In den letzten Tagen hat es in einigen Gebieten geschneit, vor allem in den Höhenlagen. In den Tälern regnete es lokal sehr stark. Der Wind weht derzeit aus West/Nordwest, wodurch es in den Alpenländern und den deutschen Skigebieten deutlich milder ist. Neugierig auf das Skiwetter der nächsten Tage? Mehr dazu in diesem Bergwetterbericht!
Heute etwas Schnee auf der Alpennordseite
In den Höhenlagen hat sich die Schneedecke wieder gut erhöht. Wie ihr im Instagram-Update von gestern unten sehen könnt, hat es unter anderem in See im Paznaun ordentlich geschneit, Kollegin Bettina hatte ihren Spaß im Schneetreiben. Die Schneefallgrenze schwankte stark. Tagsüber lag sie zwischen 1.500 und 2.200 Metern Höhe, mit lokalen Ausreißern nach unten, aber nachts fiel auch Schnee unter 1.000 Metern Höhe. Der Schwerpunkt der Schneefälle lag auf der Nordseite des Alpenhauptkamms, und auch heute und morgen könnten dort einige winterliche Niederschläge fallen. Die Schneefallgrenze wird in der Schweiz 1.800-2.100 Meter und in Österreich 1.500-1.800 Meter erreichen.
Starke Westströmung
Eine starke Westströmung bestimmt das Wettergeschehen in den Alpenländern in den nächsten Tagen. Sie bringt viele Wolken, aber auch starken Wind. Vor allem im Süden kommt es zu vorübergehenden Auflockerungen, doch bleiben hohe Wolken am Himmel. Im Laufe des Nachmittags verdichten sich die Wolken von Westen her. Es folgt eine Kaltfront mit Niederschlag, der aber vor allem in den Höhenlagen noch als Schnee fällt. Im Laufe des Tages wird der Wind stürmisch. Es ist damit zu rechnen, dass viele Lifte schließen müssen oder gar nicht erst öffnen.
Mehr Schnee am Donnerstag und Freitag
Durch die stürmische West- bis Nordwestströmung wird es am Alpenhauptkamm dicht bewölkt sein. In der Nacht zum Donnerstag nehmen die Niederschläge an Intensität zu. Dank der Kaltfront kühlt es dann vorübergehend wieder etwas ab. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 1.000 und 1.700 Metern Höhe. Es ist also damit zu rechnen, dass es darunter noch einiges an Regen geben kann. Am Donnerstag fällt der meiste Schnee in der Schweiz, in Österreich und gebietsweise in Süddeutschland. Örtlich können 20 bis 40 cm Schnee fallen. In Frankreich und Italien wird es kaum Niederschlag geben. Vorsicht: der Sturm am Donnerstag kann Probleme verursachen. Am Freitag folgt eine neue Störung. Auf der Nordseite des Alpenhauptkamms wird es fast den ganzen Tag bewölkt sein und aus den Wolken fällt einiger Niederschlag. Auch hier liegt die Schneefallgrenze hoch.
Sonniges Wochenende?
Das Wochenende sieht deutlich sonniger aus, auch wenn das längst nicht überall der Fall ist. Vor allem auf der Nordseite des Alpenhauptkamms bleibt die Wetterlage wechselhaft. Neue Störungen werden sogar etwas Regen und Schnee bringen. Im übrigen Alpenraum scheint die Sonne in Hülle und Fülle. Allerdings ist es noch recht mild und die tiefwinterlichen Verhältnisse sind erst einmal vorbei.
Stürmischer Regentag in Deutschland
Bei uns hat der Mittwoch stürmisch und regnerisch begonnen. Im freien Gelände treten heute Windböen von bis zu 90 km/h auf, und mit Temperaturen zwischen 6 und 12 °C ist es für die Jahreszeit sehr mild. Heute Abend sinkt das Quecksilber, so dass in den Höhenlagen zum Beispiel im Sauerland, in Oberstdorf oder Garmisch-Classic etwas Schnee fallen kann. Die stürmischen Winde nehmen dann auch an Stärke ab. Am Donnerstag ist das Wetterbild etwas ruhiger. Sogar die Sonne lässt sich gelegentlich blicken. Am Freitag folgen wieder dichte Wolken mit gelegentlichem Regen und Graupel. Ab Samstag gewinnt ein Hochdruckgebiet die Oberhand, wobei örtlich dichter Nebel für schlechte Sicht sorgen kann.