21. Januar 2022 Von: Nicole in News

Das Funiflaine-Projekt in Flaine steht in den Startlöchern. Die Verwirklichung des millionenschweren Liftprojekts soll langfristig eine nachhaltige Alternative für die 25 km lange Passstraße bieten, die zum Skidorf Flaine führt. Der Lift, der zwischen Magland und Flaine geplant ist, wird Gäste in weniger als 20 Minuten in das französische Bergdorf bringen. Die Region erwartet sich dadurch eine Verbesserung der CO2-Bilanz und eine positive Auswirkung auf die Wirtschaftsleistung. Snowplaza hat alle Informationen über das Funiflaine-Liftprojekt gesammelt.

So kommt man derzeit nach Flaine

Um den Wintersportort Flaine zu erreichen, muss man derzeit über eine kurvenreiche 25 km lange Bergpassstraße fahren. Ist die Straße schneefrei und herrscht wenig Verkehr, erreicht man das Bergdorf in 40 Minuten. An verkehrsreichen Urlaubstagen kann sich die Fahrzeit schnell verdoppeln. Außerdem sind all die Autos, Lastwagen und Busse, die sich tagein und tagaus nach Flaine hoch kämpfen, alles andere als umweltfreundlich. Bei der Suche nach einer Lösung wurde das Liftprojekt Funiflaine ins Leben gerufen. 88 Millionen Euro wird es kosten, Flaine und Magland durch eine 3S-Funitel-Gondel zu verbinden.

Wie alles begann…

Die erste Seilbahn des Tales wurde eigentlich schon in den 1960er Jahren gebaut, um die für den Bau des Skigebiets Flaine benötigten ArbeiterInnen und Materialien zu transportieren. Ihr Betrieb wurde jedoch eingestellt, als für den Transport immer mehr Autos und Lastwagen eingesetzt wurden. Aufgrund der wachsenden Besorgnis über die Umweltbelastung durch den immer stärker werdenden Verkehr, wurden die Pläne für den Bau einer neuen Seilbahn wieder aufgenommen. Im Sommer letzten Jahres haben einige lokale Unternehmen diese Pläne schließlich unterzeichnet: Das regionale Entwicklungsprojekt, bei dem die Erreichbarkeit des Skigebietes und die sanfte Mobilität des Verkehrs in den Bergen im Vordergrund steht, kann somit umgesetzt werden.

Zahlen & Fakten zur neuen Funiflaine

Bergstation:Bergstation Flaine Länge:5.500 m
Höhe Bergstation:1.600 m Höhenunterschied:1.360 m
Geschwindigkeit:6 m/sek. Dauer:19 min
Liftkapazität:35 Personen Personenbeförderung:5.000 Pers./Std.
Anzahl Kabinen:40 Ort:Magland - Flaine

Skifahren Winterurlaub Flaine
Der Funiflaine Lift wird SkiurlauberInnen schneller nach Flaine und schneller auf die Skipiste bringen. (Foto: © OT Flaine, Monica Dalmasso)

Wie wird es weitergehen?

Wenn alles nach Plan läuft, wird 2023 mit den Bauarbeiten begonnen und die Funiflaine Seilbahn zwei Jahre später in Betrieb gehen. Das Ziel wäre so den Zugang zum Skigebiet Flaine zu verbessern und den Straßenverkehr erheblich zu reduzieren. Die Seilbahn wird bei jedem Wetter eine umweltfreundliche und schnelle Alternative zum Auto bieten und soll durch zahlreiche Parkplätze und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr auch eine besonders unkomplizierte und angenehme Anreise ermöglichen. Die Funiflaine wird von Dezember bis April sowie im Juli und August in Betrieb sein und soll in diesem Zeitraum 500.000 Fahrgäste, sowie Waren für die Hotels und Geschäfte des Ferienorts Flaine befördern. Diese langen Betriebszeiten sollen zudem die Attraktivität der Region auch außerhalb der Hauptsaison steigern.

Alle Daten und Fakten der künftigen Funiflaine

Die Funiflaine Seilbahn wir mit 40 Kabinen ausgestattet, welche je 35 Fahrgäste befördern können. Neben den Sitz- und Stehplätzen wird es auch Raum für Personen mit eingeschränkter Mobilität und Fahrräder geben. Das neue Liftprojekt wird BesucherInnen von Bellegarde in Magland über Pierre Carrée (Mittelstation) nach Flaine (Bergstation) bringen. Während der Fahrt, die weniger als 20 Minuten dauert, legt man eine Strecke von 5,5 km zurück und überwindet einen Höhenunterschied von 1.367 Meter. Die Region erwartet, dass damit jährlich etwa 85.000 Autos, 500 Lastwagen und 100 Busse auf der Passstraße nach Flaine eingespart werden können.

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Hallo, ich bin Nicole. Auf Ski haben mich meine Eltern gestellt als ich mit drei Paar Socken endlich in den kleinsten Skischuh gepasst habe. Seitdem liebe ich die beiden Bretter, den Schnee, die Kälte – einfach alles am Winter.

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