12. Juli 2018 Von: Marlene in 'Skifahren'' | 0 Kommentare

Sommerskifahren im Grünen

Der Sommer ist für so manchen eingefleischten Wintersportler eine Herausforderung. Während andere sich am Strand in der Sonne liegen, wünschen sich fanatische Skifahrer und Snowboarder auch bei 30°C den Winter zurück. Doch die nächste Skisaison startet für die meisten Schneeliebhaber frühestens im Herbst. Bis dahin muss die skifreie Zeit irgendwie überbrückt werden. Zum Beispiel in einem Skigebiet auf der Südhalbkugel oder den Gletscher- und Ganzjahresskigebieten der Alpen. Snowplaza hat sich mit dem Thema Skifahren im Sommer unter der Betrachtung ökologischer Gesichtspunkte auseinander gesetzt und fragt: Muss Sommerskifahren eigentlich sein?

Skifahren im Sommer am Gletscher

Wer auch im Sommer nicht auf das Skifahren verzichten möchte, der kann in eines der ganzjährig geöffneten Gletscherskigebiete ausweichen. In Tirol gibt es beispielsweise den Hintertuxer Gletscher, an dem die Liftanlagen 365 Tage im Jahr in Betrieb sind. Während die Pisten besonders vormittags noch gut zu befahren sind, ist nachmittags je nach Wetter und Sonneneinstrahlung eher mit sulzigen Verhältnissen zu rechnen. Außerdem sind im Hochsommer natürlich nicht alle Pisten geöffnet. Beim Skifahren in der schneeweißen Gletscherumgebung kommt dennoch das Wintergefühl zurück.

Hintertuxer Gletscher im Juli 2016

Hintertuxer Gletscher im Juli 2016

Rückgang der Gletscher in den Alpen

Allerdings ist es schon lange kein Geheimnis mehr, dass die Gletscher Jahr für Jahr kleiner werden. Das betrifft auch die Gletscherskigebiete der Alpen sehr stark. Im Durchschnitt gingen die Gletscher der Alpen in der vergangenen Sommersaison 2017 laut des DAV um durchschnittlich 25,2 Meter zurück. Erschreckend ist, dass der Rückgang selbst innerhalb eines kurzen Zeitraums mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Der Wintersport, der im Sommer ausgeübt wird, hat damit zwar direkt nichts zu tun, dennoch machen sich natürlich vor allem die Anfahrten in die oftmals entfernt liegenden Gletscherskigebiete in der Masse bemerkbar.

Sommer-Skifahren auf der Südhalbkugel

Wenn die Gletscher weiterhin so rasant zurückgehen, müssen sich Wintersportler im Sommer nochmals andere Skiorte suchen. Dann bleibt aber immer noch die Südhalbkugel. Während sich in Deutschland die Menschen am Strand von Nord- und Ostsee räkeln, ist auf der anderen Seite der Erde Winter. Es mag sich komisch anhören, dass es in exotischen Ländern wie Chile, Australien und Südafrika Skigebiete gibt. Doch ab Anfang Juni öffnen auf der Südhalbkugel vielerorts die hohen, schneesicheren Skiberge ihre Liftanlagen. Wer zum Skifahren auf die andere Seite der Welt fliegt, muss sich allerdings auf lange Reisezeiten und eine höhere Rechnung für den Skiurlaub einstellen.

Jamtalferner in der Silvretta 2011 und 2016 im Vergleich

Jamtalferner in der Silvretta 2011 und 2016 im Vergleich © Alpenverein/G. Groß

Alternative Sommersportarten für Wintersportler

Alle Wintersportler, die sich nun verzweifelt fragen, wie sie den Sommer ohne Skifahren eigentlich überleben, können beruhigt sein. Denn im Sommer gibt es etliche Sportarten, die genauso viel Spaß machen und gleichzeitig weniger belastend für die Umwelt sind. Zum Beispiel trifft man passionierte Snowboarder in der heißen Jahreszeit oft beim Wellenreiten oder beim Wakeboarden an der Anlage an. Neben dem Wasserski zieht auch das Kitesurfen mehr und mehr Skifahrer in den Bann. Wem das noch zu langweilig ist, der kann sogar mit speziellen Skiern auf Monsterwellen surfen. Denn am Ende sind Skifahrer und Snowboarder auch nur Wassersportler. Die Sportarten passen sich nur an die jeweilige Jahreszeit und an den Aggregatzustand des Wassers an.

Dieser Wintersportler hätte wohl besser auf das Skifahren im Sommer verzichtet ...

Sommerskifahren schlecht für den ökologischen Fußabdruck?

Die umständliche Anreise in eines der Skigebiete auf der Südhalbkugel per Flugzeug und Auto hinterlässt sicher genauso seine Spuren in der Atmosphäre wie der Besuch einer künstlich runtergekühlten Skihalle. Skifahren in einem Sommerskigebiet kann man zumindest mal ausprobieren. Da Skifahrer und Snowboarder aber einen aktiven Sport in der Natur betreiben, sollte ihnen das Thema Umweltschutz auch im Sommer am Herzen liegen. Angesichts der Alternativen, die witterungsbedingt teilweise nur im Sommer stattfinden können, lohnt sich außerdem das Warten auf den nächsten Skiurlaub. Im Profi-Bereich sieht die Sache hingegen anders aus. Skirennfahrer, die z. B. beim Ski-Weltcup an den Start gehen, müssen natürlich auch im Sommer trainieren.

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Als Wahlmünchenerin habe ich die Alpen ja quasi vor der Tür und bin deshalb gern in den Bergen unterwegs. Von Oktober bis Mai und manchmal auch im Hochsommer begleiten mich dabei meine geliebten Skier.

 
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