das Wetter. Die Front erreicht zunächst die französischen Alpen und die Schweiz und zieht anschließend weiter in Richtung Österreich. In den Tälern fällt Regen, während es in den Bergen kälter, unbeständiger und bewölkter wird.


Die Nullgradgrenze sinkt vorübergehend auf etwa 2400 bis 2800 Meter. Die Schneefallgrenze dürfte meist bei rund 2800 Metern liegen, kann bei kräftigeren Niederschlägen aber vorübergehend etwas tiefer sinken. In den Dörfern und tiefer gelegenen Skigebieten wird es daher hauptsächlich regnen.

Fast 20 cm Neuschnee rund um den Mont Blanc

Die größten Mengen werden in den französischen Westalpen erwartet. Vor allem die hohen Gipfel rund um Chamonix und den Mont Blanc können eine winterliche Schneeschicht bekommen. Die aktuellen Prognosen gehen ungefähr von folgenden Mengen aus:


Dabei handelt es sich um Prognosen für die höchsten Lagen dieser Gebiete. In den Orten fällt Regen und von einer weißen Winterlandschaft wird dort vorerst noch nichts zu sehen sein. Die genauen Mengen können sich außerdem noch ändern, da die Zugbahn der Front noch nicht vollständig feststeht.

Weniger Schnee für Österreich

Auch auf den österreichischen Gletschern dürfte etwas Neuschnee fallen. Die Mengen bleiben dort nach aktuellem Stand jedoch überschaubar. In Sölden könnten in den höchsten Lagen etwa 5 bis 8 cm zusammenkommen. Für das Kitzsteinhorn bei Kaprun werden rund 3 bis 5 cm berechnet. Auch der Pitztaler, Stubaier und Hintertuxer Gletscher können eine frische Schneeschicht abbekommen.


Weiter im Osten und an der Alpensüdseite wird voraussichtlich weniger Schnee fallen. In den Dolomiten dürfte es höchstens für eine dünne Schneeschicht auf den höchsten Gipfeln reichen.

Noch kein dauerhafter Wintereinbruch

Am Freitag bleibt es vor allem an der Alpennordseite wechselhaft, erneut mit Niederschlägen. Am Samstag hält die westliche bis nordwestliche Strömung an. Ab Sonntag könnte der Luftdruck wieder steigen und auch die Nullgradgrenze dürfte erneut nach oben klettern.


Von einem echten Wintereinbruch kann daher noch keine Rede sein. Für die Gletscher und höchsten Gipfel ist der Neuschnee dennoch willkommen – und die Webcams könnten am Donnerstag und Freitag wieder herrliche winterliche Bilder liefern.

Miranda Winter

Über Miranda

Soweit ich mich erinnern kann, war ich immer schon in den Bergen unterwegs, denn es gibt hier so viel zu tun: Skifahren, Snowboarden, Wandern oder Mountainbiking - ich mag alle Sportarten. Meine Freunde sagen oft, dass es wohl keinen Platz in den Bergen gibt, an dem ich noch nicht war.