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Beliebtem Familienskigebiet in Österreich droht das Aus

Ankerlift im Schnee

Das Familienskigebiet Dürrnberg bei Hallein, unweit von Salzburg, steht unter erheblichem Druck. Den Zinkenliften – seit Jahrzehnten eine feste Größe für Familien und AnfängerInnen – droht 2027 endgültig das Aus. Der Hauptgrund dafür ist eine Mischung aus finanziellen Engpässen, milden Wintern und einer auslaufenden Genehmigung für den Sessellift. Damit würde nicht nur ein Stück Wintersportgeschichte verloren gehen, sondern auch ein wichtiger Treffpunkt für Familien aus der Region verschwinden.

Dürrnberg: klein, aber beliebt

Mit vier überschaubaren Skipisten und einer Gesamtlänge von acht Kilometern, einer Skischule mit Kinderland und dem gemütlichen Zinkenstüberl war das Familienskigebiet Zinkenlifte – Dürrnberg immer ein Ort, an dem viele Familien ihre ersten Wintersporterinnerungen sammelten. Gelegen direkt an der österreichisch-deutschen Grenze bei Bad Dürrnberg oberhalb von Hallein, nahe Salzburg, aber weit weg vom Trubel, bot das Skigebiet Ruhe und ein familienfreundliches Ambiente. Leider leidet der Skiberg aufgrund der niedrigen Lage zwischen 837 und 1.321 Metern immer häufiger unter Schneemangel. In der vergangenen Saison war der Sessellift sogar keinen einzigen Tag geöffnet. Nur der kleine Schlepplift war in Betrieb, sodass die Skischule wenigstens teilweise Skikurse anbieten konnte.

Millioneninvestition nötig

Ein weiteres großes Problem ist die Genehmigung des alten Sessellifts von 1987, die nach 40 Jahren ausläuft. Für eine Verlängerung ist eine kostspielige Revision erforderlich. Zudem gibt es Pläne, das Sommerangebot zu modernisieren. Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) spricht von einem Millionenbetrag: „Wir wissen, dass es Millionen kosten wird. Für die Gemeinde Hallein ist es unmöglich, dies alleine zu tragen.“ Hinzu kommt, dass der Betrieb in den vergangenen Jahren stark verlustreich war. Zwischen 2020 und 2024 wurden insgesamt 3,8 Millionen Euro Verlust verzeichnet.

Hoffnung auf Unterstützung und neue Ideen

Um das Familienskigebiet zu retten, sucht Hallein Unterstützung bei den Nachbargemeinden, dem Bundesland Salzburg und privaten Investoren. Gleichzeitig blickt man über den Winter hinaus. Der Direktor der Bergbahnen, Andreas Klimitsch, betont, dass die Sommeraktivitäten nach wie vor beliebt sind: „Unsere Sommerrodelbahn bleibt ein Erfolg, und wir arbeiten an neuen Mountainbike-Strecken für alle Schwierigkeitsgrade.“ Die Hoffnung ist, dass diese Erweiterung das gesamte Gebiet zukunftsfähiger macht und die Lifte auch im Sommer rentabel hält. Vorerst werden die Skilifte in der kommenden Wintersaison wie in den vergangenen Jahren weiter betrieben.

Was steht auf dem Spiel?

Wenn keine Lösung gefunden wird, bedeutet 2027 das endgültige Ende der Zinkenlifte. Damit würde nicht nur ein beliebtes Familienskigebiet verschwinden, sondern auch die Sommerrodelbahn „Keltenblitz“. Für die lokale Gemeinschaft, die Skischulen und zahlreiche Familien wäre dies ein großer Verlust. Die kommenden Monate sind daher entscheidend für die Zukunft dieses kleinen, aber ikonischen Skigebiets im Salzburger Land.

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Mehrere Skigebiete kämpfen ums Überleben

Das Skigebiet Dürrnberg steht mit seinen Problemen nicht allein da. Überall in den Alpen haben kleinere, niedrig gelegene Skigebiete Schwierigkeiten. Durch wärmere Winter und kürzere Schneeperioden sehen sich immer mehr Liftbetreiber gezwungen, ihren Fokus auf den Sommer zu verlagern. In den vergangenen Jahren mussten mehrere kleine Skigebiete ihre Lifte vorübergehend stilllegen. In einigen Fällen wird der Schwerpunkt nun auf Sommeraktivitäten gelegt, während im Winter alternative Angebote geschaffen werden. Das mögliche Ende der Zinkenlifte passt damit in eine breitere Entwicklung, die die Wintersportlandschaft in den kommenden Jahrzehnten stark verändern könnte.

Beispiele aus der Wintersportwelt:

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