Brav die markierten und präparierten Skipisten hinuntergleiten, Familien mit Kindern ausweichen und sich anschließend wieder am Skilift in die Schlange stellen, um das Ganze zu wiederholen. Genau das wollen FreeriderInnen nicht. Stattdessen wollen sie die Kraft der Natur hautnah spüren und mittendrin erleben, wie die Elemente der Berge den eigenen Körper an seine Grenze bringen. Für diese besonderen Ansprüche an den Skiurlaub finden FreeriderInnen hier alles Wichtige, was bei der Planung zu beachten ist.
1. Beste Reisezeit prüfen
Besonders beim Freeriden sind die Wetterverhältnisse und Schneebedingungen wichtig, denn eine vernebelte Sicht im freien Gelände kann wirklich gefährlich werden und etwa zu hohe Temperaturen können das Lawinenrisiko erhöhen. Deswegen sollten sich FreeriderInnen gut informieren, welche Reisezeit empfohlen wird, damit die Freeride-Saison optimal genutzt werden kann. Auf jeden Fall, und das gilt vor jedem Trip abseits der Pisten, die Lawinensituation nachlesen und richtig einschätzen, damit kein Risiko entstehen kann.
2. Skigebiete-Tipp: das Backcountry von Davos Klosters
Wer den Pulverschnee lieber abseits der Pisten genießt, ist in Davos Klosters genau richtig. Die Region zählt zu den besten Freeride-Gebieten der Alpen – mit sechs Skigebieten, unzähligen Variantenabfahrten und hochalpinen Routen im Backcountry. Sanfte Powder-Hänge, gesicherte Freeride-Zonen und anspruchsvolle Skitouren: Rund um Jakobshorn, Pischa, Rinerhorn und im Flüelatal findest du dein persönliches Freeride-Abenteuer. Besonders eindrucksvoll sind Touren mit Gletscherblick, Hütteneinkehr oder grenzüberschreitendem Verlauf. Dank der Höhenlage ist das Skitourenerlebnis von Dezember bis Juni möglich – ganz ohne Gedränge und Wartezeiten. Wichtig: Sicherheitsausrüstung ist Pflicht – und lokale BergführerInnen helfen bei der Planung.
- Lesetipp: Alles für einen Winterurlaub in Davos Klosters findest du in unserem Special!
3. Notfall-Ausrüstung kaufen
Wer sich im nächsten Skiurlaub zum ersten Mal ans Freeriden wagen will, der braucht unbedingt die richtige Ausrüstung. Zum Basis-Paket gehören Pieps (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde. Allerdings sollte hier nicht am Preis gespart, sondern auf gute Qualität geachtet werden. Gute Sets gibt es bereits ab 300 Euro. Sicher eine sinnvolle Investition ist auch ein ABS-Lawinenrucksack, der im Ernstfall einen Airbag auslöst und den Skifahrer an der Oberfläche der Lawine hält. Der Preis liegt zwischen 400 und 700 Euro.
4. Eigene Fähigkeiten kritisch einschätzen
Beim Freeriden geht es neben dem „an-die-Grenzen-gehen“ aber auch vornehmlich darum, die eigenen Fähigkeiten und das eigene Level ausgezeichnet zu kennen, denn Selbstüberschätzung kann beim Freeriden wirklich riskant werden. Im Zweifelsfall also entweder noch einmal ein Training buchen oder sich schon im Voraus über geführte Freeride-Touren informieren und diese von zu Hause aus buchen.
5. Eine Gruppe für die Abenteuer im Schnee finden
Eines der obersten Sicherheitsgebote beim Freeriden ist es sicher, niemals allein im offenen Gelände unterwegs zu sein, sondern mit einer Gruppe ins Hochalpine zu gehen. Wer noch keine anderen FreeriderInnen kennt, kann sich online oder in Foren schon verschiedenen Gruppen anschließen, um so gemeinsame Touren zu planen. Den Aufruf am besten schon vor der Reise starten, damit sich mögliche Interessierte anschließen können.
Weitere Freeride-Skigebiete in den Alpen
Tiefschnee, Tiefschnee und noch mehr Tiefschnee - das brauchen FreeriderInnen, wenn sie den perfekten Skiurlaub erleben wollen. Wer nicht so weit fahren will, der kommt sicher in Mittenwald am Karwendel auf seine Kosten. Hier wartet auch die längste Skiroute Deutschlands. Erstklassige Bedingungen bieten sich auch in Lech am Arlberg, mit insgesamt 200 km Tiefschneeabfahrten. Wer noch mehr Adrenalin braucht, der hat hier die Möglichkeit, das einzige Heli-Ski-Angebot Österreichs zu nutzen. Chamonix und der Mont Blanc sind das Nonplusultra, wenn es ums Freeriding geht. Das hochalpine Gelände geht hinauf bis auf eine Höhe von 3.842 Meter und wieder hinab geht es über die 20 Kilometer lange Variantenabfahrt.
Tipps für deine Skiausrüstung
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