12. August 2016 Von: Karl in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

FIS-Regeln für Skifahrer und Snowboarder

FIS-Regeln für Skifahrer und Snowboarder

Skifahren und Snowboarden macht Spaß. Damit das auch so bleibt und Anfänger sowie Profis gleichberechtigt und sicher die Skipisten abfahren können, heißt die Devise: Rücksicht beim Skifahren und Snowboarden. Diese Regel gilt weltweit, also auch in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich. Die Sicherheit im Skiurlaub hat oberste Priorität. Der Internationale Ski-Verband (kurz FIS) hat dazu 10 international gültige FIS-Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder zusammengestellt, damit alle Wintersportler die Zeit auf der Piste richtig und vor allem sicher genießen können.

1. Rücksicht auf die anderen Skifahrer und Snowboarder

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.

2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise.

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

3. Wahl der Fahrspur

Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.

4. Überholen

Überholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

5. Einfahren und Anfahren und hangaufwärts Fahren

Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Skiabfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

6. Anhalten

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

7. Aufstieg und Abstieg

Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuß absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

8. Beachten der Zeichen

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.

9. Hilfeleistung

Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.

10. Ausweispflicht

Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

Hintergrundinformationen zu den FIS-Regeln

Im Jahr 1924 wurde der Internationale Ski-Verband FIS gegründet. Der Verband ist international tätig, für den Breiten- aber auch den Profisport. Im Jahr 1967 übernimmt der FIS offiziell Ski Alpin Weltcup und legt mit den 10 FIS-Regeln den Grundstein für die heute weltweit gültige Vereinbarung auf Rücksicht im Wintersport. Das letzte Mal wurden die Regeln übrigens im Jahr 2002 mit der Aufnahme der Snowboarder aktualisiert und durch besondere Formulierungen für das Carving ergänzt. Die FIS-Regeln sollen als Verhaltensregeln den Wintersport im Allgemeinen sicherer machen sowie Unfälle und gegenseitiges Gefährden minimieren bzw. vermeiden. Oberste Devise dabei ist “Rücksicht” für alle Wintersportarten.

Rücksicht heißt die Devise, damit die Bergwacht im Stützpunkt bleiben kann

Rücksicht heißt die Devise, damit die Bergwacht im Stützpunkt bleiben kann

Was tun wenn trotz FIS-Regeln ein Skiunfall passiert?

Sie haben alles richtig gemacht und beobachten dann doch einen Unfall? Nun heißt es einen kühlen Kopf bewahren. Zunächst gilt es den Unfallort zu sichern um Folgeunfälle zu vermeiden. Hat der Skifahrer keine schweren Verletzungen, bringen Sie das Opfer aus der Gefahrenzone. Dann rufen Sie die Bergwacht. Unser Tipp: speichern Sie sich zu Beginn eines jeden Skiurlaubs die Notrufnummer von der Infotafel an der Liftstation ins Handy ein. Kein Handy dabei? Dann fragen Sie einfach andere Skifahrer. Bleiben Sie konzentriert am Telefon und denken Sie an die “W” Fragen: Was ist geschehen? Wo ist der Unfall passiert? Wer ist betroffen? Dann heißt es warten und sich um das Opfer kümmern. Aber keine Sorge: wenn Sie unsicher sind oder Unterstützung brauchen, sprechen Sie einfach weitere Wintersportler auf der Piste an.

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Glück auf und Hallo! Die Liebe zum Schnee wurde mir in die Wiege gelegt. In der Schule hatte ich Wintersport als Unterrichtsfach, der Grundstein für mein Lebenshobby.

 
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