Auf der Schmittenhöhe bei Zell am See hat der Bau der neuen Kapellenbahn begonnen. Die alte 4er-Sesselbahn aus dem Jahr 2001 macht Platz für eine moderne 8er-Variante von Doppelmayr. Die Baugenehmigung liegt vor, die Arbeiten haben begonnen, und wenn alles nach Plan läuft, können WintersportlerInnen schon im kommenden Winter mit der neuen Bahn ins Skigebiet hinauffahren.
Kurz zusammengefasst
- Die Kapellenbahn wird durch eine moderne 8er-Sesselbahn ersetzt.
- Die neue Bahn soll für den Winter 2026/2027 fertig sein.
- Die Kapazität steigt auf bis zu 3.400 Personen pro Stunde.
- Die Bahn erhält Sitzheizung, Wetterschutzhauben und automatische Sicherheitsbügel.
- Die alte Kapellenbahn bekommt in Rumänien ein zweites Leben.
Alter Sessellift macht Platz für neue Anlage
Die Kapellenbahn ist seit mehr als zwanzig Jahren eine feste Verbindung auf der Schmittenhöhe. Nach dem Ende der Wintersaison ist nun Schluss für die bestehende 4er-Sesselbahn. Die Anlage wird sorgfältig abgebaut und durch einen modernen, kuppelbaren 8er-Sessellift ersetzt.
Dieser Bahntyp bietet vor allem beim Ein- und Aussteigen Vorteile. In den Stationen bewegen sich die Sessel ruhiger, sodass WintersportlerInnen leichter und sicherer einsteigen können. Auf der Strecke selbst ist die Bahn dafür schneller, wodurch die Fahrt mit dem Lift künftig nur noch etwa drei Minuten dauern wird.
Die Arbeiten haben inzwischen begonnen
Nachdem die Baugenehmigung erteilt wurde, liegt der Fokus nun vollständig auf der Umsetzung. Die Arbeiten an der neuen Kapellenbahn haben inzwischen begonnen. Das Ziel ist klar: Die Bahn soll rechtzeitig für die kommende Wintersaison fertig sein.
Mit der Erneuerung setzt die Schmittenhöhebahn AG die Modernisierung des Skigebiets konsequent fort. Zuvor wurden unter anderem die Sonnkogelbahn und die Breiteckbahn erneuert. Jetzt ist die Kapellenbahn an der Reihe, ein bekannter Sessellift an einem wichtigen Punkt im Gebiet.
Mehr Kapazität und mehr Komfort unterwegs
Die neue Kapellenbahn hat zukünftig eine Förderleistung von bis zu 3.400 Personen pro Stunde. Das ist ein deutlicher Fortschritt gegenüber der alten Bahn, die nur 2.394 Personen pro Stunde befördern konnte. Gerade an stärker frequentierten Skitagen soll das für einen schnelleren Ablauf sorgen.
Auch der Komfort steigt. Die Sessel bekommen Sitzheizung, Wetterschutzhauben und automatisch verriegelnde Sicherheitsbügel. Zusätzlich gibt es ein Förderband am Einstieg, wodurch der Sessellift für Kinder und weniger erfahrene Ski- und SnowboardfahrerInnen zugänglicher wird.
Fakten und Zahlen zur neuen Kapellenbahn
Du möchtest wissen, was dich bei der neuen Kapellenbahn auf der Schmittenhöhe in Zell am See erwartet? Hier sind die wichtigsten Fakten und Zahlen im Überblick:
- Typ der Bahn: kuppelbare 8er-Sesselbahn
- Hersteller: Doppelmayr
- Ersetzt: 4er-Sesselbahn aus dem Jahr 2001
- Höhe Talstation: 1.728 Meter
- Höhe Bergstation: 1.964 Meter
- Anzahl der Stützen: 10
- Geschwindigkeit: bis zu 5,5 Meter pro Sekunde
- Fahrzeit: ca. 3 Minuten
- Kapazität: 3.400 Personen pro Stunde
- Anzahl der Sessel: 42
Smarte Technik an der Bergstation
An der Bergstation erhält die neue Kapellenbahn moderne Sicherheitstechnik. Wie bei der Breiteckbahn wird das AURO-System von Doppelmayr eingesetzt. Kameras und Sensoren überwachen die Ausstiegszone und können bei Bedarf automatisch reagieren.
Talstation rückt Richtung Piesendorf
Auch rund um die Talstation verändert sich etwas. Die neue Talstation wird etwa 150 Meter weiter in Richtung Piesendorf verlegt. Dadurch sollen der Zugang zu diesem Teil des Gebiets und die Rückkehr von der Piste logistisch sinnvoller werden.
Gleichzeitig wird die bestehende Pistenführung in diesem Bereich angepasst. Damit will die Schmittenhöhe das Gebiet übersichtlicher und attraktiver machen. In der neuen Bergstation entstehen außerdem ein moderner Posten für die Pistenrettung sowie erweiterte Sanitäranlagen.
Alte Bahn bekommt ein zweites Leben
Die bestehende Kapellenbahn landet nicht auf dem Schrott. Die Anlage wird sorgfältig abgebaut und erhält eine neue Bestimmung in Rumänien. Damit setzt die Schmittenhöhebahn AG auf nachhaltige Wiederverwendung statt auf komplette Verschrottung.
Das Skigebiet wendet dieses Prinzip häufiger an. Wo immer möglich, bekommen ältere Liftkomponenten, Pistenbullys, Schneemobile und technische Materialien ein neues Leben. Das spart Rohstoffe und passt zur nachhaltigen Ausrichtung des Projekts.
Auch Maßnahmen für Natur und Tiere
Beim Bau werden verschiedene ökologische Maßnahmen umgesetzt. So kommt es zu Neupflanzungen, und wertvolle alte Bäume bleiben als Lebensraum für Tiere erhalten. Auch geschützte Vogelarten werden berücksichtigt.
Darüber hinaus gilt besondere Aufmerksamkeit den Amphibien. Rund um das Baugebiet entsteht eine Schutzzone von etwa drei Kilometern mit Fangvorrichtungen. Die Tiere werden kontrolliert und in vorbereitete Ersatzlebensräume umgesetzt, bevor ein weiterer Bauabschnitt beginnt.
Bereit für den kommenden Winter
Mit der neuen Kapellenbahn erhält die Schmittenhöhe bei Zell am See einen moderneren und leistungsstärkeren Sessellift an einem bekannten Standort im Skigebiet. Die Kombination aus mehr Kapazität, kürzerer Fahrzeit, Sitzheizung, Wetterschutzhauben und smarter Sicherheitstechnik dürfte vor allem an stark frequentierten Wintertagen einen deutlichen Unterschied machen.
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Wenn alles nach Plan läuft, fährt die neue 8er-Sesselbahn schon im kommenden Winter. Damit wird die Kapellenbahn der nächste sichtbare Schritt in der Erneuerung der Schmittenhöhe.
Mehr Informationen über Skiurlaub in Zell am See-Kaprun
Zell am See-Kaprun verfügt über mehr als 135 Pistenkilometer, die sich auf drei Berge verteilen: das Kitzsteinhorn und den Maiskogel bei Kaprun sowie die Schmittenhöhe bei Zell am See. Dank des Gletschers am Kitzsteinhorn gilt das Skigebiet als besonders schneesicher. WintersportlerInnen aller Altersgruppen und Könnensstufen finden dort umfangreiche Möglichkeiten. Von schönen Kinderlbereichen und familienfreundlichen Pisten bis hin zu anspruchsvollen schwarzen Abfahrten wie der Black Mamba und der Trass.