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Aussicht in La Rosière

La Rosière war ein Reiseziel, das schon eine ganze Weile auf unserer Wunschliste stand. Viele Sonnenstunden, Blick auf den Mont Blanc vom Skigebiet aus und Skifahren sowohl in Frankreich als auch in Italien. Nach einem ersten Besuch im Sommer 2024, bei dem uns dieser charmante Ort sofort beeindruckt hat, wurde unsere Neugier nur noch größer: Wie ist es wohl im Winter in La Rosière? Schließlich wurde aus unserem erneuten Besuch ein Frühlingsausflug im April, und unsere Begeisterung für diesen französischen Skiort ist nur noch weiter gewachsen.

La Rosière: So kommst du hin

La Rosière liegt in der französischen Region Savoyen. Das letzte Stück nach La Rosière ist gleich ein Vorgeschmack auf die Berge: Eine kurvenreiche Fahrt von etwa einer halben Stunde bringt dich in das gemütliche Bergdorf auf 1.850 Metern Höhe. Reist du lieber mit dem Zug? Dann buchst du am besten eine Fahrt zum Bahnhof in Bourg-Saint-Maurice, von wo aus dich ein Shuttlebus das letzte Stück hinaufbringt. Da wir dieses Mal eine kürzere Reise geplant hatten, entschieden wir uns für den Flug nach Genf und setzten unsere Fahrt mit einem Sammeltaxi fort, die etwa drei Stunden gedauert hat.

Skifahrerin im Liegestuhl mit Blick auf den Mont Blanc
In La Rosière kann man bis weit in den Frühling hinein Ski fahren, die Sonne und den Blick auf den Mont Blanc genießen.

Skifahren bis weit in den April

Es ist der 9. April, als wir in La Rosière ankommen. Das klingt nach sehr spät in der Saison, ist für die Region aber vollkommen normal. Die Skilifte im Skigebiet von La Rosière sind eigentlich den ganzen April über in Betrieb, und mit einem Skigebiet, das bis auf 2.800 Meter reicht, wobei 83 % der Pisten über 1.850 Meter liegen, ist das auch schneetechnisch überhaupt kein Problem. Wir kommen gegen 15.00 Uhr am Nachmittag an, und es fühlt sich richtig nach Frühling an: Die Sonne scheint, es sind um die 10 Grad und die Leute genießen das Leben auf den Terrassen der Cafés und Restaurants. Genau das werden wir später auch tun – aber zuerst drehen wir noch eine Runde durch das Dorf.

La Rosière: Effizientes Skidorf mit Charakter

In den 1960er-Jahren schossen die Skigebiete in Frankreich dank großzügiger Subventionen wie Pilze aus dem Boden. Oft entstanden dabei trostlose Dörfer voller Betonklötze. La Rosière ist dieses Schicksal erspart geblieben. Da es keine staatlichen Gelder erhielt, entwickelten lokale Familien das Gebiet selbst. Das Ergebnis: ein gemütliches, überschaubares Skidorf mit authentischem Charme. Heute bietet La Rosière rund 14.000 Betten, verteilt auf zwei Ortsteile, die durch einen schönen Waldweg miteinander verbunden sind.

Das neueste Viertel kam 2006 hinzu – und es ist nur noch ein einziges Hotel geplant. Größer wird das Dorf also nicht. Keine Hochhäuser, sondern Chalets aus Holz und Naturstein, genau so, wie man es sich in den Alpen wünscht. Es gibt eine Handvoll (schöner) Hotels, ansonsten primär Apartments und etwas außerhalb des Zentrums auch Chalets. Von vielen Unterkünften aus steht man zudem im Handumdrehen auf der Piste. Das macht La Rosière zu einem charmanten Ort zum Skifahren und Entspannen.

Zentrum von La Rosière
Das Zentrum von La Rosière mit seinen zauberhaften Höusern

Next Level Schön

Nach dem Spaziergang durch die beiden Ortsteile von La Rosière suchen wir uns ein schönes Plätzchen in der Sonne auf einer Terrasse und stoßen auf das Frühlingsskifahren an. Wir schauen uns um und – genau wie im Sommer – sind wir von der wilden Bergwelt rund um La Rosière beeindruckt. Mächtige Gipfel umgeben das Dorf, das selbst entspannt auf einem sonnigen Plateau liegt, mit einem atemberaubenden Blick nach Süden. Der Blickfang ist der Mont Pourri – ja, das heißt tatsächlich „verfaulter Berg“ – der mit seinen 3.779 Metern alles überragt. Wir kennen die Alpen eigentlich schon ziemlich gut, aber das hier … das ist wirklich next level schön.

Allez, andiamo in Italia!

Das Skigebiet von La Rosière umfasst 154 km Pisten, die sich der Ort mit La Thuile in Italien teilt. Seinen Namen – Espace San Bernardo – verdankt das Gebiet dem gleichnamigen Pass zwischen beiden Ländern. Schon am ersten Tag beschließen wir, direkt Kurs auf Italien zu nehmen. Die Skipisten auf der französischen Seite sind größtenteils breit und nicht allzu anspruchsvoll und die Ausblicke sind einfach unglaublich. Auf der einen Seite sieht man den markanten Mont Pourri, und sobald man oben beim Fort de la Redoute steht, blickt man auf den höchsten Berg der Alpen – den Mont Blanc. Und er wirkt zum Greifen nah! Über zwei lange, schmale Schlepplifte gleitet man weiter in Richtung Italien. Aber bei diesem Panorama genießen wir einfach die Fahrt nach oben. Oben am Mon Belvedere angekommen, ist die Aussicht wieder spektakulär: eine Arena aus beeindruckenden Bergen, darunter ein ganzes Netz von Skipisten.

Chalets in La Rosière
Das Dorf liegt auf einem Plateau, sodass man überall eine schöne Aussicht hat.

When in Italy…

Wir genießen die – wieder herrlich breiten – Pisten auf der italienischen Seite. Aber es ist auch Zeit, die Beine mal richtig arbeiten zu lassen, und das tun wir auf der schwarzen Piste Nummer 3, Franco Berthod, einer Weltcup-Abfahrt. Der Schnee auf der italienischen Seite ist wegen der Nordlage ohnehin sehr gut, und auch diese Skipiste ist in perfektem Zustand.

Für heute Mittag haben wir einen Tisch im Pepita’s Café in La Thuile reserviert – einem der besten Orte, um eine Pizza in dem italienischen Dorf zu essen. Wenn man reserviert, holt einen das Restaurant mit einem kleinen Bus direkt an der Talstation ab, da der Weg in Skischuhen zu weit wäre. Und diese paar Minuten Fahrt lohnen sich doppelt und dreifach: Mama mia, was für eine fantastische Pizza!

Mit vollem Bauch fahren wir zurück nach Frankreich, wo wir noch einen schönen Spaziergang machen, vorbei an den ursprünglichen Berghütten von La Rosière. In einer dieser Hütten, die noch komplett wie früher eingerichtet ist, trinken wir einen lokalen Wein und genießen Käse und Wurst aus der Region. La douce France in den Bergen - was will man mehr?

Espace San Bernardo: Skifahren in Frankreich und Italien

frisch präparierte Piste
breite Skipisten in La Rosière
Schlepplift in La Rosière
La Rosière: In Frankreich und Italien

Noch mehr formidable Aussichten

Am nächsten Tag bleiben wir auf der französischen Seite des Skigebiets und genießen das Frühlingsskifahren so, wie es sein soll. Die Sonne scheint ununterbrochen, und die Pisten werden gegen Mittag angenehm weich – genau wie wir es mögen. Wir fahren zum höchsten Punkt des Skigebiets, dem Mont Valaisan auf 2.800 Metern Höhe. Dieser Teil des Skigebiets existiert erst seit ein paar Jahren und ist eine großartige Erweiterung: Die Abfahrten in diesem Bereich des Skigebiets sind wirklich fantastisch und es ist angenehm ruhig. Auch wenn wir uns hier langsam wiederholen, aber entschuldige – die Aussichten sind wieder formidable!

Zum Mittagessen kehren wir im Paradis ein, und dieser Ort macht seinem Namen alle Ehre – sowohl was die Lage als auch das Essen betrifft. Danach fahren wir noch ein paar Mal eine unserer Lieblingspisten auf der französischen Seite: die rote Nummer 10, Blanchot. Offensichtlich lassen viele diese tolle Abfahrt (im wahrsten Sinne des Wortes) links liegen. Fährst du auch zum Skifahren oder Snowboarden nach La Rosière? Dann solltest du sie unbedingt auf deinem Pistenplan markieren!

Ein Tag im französischen Teil des Skigebiets

Frühlingsskifahren im April in La Rosière
Höchster Punkt im Skigebiet La Rosière: 2.800 Meter
Sessellift zum höchsten Punkt des Skigebiets La Rosière: Mont Valaisan
Skifahrerin blickt auf den Mont Blanc

Vollgas auf dem Yooner

Nach dem Skifahren gehen wir rodeln – und ganz ehrlich: Normalerweise sind wir nicht so große Fans davon, auf einem Schlitten den Berg hinunterzufahren. Oft sind diese Dinger so schwer zu lenken und zu bremsen. Der Yooner ist ein kleines Ski-Brett mit einem Sitz darauf. Klingt vielleicht etwas albern, aber wir haben einen Riesenspaß damit. Nach einer kurzen Einführung durch einen Skilehrer sausen wir die Skipiste hinunter, und Kurvenfahren geht auf dem Yooner super einfach. Aber auch geradeaus, mit den Armen in der Luft, macht es richtig Laune. Umfallen ist im Frühlingsschnee natürlich auch kein Problem. Von uns bekommt der Yooner volle zehn Punkte – absolut empfehlenswert!

Yooner
Spaß auf dem Yooner

Tipps für gutes Essen in La Rosière

Während unseres Aufenthalts in La Rosière haben wir entdeckt, dass die französische Bergküche nicht nur richtig gut schmeckt, sondern auch überraschend vielfältig ist. Was die Preise betrifft: Es ist nicht gerade günstig, aber die Qualität ist überall ausgezeichnet. An den folgenden Orten haben wir hervorragend gegessen (und getrunken!):

  • Restaurant L’Ancolie: Ein stimmungsvolles Restaurant mit Panoramaterrasse am Rande des Dorfes. Der perfekte Ort für ein Käsefondue oder Raclette in besonders gemütlichem Ambiente – und wenn noch Platz ist, unbedingt die köstliche Tarte aux Myrtilles probieren.
  • Le Terroir des Vignobles: Feinschmecker aufgepasst! In diesem Restaurant bekommt man kulinarische Kunstwerke auf den Teller. Wähle eines der Menüs oder bestelle à la carte und genieße die raffinierten, puren Aromen.
  • Restaurant Le Flocon: Klein und gemütlich, mit typischen französischen Bergklassikern wie Raclette und Käsefondue, aber auch überraschend guten Fischgerichten und sogar thailändischer Küche.

Gut essen in La Rosière

Restaurant L'ancolie in La Rosière
Restaurant L'ancolie von drinnen
Raclette
Essen im Le Terroir des Vignobles

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Wintersportler in der Gondel

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Nicht nur Skifahren in La Rosière

La Rosière ist auch ein tolles Ziel für alle, die nicht (nur) Skifahren möchten – es gibt nämlich noch viele andere Aktivitäten:

  • (Schnee-)Wandern: In La Rosière gibt es 27 km Wanderwege, davon sind 12 km für „normale“ Winterwanderungen präpariert. Die übrigen Trails eignen sich für Schneeschuhwanderungen.
  • Tourenski: Einführung ins Tourengehen am Dienstagabend: Lerne die Grundlagen und genieße dabei den Sonnenuntergang und eine Kleinigkeit aus Savoyen. Kosten: 25,– €
  • Laufen: Jeden Dienstag: Winter-Trailrunning für Laufbegeisterte – ein einzigartiges Erlebnis im Schnee. Alternativ kannst du jederzeit auf einem markierten 5-km-Pfad laufen.
  • XTreme Luge: Rasante Rodelbahn auf Schienen, das ganze Jahr über – 1,5 Minuten Spannung bis zu 45 km/h, zugänglich ab 2 Jahren (mit Begleitung).
  • Paintball oder Lasergame im Wald von La Rosière: Tauche in den Schnee für ein spannendes, actionreiches Spiel – für Jung und Alt.
  • Snowkiten auf dem Pass Petit-Saint Bernard: Auf einer riesigen Schneefläche hast du die Möglichkeit, dich auf Ski oder Snowboard von einem Kite ziehen zu lassen. Es gibt auch eine Snowkiteschule.
  • Elektrischer Roller: Wer das Dorf und die Umgebung besser kennenlernen möchte, sollte einen E-Scooter – einen großen elektrischen Tretroller – mieten und die Gegend erkunden.
Winterwandelen
In La Rosière kann man auch schöne Winterwanderungen unternehmen.
E-Roller in La Rosière
Mit E-Scootern die Umgebung von La Rosière erkunden

La Rosière: Wieder ein Volltreffer

Nach einigen herrlichen, sonnenverwöhnten Tagen ist es schon viel zu schnell Zeit, Abschied von La Rosière und der Wintersaison zu nehmen. Was für ein perfekter Abschluss! Wir waren ja bereits im vergangenen Sommer von diesem Dorf beeindruckt, und im Winter hat es uns erneut überzeugt: Was für ein großartiger und schöner Ort. Und das Skigebiet? Vielleicht ist es nicht so riesig wie andere bekannte französische Resorts, dafür aber deutlich ruhiger und – unserer Meinung nach – viel gemütlicher. Und die Ausblicke… die sieht man fast nirgendwo sonst!

Alte Berghütten in La Rosière
Authentische Berghütten, in denen die Bauern früher im Sommer lebten
3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.