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Gletscher in Saas Fee

Der Sommer ist für so manch passionierten WintersportlerInnen eine Herausforderung. Während andere am Strand in der Sonne liegen, wünschen sich extreme Fans des Skifahrens und Snowboardens auch bei 30 °C den Winter zurück. Doch die nächste Skisaison startet für die meisten SchneeliebhaberInnen frühestens im Herbst. Bis dahin muss die skifreie Zeit irgendwie überbrückt werden. Zum Beispiel in einem Skigebiet auf der Südhalbkugel oder in den Gletscher- und Ganzjahresskigebieten der Alpen. Snowplaza hat sich mit dem Thema Skifahren im Sommer unter Betrachtung ökologischer Gesichtspunkte auseinandergesetzt und fragt: Muss Sommerskifahren eigentlich sein?

Kurz zusammengefasst

  • Ist Sommerskifahren in Zeiten des Klimawandels noch zeitgemäß? Dabei werden Möglichkeiten wie Gletscherskigebiete in den Alpen oder Skigebiete auf der Südhalbkugel vorgestellt und deren ökologische Auswirkungen diskutiert.
  • Im Fokus stehen die Folgen des Gletscherrückgangs in den Alpen sowie die Umweltbelastung durch lange Anreisen, Flugreisen und den Betrieb von Ganzjahres- und Gletscherskigebieten.
  • Eine Alternative zum Skifahren im Sommer sind verschiedene Sportarten wie Wakeboarden, Kitesurfen oder Wellenreiten, die ähnliche Erlebnisse bieten und gleichzeitig als umweltfreundlichere Freizeitaktivitäten gelten.

Skifahren im Sommer am Gletscher

Wer auch im Sommer nicht auf das Skifahren verzichten möchte, der kann in eines der ganzjährig geöffneten Gletscherskigebiete ausweichen. Während die Pisten besonders vormittags noch gut zu befahren sind, ist nachmittags je nach Wetter und Sonneneinstrahlung eher mit sulzigen Verhältnissen zu rechnen. Zudem sind im Hochsommer natürlich nicht alle Pisten geöffnet. Beim Skifahren in der schneeweißen Gletscherumgebung kommt dennoch das Wintergefühl zurück.

Rückgang der Gletscher in den Alpen

Allerdings ist es schon längst kein Geheimnis mehr, dass die Gletscher Jahr für Jahr kleiner werden. Davon sind auch die Gletscherskigebiete der Alpen immer stärker betroffen. Folgt man dem Gletscherbericht des österreichischen Alpenvereins, erkennt man, wie stark. Erschreckend ist, dass der Rückgang einiger Gletscher selbst innerhalb eines kurzen Zeitraums bereits mit dem bloßen Auge sichtbar ist. Der Wintersport, der im Sommer ausgeübt wird, hat damit zwar direkt nichts zu tun, dennoch machen sich natürlich vorrangig die Anfahrten in die oftmals entfernt liegenden Gletscherskigebiete in der Masse bemerkbar.

Am Hintertuxer Gletscher kann man an 365 Tagen im Jahr Skifahren

Sommerskifahren auf der Südhalbkugel

Wenn die Gletscher in den Alpen weiterhin so rasant zurückgehen, müssen sich WintersportlerInnen im Sommer wieder andere Skiorte suchen. Ihnen bleibt dann noch die Südhalbkugel. Während sich im Sommer in Deutschland die Menschen an den Stränden von Nord- und Ostsee tummeln, ist auf der anderen Seite der Erde Winter. Es mag sich seltsam anhören, dass es in Ländern außerhalb von Europa wie Chile, Australien und Südafrika Skigebiete gibt. Doch ab Anfang Juni öffnen auf der Südhalbkugel vielerorts die hohen, schneesicheren Skiberge ihre Liftanlagen. Wer zum Skifahren auf die andere Seite der Welt fliegt, muss sich allerdings auf lange Reisezeiten und auf höhere Kosten für den Skiurlaub einstellen.

Ist Sommerskifahren schlecht für den ökologischen Fußabdruck?

Die umständliche Anreise in eines der Skigebiete auf der Südhalbkugel per Flugzeug und Auto hinterlässt sicher genauso seine Spuren in der Atmosphäre wie der Besuch einer künstlich runter gekühlten Skihalle. Skifahren in einem Sommerskigebiet kann man natürlich mal ausprobieren. Da SkifahrerInnen und SnowboarderInnen aber einen aktiven Sport in der Natur betreiben, sollte ihnen das Thema Umweltschutz auch im Sommer am Herzen liegen. Angesichts der Alternativen, die witterungsbedingt teilweise nur im Sommer stattfinden können, lohnt sich außerdem das Warten auf den nächsten Skiurlaub. Im Profi-Bereich sieht die Sache hingegen anders aus. SkirennfahrerInnen, die z. B. beim Ski-Weltcup an den Start gehen, müssen natürlich auch im Sommer trainieren.

Gletsjerspleet

Alternative Sommersportarten für WintersportlerInnen

Alle WintersportlerInnen, die sich nun verzweifelt fragen, wie sie den Sommer ohne Skifahren eigentlich überleben, können beruhigt sein. Denn im Sommer gibt es etliche Sportarten, die genauso viel Spaß machen und gleichzeitig weniger belastend für die Umwelt sind. Zum Beispiel trifft man passionierte SnowboarderInnen in der heißen Jahreszeit oft beim Wellenreiten oder beim Wakeboarden an verschiedenen Anlagen. Neben dem Wasserski zieht auch das Kitesurfen mehr und mehr SkifahrerInnen und SnowboarderInnen in den Bann. Wem das noch zu langweilig ist, der kann beim Wave-Skiing sogar mit speziellen Skiern auf Monsterwellen surfen. Denn am Ende sind SkifahrerInnen und SnowboarderInnen auch nur Wassersportler. Die Sportarten passen sich nur an die jeweilige Jahreszeit und an den Aggregatzustand des Wassers an.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Sommerskilauf

Wo kann man auch im Sommer Skifahren?

Skifahren im Sommer ist vor allem in Gletscherskigebieten und auf der Südhalbkugel möglich. In den Alpen bieten einige Gletscher auch während der warmen Monate geöffnete Pisten an, darunter die Gletscherregion bei Zermatt in der Schweiz oder das Stilfser Joch in Italien. Alternativ können Wintersportler in den europäischen Sommermonaten nach Chile, Argentinien, Neuseeland oder Australien reisen, wo dann Wintersaison herrscht. Allerdings wird das Sommerskifahren aufgrund des Klimawandels und der Belastung für Gletscher zunehmend kritisch diskutiert.

Kann man im Sommer Skifahren?

Ja, Skifahren ist auch im Sommer möglich. Allerdings nur in bestimmten Regionen mit ganzjährig schneesicheren Bedingungen. Besonders beliebt sind Gletscherskigebiete in den Alpen, die selbst in den warmen Monaten geöffnete Pisten anbieten. Dazu gehören unter anderem der Hintertuxer Gletscher in Österreich und die Gletscherregion bei Zermatt in der Schweiz. Eine weitere Möglichkeit ist die Südhalbkugel: In Ländern wie Chile, Argentinien, Neuseeland oder Australien herrscht während des europäischen Sommers Wintersaison. Trotzdem wird Sommerskifahren heute zunehmend kritisch betrachtet, da steigende Temperaturen und der Rückgang vieler Gletscher die Zukunft des Ganzjahres-Skibetriebs unsicher machen.

In welchem Land liegt im Sommer Schnee?

Auch im Sommer gibt es mehrere Länder, in denen Schnee liegt und Skifahren möglich ist. In Europa sind vor allem Österreich, die Schweiz, Italien und Frankreich für ihre hochgelegenen Gletscher bekannt, auf denen selbst in den Sommermonaten Schnee vorhanden sein kann. Darüber hinaus herrscht auf der Südhalbkugel während des europäischen Sommers Winter. Länder wie Chile, Argentinien, Neuseeland und Australien verfügen daher zwischen Juni und September über natürliche Schneeverhältnisse und geöffnete Skigebiete. Die Schneemenge hängt jedoch von Wetter, Höhenlage und den jeweiligen klimatischen Bedingungen ab.

Wo fahren Profi-SkifahrerInnen im Sommer Ski?

Viele Profi-SkifahrerInnen nutzen die Sommermonate, um auf Gletschern oder auf der Südhalbkugel zu trainieren. Zu den beliebtesten Trainingsorten in Europa zählen der Hintertuxer Gletscher in Österreich, Zermatt in der Schweiz sowie das Stilfser Joch in Italien. Dort finden Nationalmannschaften und RennläuferInnen auch im Sommer geeignete Bedingungen für Technik- und Stangentraining. Während des europäischen Sommers reisen zahlreiche Profis außerdem nach Chile, Argentinien, Neuseeland oder Australien, wo Wintersaison herrscht und optimale Voraussetzungen für die Vorbereitung auf den kommenden Weltcup-Winter bestehen.

Was machen Wintersportler im Sommer?

Auch außerhalb der Wintersaison bleiben viele WintersportlerInnen aktiv und nutzen den Sommer für Training, alternative Sportarten und die Vorbereitung auf den nächsten Winter. Profi-SkifahrerInnen absolvieren Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining oder trainieren auf Gletschern und der Südhalbkugel. FreizeitsportlerInnen setzen häufig auf Aktivitäten wie Mountainbiken, Wandern, Klettern, Trailrunning oder Schwimmen. Auch Sportarten wie Wakeboarden, Kitesurfen oder Wellenreiten sind beliebt, da sie ähnliche Bewegungsabläufe und ein vergleichbares Freiheitsgefühl wie das Skifahren vermitteln. So bleiben Fitness, Technik und Spaß am Sport auch während der schneefreien Monate erhalten.

3237 - Winter - Miriam

Über Miriam

Skifahren, gutes Essen und entspannte Familienzeit – genau diese Mischung macht für Miriam den perfekten Skiurlaub aus. Als Redakteurin bei Snowplaza schreibt sie über familienfreundliche Skigebiete, kulinarische Highlights und persönliche Erlebnisse aus den Alpen. Dabei bringt sie ihre eigene Erfahrung als Mama und Genussmensch mit viel Herz und Authentizität ein.