14. November 2017 Von: Sarah in 'Skiführer-Tipp'' | 0 Kommentare

Sellarunde in den Dolomiten

Sellarunde in den Dolomiten

Jeder kennt sicher dieser wunderschönen Aufnahmen von der Traumbergkulisse der Dolomiten, die man immer in Filmen oder auf Fotos sieht. Nun, dieses Naturschauspiel können Skifahrer und Snowboarder auch in Echt auf der Sellarunde erleben. Die Sella Ronda, wie sie auch auf Italienisch genannt wird, führt über Skilifte und Pisten einmal komplett um das Sellamassiv in Südtirol und Trentino in den Alpen und verbindet die Skigebiete Gröden, Alta Badia und das Fassatal miteinander. Snowplaza informiert über den Streckenverlauf und zeigt, wo die schönsten Etappen der Sellarunde im UNESECO Welterbe Dolomiten liegen.

Das sind die Highlights der Sella Ronda in den Dolomiten

Die Sella Ronda ist eine Tagestour für Skiurlauber und umfasst knapp 40 Kilometer, 26 Kilometer davon sind Skipisten. Dabei durchqueren Skifahrer Gröden (Val Gardena) und Alta Badia, die zu den besten Skigebieten Italiens zählen sowie Arabba und das Fassatal, wo Abstecher zum Pordoijoch und zum Marmolada-Gletscher möglich sind. Die Sella Ronda gibt es seit den 1970er Jahren, zuerst war sie nur gegen den Uhrzeigersinn (grüner Richtungsweiser) befahrbar, mittlerweile ist auch im Uhrzeigersinn (oranger Richtungsweiser) möglich. Die Durchführbarkeit der Sellarunde wird mit Schneekanonen gewährleistet. Wer die Sella Ronda befahren möchte, benötigt den Skipass von Dolomiti Superski.

Station 1: Gröden

Die Sella Ronda kann ab allen vier eingeschlossenen Orten, also in Wolkenstein, Corvara, Arabba und Canazei begonnen werden. Dies hier ist die Variante ab Wolkenstein, das für Viele als idealer Einstiegspunkt gilt. Zuerst geht es auf das Grödner Joch (2.121 Meter). Von dort erleben Skifahrer und Snowboarder einen fantastischen Blick auf den Langkofel, der mit 3.181 Metern der Hauptgipfel der Grödner Dolomiten ist. Genießen Sie die beeindruckende Aussicht bevor es weiter nach Alta Badia geht.

Station 2: Alta Badia

Die zweite Etappe der Sella Ronda umfasst vornehmlich einfache Pisten, die direkt unter dem Sellamassiv entlang führen. Besonders zu empfehlen in Alta Badia ist ein Einkehrschwung in eine der besonderen Hütten im Skigebiet. Das kulinarische Angebot reicht von lokalen Gerichten zu italienische Pasta-Teller bis zu Grilltellern, von Fischspeisen bis zu kleinen Imbissen. Nach der Stärkung empfiehlt sich ein Abstecher zur Skipiste Gran Risa, wo schon zahlreiche Rennen des Alpinen Skiweltcups stattgefunden haben.

Station 3: Arabba-Marmolada

Auf dem nächsten Abschnitt der Sella Ronda werden die Pisten schwieriger, allerdings nicht so anspruchsvoll, dass es ein durchschnittlicher Skifahrer nicht schaffen könnte. Auch verändert sich die Länge der Skipisten, die Abfahrten dauern länger. Die Atmosphäre in Arabba wird italienischer. Highlight ist die Gletscher-Aussicht vom Porta Vescovo (2.562 Meter). Wem das noch nicht ausreicht, kann auch einen Abstecher zum Marmolada-Gletscher machen. Bei der Marmolada handelt es sich um den höchsten Berg der Dolomiten (3.343 Meter).

Aussicht auf die Marmolada vom Porta Vescovo

Station 4: Fassatal

Weiter geht es durch die Skigebiete Belvedere bei Canazai und Col Rodella bei Campitello, wo gute Snow- und Funparks für Action sorgen. Auf diesem Stück der Sellarunde sind Skifahrer komplett von den Bergriesen des UNESCO Weltkulturerbes Dolomiten umgeben. Unser Tipp ist ein Abstecher mit der Seilbahn zur Pordoispitze (2.950 m) am Sellamassiv. Auf dem Felsplateau befindet sich ein Restaurant und eine Plattform mit atemberaubender Aussicht auf den Sellastock, Rosengarten, Seiser Alm, Marmolada und Ötztaler Alpen.

Zurück ins Grödnertal

Auf dem letzten Teilstück in Richtung Wolkenstein wird’s wieder heimischer, was man daran erkennt, dass aus einigen Hütten deutsche Après-Ski-Hits schallen. Wer immer noch nicht genug von der Sella Ronda hat, dem empfehlen wir die Skipiste Saslong hinunter nach St. Christina. Bekannt ist sie vor allem durch die auf ihr veranstalteten Abfahrtsläufe der Herren im Skiweltcup. Die 3,5 km lange Strecke führt von der Seilbahnstation Ciampinoi unterhalb des Langkofels hinab ins Tal und hat ein Gefälle von bis zu 57 Prozent.

Pistenplan Sellarunde

Pistenplan Sellarunde

Welche Richtung, lieber orange oder grün?

Einen beeindruckenden Blick auf das Sellamassiv bieten sicher beide Richtungen der Sella Ronda, empfohlen wird jedoch meist die orange beschilderte Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn. Da gibt es die schöneren Abfahrtsmöglichkeiten, die Pisten sind etwas anspruchsvoller. Wenn man in die andere, grün beschilderte Richtung um den Sella-Stock fährt, sind die Pisten oft sehr flach. Ein weiterer Vorteil liegt außerdem im Sonnenverlauf, im Uhrzeigersinn fahren Skifahrer und Snowboarder nur selten im Schatten.

Nützliche Tipps für Skifahrer zur Sella Ronda

Wie lange die Skitour auf der Sella Ronda dauert, hängt von Können und Kondition des Skifahrers ab. Als durchschnittliche Zeit werden knapp 6 Stunden angegeben. Die Skirunde kann dabei von durchschnittlichen Skifahrern bewältigt werden, da man ausschließlich auf blauen und roten Pisten fährt. Es wird empfohlen, die Skirunde nicht nach 9.30 Uhr zu beginnen, da die Pisten ab 17 Uhr geschlossen sind. Besonders in der Hauptsaison sollten Wartezeiten an den Liften nicht unterschätzt werden. Eine Navigation bietet die 3D App von Dolomiti Superski. Außerdem werden damit die zurückgelegten Höhenmeter und Pistenkilometer aufgezeichnet.

Durch die Beliebtheit der Skirunde kann es am Lift mal länger dauern

Weitere Informationen zu den Skigebieten

Hotspot für deutsche Skiurlauber im Bereich der Sellarunde sind die Skigebiete Gröden (Val Gardena) und Alta Badia. Hier treffen österreichische Gemütlichkeit und italienisches Flair aufeinander. Doch egal, in welchem Skigebiet Sie Ihren Skiurlaub verbringen möchten, alle Orte sind miteinander verbunden und bilden zusammen eine der größten Skiregionen der Welt. Insgesamt stehen über 500 zusammenhängende Pistenkilometer zum Skifahren zur Verfügung. Damit sind Gröden, Alta Badia, Arabba und das Fassatal das größte Skigebiet in Italien.

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

 
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