Die meisten fahren mit dem eigenen Auto in den Skiurlaub und die Anreise in die Alpen ist oft lang, nass und am Ende verschneit. Umso wichtiger sind gute Winterreifen. ADAC und ÖAMTC haben für die Saison 2026/2027 insgesamt 32 Modelle in zwei gängigen Größen getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur sechs Reifen schaffen die Note „gut“. Ich zeige dir, welche Winterreifen überzeugen, von welchen du besser die Finger lässt und welche Reifen ich selbst fahre.
Das Wichtigste in Kürze
- Testsieger Mittelklasse (225/50 R17): Pirelli Cinturato Winter 3, knapp vor dem Continental WinterContact TS 870.
- Testsieger Kleinwagen (185/65 R15): Continental WinterContact TS 870.
- Stärkster Reifen auf Schnee unter den „guten“: Michelin Alpin 7.
- Hohe Laufleistung: Dunlop Winter und Goodyear UltraGrip Performance 3.
- Finger weg: Sunwide Snowide, Royal Black Royalwinter UHP, Aptany RW211, Tracmax Ice-Plus S210, Toyo Tires Observe EWS1, Falken Eurowinter HS02 Pro, Rockblade Rock 868S, Atlas Polarbear HP und Sunny Winter-max NW611.
Winterreifen Test 2026: Die Ergebnisse im Überblick
Wer im Winter mit dem Auto unterwegs ist, braucht in Deutschland bei Schnee, Eis und Glätte Winterreifen. Zudem gilt die situative Winterreifenpflicht natürlich auch auf dem Weg in die Alpen, denn in Österreich und den übrigen Alpenländern sieht es ähnlich aus. Getestet wurden in diesem Jahr zwei Größen: 185/65 R15 für Kleinwagen wie VW Polo, Opel Corsa oder Škoda Fabia und 225/50 R17 für Mittelklassemodelle wie Audi A4, BMW 3er oder Mercedes C-Klasse.
Die fünf wichtigsten Erkenntnisse:
- Nur sechs der 32 Reifen sind „gut“ – vier in der Mittelklasse-Größe, gerade einmal zwei bei den Kleinwagenreifen.
- Nur Continental und Michelin schaffen in beiden Größen ein „gut“.
- Entscheidend ist die Nässe: Wo ein guter Reifen schon steht, sind die schlechtesten noch mit bis zu 47 km/h unterwegs.
- Stark auf Schnee reicht nicht: Die beiden besten Schneereifen des Tests fallen trotzdem durch.
- Auf große Namen ist kein Verlass: Falken und Toyo Tires fallen durch, bei den Kleinwagenreifen enttäuschen auch Bridgestone, Nokian und Vredestein.
Welche Reifengröße brauche ich?
Getestet wurden nur zwei Größen und dein Auto fährt womöglich eine andere. Die Größe steht auf der Reifenflanke, etwa „205/55 R16“. Welche Größen für dein Auto zugelassen sind, verraten die Zulassungsbescheinigung Teil I und das CoC-Papier. Die Zahl hinter dem R steht für den Felgendurchmesser in Zoll: In diesem Test ging es also um 15- und 17-Zoll-Reifen. SUV-Größen waren nicht dabei.
Deine Größe ist nicht dabei? Nach Angaben des ADAC lassen sich die Ergebnisse übertragen, solange die Breite um höchstens 10 Millimeter und das Querschnittsverhältnis um höchstens 5 Prozentpunkte abweicht und der Felgendurchmesser gleich bleibt. Ein 195/60 R15 ist dem getesteten 185/65 R15 also nah genug, ein 205/55 R16 nicht mehr. Dann lohnt ein Blick in ältere Tests von ADAC oder ÖAMTC oder ein Gespräch im Reifenfachhandel. Eine Einschränkung gibt es: Ergebnisse von Reifen mit Geschwindigkeitsindex V oder höher gelten nicht für Reifen mit niedrigerem Index.
ADAC Winterreifen Test 2026: 225/50 R17 – Pirelli vorn
ADAC und ÖAMTC testen gemeinsam mit weiteren europäischen Automobilclubs, die Noten sind deshalb identisch. So liest du die Tabelle:
- Urteil: Schulnote von 0,6 (sehr gut) bis 5,5 (mangelhaft). „Gut“ reicht bis 2,5, „befriedigend“ bis 3,5 und „ausreichend“ bis 4,5.
- Gewichtung: 70 % Fahrsicherheit auf trockener, nasser und winterlicher Fahrbahn, 30 % Umweltbilanz mit Laufleistung, Abrieb und Verbrauch.
- Preis: typischer Marktpreis pro Reifen ohne Montage, ermittelt vom ADAC.
Wichtig: Wer in einem sicherheitsrelevanten Kriterium patzt, wird abgewertet. Gute Noten an anderer Stelle retten das Ergebnis dann nicht mehr.
| # | Winterreifen | Preis | Fahrsicherheit | Umweltbilanz | Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Pirelli Cinturato Winter 3 | 149 € | 2,1 | 2,5 | 2,2 gut |
| 2 | Continental WinterContact TS 870 | 150 € | 2,2 | 2,5 | 2,3 gut |
| 3 | Goodyear UltraGrip Performance 3 | 148 € | 2,6 | 2,0 | 2,4 gut |
| 4 | Michelin Alpin 7 | 165 € | 2,6 | 2,3 | 2,5 gut |
| 5 | Bridgestone Blizzak 6 | 143 € | 2,6 | 2,6 | 2,6 befriedigend |
| 6 | Hankook Winter i*cept RS3 | 122 € | 2,6 | 2,8 | 2,7 befriedigend |
| 7 | ESA+TECAR Supergrip Pro2* | n. v. | 2,9 | 2,2 | 2,7 befriedigend |
| 8 | Dunlop Winter | 120 € | 3,4 | 1,8 | 2,9 befriedigend |
| 9 | Yokohama BluEarth Winter V906 | 98 € | 3,1 | 3,1 | 3,1 befriedigend |
| 10 | Vredestein Wintrac Pro+ | 114 € | 3,1 | 3,2 | 3,1 befriedigend |
| 11 | Falken Eurowinter HS02 Pro | 108 € | 4,8 | 3,4 | 4,8 mangelhaft |
| 12 | Toyo Tires Observe EWS1 | (108 €) | 5,3 | 2,3 | 5,3 mangelhaft |
| 13 | Tracmax Ice-Plus S210 | (68 €) | 5,4 | 2,9 | 5,4 mangelhaft |
| 14 | Aptany RW211 | 61 € | 5,4 | 3,1 | 5,4 mangelhaft |
| 15 | Royal Black Royalwinter UHP | (85 €) | 5,5 | 2,1 | 5,5 mangelhaft |
| 16 | Sunwide Snowide | 116 € | 5,5 | 3,1 | 5,5 mangelhaft |
Noten von 0,6 bis 5,5, niedriger ist besser. Preis: typischer Marktpreis pro Reifen ohne Montage laut ADAC; Preise in Klammern sind laut ADAC nicht repräsentativ. Quelle: ADAC und ÖAMTC, Winterreifentest 2026. *Nur in der Schweiz erhältlich, n. v. = nicht verfügbar.
ADAC Winterreifen Test 2026: 185/65 R15 – Continental siegt, viele enttäuschen
| # | Winterreifen | Preis | Fahrsicherheit | Umweltbilanz | Urteil |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Continental WinterContact TS 870 | 80 € | 2,0 | 2,8 | 2,2 gut |
| 2 | Michelin Alpin 7 | 80 € | 2,3 | 2,9 | 2,5 gut |
| 3 | Hankook Winter i*cept RS3 | 63 € | 2,9 | 3,4 | 3,1 befriedigend |
| 4 | Linglong Sport Master Winter | 54 € | 3,1 | 3,2 | 3,1 befriedigend |
| 5 | Optimo Winter Touring OW41 | 49 € | 3,1 | 3,5 | 3,2 befriedigend |
| 6 | Goodyear UltraGrip Performance 3 | 75 € | 3,4 | 3,0 | 3,3 befriedigend |
| 7 | GT Radial WinterPro2 Evo | 74 € | 3,5 | 3,4 | 3,5 befriedigend |
| 8 | Bridgestone Blizzak LM 005 | 73 € | 3,2 | 3,8 | 3,8 ausreichend |
| 9 | Nokian Tyres Snowproof 2 | 62 € | 3,8 | 3,1 | 3,8 ausreichend |
| 10 | Vredestein Wintrac | 62 € | 3,8 | 3,3 | 3,8 ausreichend |
| 11 | Barum Polaris 6 | 59 € | 3,8 | 3,5 | 3,8 ausreichend |
| 12 | Kumho WinterCraft WP52+ | 47 € | 3,9 | 3,0 | 3,9 ausreichend |
| 13 | Viking WinTech NewGen | (61 €) | 3,9 | 3,6 | 3,9 ausreichend |
| 14 | Sunny Winter-max NW611 | (46 €) | 4,8 | 2,9 | 4,8 mangelhaft |
| 15 | Atlas Polarbear HP | (60 €) | 5,5 | 2,7 | 5,5 mangelhaft |
| 16 | Rockblade Rock 868S | (66 €) | 5,5 | 3,1 | 5,5 mangelhaft |
Noten von 0,6 bis 5,5, niedriger ist besser. Preis: typischer Marktpreis pro Reifen ohne Montage laut ADAC; Preise in Klammern sind laut ADAC nicht repräsentativ. Quelle: ADAC und ÖAMTC, Winterreifentest 2026.
Die Top 5 der besten Winterreifen
Für Mittelklassewagen in 225/50 R17 sind das die sichersten Modelle für die Fahrt in die Alpen:
- Pirelli Cinturato Winter 3. Laut ADAC der sicherste Reifen im Feld. Auf nasser Fahrbahn setzt er Maßstäbe: kurze Bremswege, viel Reserve beim Aquaplaning und ein präzises Handling.
- Continental WinterContact TS 870. Ebenfalls auf sehr hohem Sicherheitsniveau, mit kurzen Bremswegen auf trockener und nasser Straße. Leichte Abzüge gibt es bei der Lenkpräzision und im Schnee-Handling.
- Goodyear UltraGrip Performance 3. Der Ausgewogene mit hoher Laufleistung und einer Umweltbilanz von 2,0. Auf Schnee und Eis zeigt er kleine Schwächen.
- Michelin Alpin 7. Unter den vier „guten“ Reifen der stärkste auf Schnee und Eis. Auf trockener Straße lenkt er etwas weniger präzise.
- Bridgestone Blizzak 6. Ein solides „befriedigend“ (2,6) ohne echte Ausreißer bei Fahrsicherheit und Umweltbilanz.
Bei den Kleinwagenreifen in 185/65 R15 kann der Test nur zwei Modelle uneingeschränkt empfehlen: den Testsieger Continental WinterContact TS 870 und den Michelin Alpin 7.
Welcher Reifen passt zu deinem Skiurlaub?
Ein Reifentest bildet den Alltag ab. Die Fahrt in den Skiurlaub ist aber eine besondere Belastung: viele Stunden Autobahn, häufig Regen oder Schneematsch und zum Schluss die Bergstraße ins Skigebiet. Unsere Empfehlung:
- Viel Autobahn, gut erreichbarer Skiort: Pirelli Cinturato Winter 3 oder Continental WinterContact TS 870. Beide sind auf nasser Fahrbahn am stärksten und genau die erwartet dich unterwegs am häufigsten.
- Hoch gelegene Orte, Gletscher, Passstraßen: Michelin Alpin 7. Unter den guten Reifen hat er auf Schnee den meisten Grip.
- Vielfahrer: Goodyear UltraGrip Performance 3. Gutes Testergebnis plus hohe Laufleistung.
- Kleinwagen: Continental WinterContact TS 870, der klare Sieger in dieser Größe.
Und ganz egal, welcher Reifen: Pack Schneeketten ein. Auf manchen Alpenstraßen sind sie bei Schnee vorgeschrieben.
Meine Wahl: Goodyear UltraGrip Performance 3
Ich selbst fahre diesen Winter den Goodyear UltraGrip Performance 3. Testsieger ist er nicht, aber in der großen Größe schneidet er mit „gut“ ab und punktet mit hoher Laufleistung. Um ehrlich zu sein: Bestellt hatte ich den Satz schon, bevor die Ergebnisse veröffentlicht wurden. Wie er sich schlägt, weiß ich also erst nach diesem Winter. Mit dem Vorgänger, dem UltraGrip Performance+, war ich allerdings sehr zufrieden. Nach der Saison berichte ich, wie sich der Neue auf dem Weg in den Schnee gemacht hat.
Was ist neu im Vergleich zum Vorjahr?
Im vergangenen Jahr hieß der Testsieger Goodyear UltraGrip Performance 3, damals in der Größe 225/40 R18. Diesmal reicht es in 225/50 R17 für Platz drei und weiterhin für ein „gut“, in 185/65 R15 dagegen nur für ein „befriedigend“. Das zeigt: Schau immer auf das Ergebnis in deiner Größe. Ein und derselbe Reifen kann je nach Dimension ganz unterschiedlich abschneiden.
Neu an der Spitze sind der Michelin Alpin 7 und der Pirelli Cinturato Winter 3, der auf Anhieb die Mittelklasse-Größe gewinnt.
Nasse Fahrbahn: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen
Die größten Unterschiede zeigen sich beim Bremsen auf Nässe. In der Größe 225/50 R17 stehen Continental und Pirelli nach einer Vollbremsung aus 80 km/h laut ADAC schon nach rund 35 Metern. Der Sunwide Snowide braucht fast 12 Meter mehr – das entspricht etwa drei Autolängen. Wo das Auto mit den besten Reifen bereits steht, rollt es mit dem Sunwide noch mit rund 40 km/h weiter.
Bei den Kleinwagenreifen ist das Ergebnis noch dramatischer: Mit Sunny, Atlas und Rockblade ist der Testwagen an dieser Stelle noch 38 bis 47 km/h schnell. Ein Aufprall bei diesem Tempo hat schwere Folgen.
Top auf Schnee – und trotzdem durchgefallen
Kurios: Der beste Schneereifen bei den Mittelklassereifen ist ausgerechnet der Sunwide Snowide, bei den Kleinwagenreifen der Rockblade Rock 868S. Beide bekommen trotzdem ein „mangelhaft“ (5,5). Auf trockener und vor allem auf nasser Straße sind sie so schwach, dass die Tester sie als unsicher einstufen. Und genau darauf kommt es an: Auch im Winter fährst du meist auf nassen oder trockenen Straßen, nicht auf Schnee.
Finger weg von diesen Winterreifen
Am Ende der Rangliste stehen vor allem Billigreifen. Nicht kaufen solltest du: Sunwide Snowide, Royal Black Royalwinter UHP, Aptany RW211, Tracmax Ice-Plus S210, Rockblade Rock 868S, Atlas Polarbear HP und Sunny Winter-max NW611.
Auch zwei bekannte Marken fallen durch: der Falken Eurowinter HS02 Pro und der Toyo Tires Observe EWS1. Auf trockener und nasser Straße fahren beide ordentlich, auf Schnee bauen sie aber kaum Seitenführung auf. Das Auto schiebt früh über die Vorderräder oder bricht hinten aus. Für einen Winterreifen ist das ein K.-o.-Kriterium.
Billig oder preiswert? Preis und Leistung im Vergleich
Der günstigste Reifen ist nicht automatisch der preiswerteste. In der Tabelle siehst du, was ein Satz von vier Reifen in 225/50 R17 auf Basis der ADAC-Marktpreise kostet, zusammen mit dem Gesamturteil und der Umweltbilanz, in die die Laufleistung zu 40 % einfließt. Der Dunlop Winter hält mit prognostizierten rund 59.300 Kilometern am längsten und hat die beste Umweltbilanz, kommt bei der Fahrsicherheit aber nur auf eine 3,4. Der Goodyear kombiniert ein „gut“ mit einer sehr guten Umweltbilanz. Und der Hankook kostet pro Satz rund 100 Euro weniger als die Spitzenreifen und landet solide bei „befriedigend“.
| Winterreifen | Preis pro Satz | Urteil | Umweltbilanz |
|---|---|---|---|
| Pirelli Cinturato Winter 3 | 596 € | 2,2 gut | 2,5 |
| Continental WinterContact TS 870 | 600 € | 2,3 gut | 2,5 |
| Goodyear UltraGrip Performance 3 | 592 € | 2,4 gut | 2,0 |
| Michelin Alpin 7 | 660 € | 2,5 gut | 2,3 |
| Bridgestone Blizzak 6 | 572 € | 2,6 befriedigend | 2,6 |
| Hankook Winter i*cept RS3 | 488 € | 2,7 befriedigend | 2,8 |
| Dunlop Winter | 480 € | 2,9 befriedigend | 1,8 |
Preis pro Satz: vier Reifen in der Größe 225/50 R17, berechnet mit dem typischen Marktpreis laut ADAC, ohne Montage. Umweltbilanz: unter anderem Laufleistung, Abrieb und Verbrauch; niedriger ist besser. Quelle: ADAC und ÖAMTC, Winterreifentest 2026.
Gute Alternativen aus dem Mittelfeld
Premium ist nicht die einzige sichere Wahl. Diese Reifen schneiden mit „befriedigend“ ab und sind eine echte Alternative, wenn du ihre Schwächen kennst:
- Hankook Winter i*cept RS3: in beiden Größen „befriedigend“. Bei den Kleinwagenreifen ist er laut ADAC, wie Optimo und Goodyear, vor allem für regenreiche Regionen eine gute Wahl.
- Dunlop Winter: höchste Laufleistung und beste Umweltbilanz, dafür Abstriche bei der Fahrsicherheit.
- Linglong Sport Master Winter und Optimo Winter Touring OW41: Die beiden weniger bekannten Marken liegen bei den Kleinwagenreifen vor Goodyear, Bridgestone, Nokian und Vredestein. Mit rund 54 beziehungsweise 49 Euro pro Reifen gehören sie zu den günstigsten empfehlenswerten Modellen.
Im Zweifel hilft die Beratung in der Werkstatt oder im Reifenfachhandel.
Kleinwagen: Genau hinschauen lohnt sich
Die Kleinwagen-Größe 185/65 R15 enttäuscht auf breiter Front: Nur zwei von 16 Reifen sind „gut“, fünf „befriedigend“ und ganze neun hält der ADAC für nicht empfehlenswert. Gut ein Drittel schwächelt bei milden Temperaturen auf trockener Straße, und echte Kilometerfresser sind keine dabei. Selbst der Kumho kommt nur auf rund 40.000 Kilometer. Bridgestone bietet in dieser Größe sogar noch den älteren Blizzak LM 005 an, der schon nach rund 22.000 Kilometern abgefahren ist.
Bist du mit dem Kleinwagen nur selten im Schnee unterwegs, kann ein guter Ganzjahresreifen eine Überlegung wert sein. Wer regelmäßig in die Alpen fährt, ist mit echten Winterreifen besser bedient und landet dann beim Continental oder beim Michelin.
So findest du den richtigen Winterreifen
- Kenne dein Fahrprofil. Viel Autobahn bei Regen? Dann zählen vor allem die Nässenoten. Regelmäßig im Skiurlaub? Dann achte stärker auf die Wertung auf Schnee.
- Verlass dich nicht allein auf das EU-Reifenlabel. Laut ADAC spiegelt es nicht zwingend die tatsächliche Leistung auf Nässe wider.
- Kauf keine Reifen, die bei Lieferung älter als drei Jahre sind. Das Herstellungsdatum steht in der DOT-Nummer auf der Flanke.
- Schau nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Umweltbilanz und Laufleistung.
- Prüfe das Ergebnis in deiner Größe. Derselbe Reifen kann in einer anderen Dimension deutlich anders abschneiden.
Und Ganzjahresreifen?
Moderne Ganzjahresreifen, auch Allwetterreifen genannt, sind inzwischen gute Alternativen. Tragen sie das Alpine-Symbol (3PMSF, Berg mit Schneeflocke), erfüllen sie die Vorraussetzungen der Winterreifenpflicht in Deutschland und in den meisten Alpenländern. Ein Kompromiss bleiben sie trotzdem: Die beste Leistung bekommst du nur mit Winterreifen im Winter und Sommerreifen im Sommer.
Gut vorbereitet in den Skiurlaub
Mehr Tipps für eine entspannte Anreise:
Diese Fehler solltest du vor der Abfahrt vermeiden
- Die Sommerreifen bleiben zu lange drauf.
- Die Profiltiefe wird nicht geprüft. Unter 4 Millimetern lassen Winterreifen spürbar nach, laut ADAC vor allem beim Aquaplaning.
- Alte Winterreifen ohne Alpine-Symbol: Reine M+S-Reifen gelten in Deutschland nicht mehr als Winterreifen.
- Gute Winterreifen, aber keine Schneeketten im Kofferraum.
- Die Regeln im Transit- oder Urlaubsland sind nicht bekannt, dabei unterscheiden sie sich von Land zu Land.
FAQ: Die wichtigsten Fragen zu Winterreifen
Wir sind jeden Winter viele Kilometer mit dem Auto in die Alpen unterwegs und wissen, wie viel gute Winterreifen ausmachen. Die Ergebnisse in diesem Artikel stammen von ADAC und ÖAMTC, die gemeinsam mit weiteren europäischen Automobilclubs testen. Die Reifen werden anonym im Handel gekauft und auf trockener, nasser und verschneiter Fahrbahn, auf Eis und auf Verschleiß geprüft.
- ADAC Winterreifentest 185/65 R15 und ADAC Winterreifentest 225/50 R17: je 16 Winterreifen
- ÖAMTC Winterreifentest 2026: 32 Winterreifen in den Größen 185/65 R15 und 225/50 R17