1. Februar 2019 Von: Sarah in 'Material'' | 0 Kommentare

Skischuhe anziehen, rein in die Bindung und losfahren, oder? Und anschließend, nach dem Skiurlaub einfach wieder in den Keller oder auf den Dachboden mit dem Material? Ja, ganz so funktioniert es leider nicht, denn auch Skimaterial braucht hin und wieder ein bisschen Liebe und Zuwendung, oder zumindest ausreichend Pflege. Das geht zum Beispiel mit Wachsen. Klar kann das auch der Skiservice machen, aber wieso nicht einfach einmal selbst versuchen, mit verlässlichen Tipps vom Profi Konni Eggensberger, Betreiber der Neuen Skischule Oberstdorf samt Skiverleih und Service-Werkstatt. Snowplaza zeigt, wie ihr eure Skier richtig wachst.

Zwei Varianten von Wachs für die Skier

Klar kann man Skier auch vom Profi wachsen lassen, aber es geht ebenso gut alleine. Eine Möglichkeit dafür ist das Wachsen mit einer Paste in einer Tube mit Schwamm. Das ist dann fast genau so wie Schuhe putzen. Allerdings hält sich diese Form des Wachses nicht sonderlich lang auf dem Ski. Besser ist daher die Variante mit Heißwachs. Dazu werden ein Bügeleisen mit Temperatureinstellung, Heißwachs, eine Werkbank samt Halterungen zum Einspannen, Bürste und Abziehklinge benötigt.

Die Profis aus der Neuen Skischule Oberstdorf wissen wie es geht © Neue Skischule Oberstdorf

So geht es richtig mit Heißwachs

Wer sich nicht dauerhaft damit aufhalten will, nach jedem Skitag wieder Wachs mit einem Schwämmchen aufzutragen, entscheidet sich für die Variante mit dem Heißwachs, die auch zuhause durchgeführt werden kann. Wichtig ist es, den Belag zuerst zu reinigen. Danach das Wachs aufgebügelt, abgezogen und der Belag wird gebürstet. Die Anschaffung ist nicht ganz preisgünstig, lohnt sicher aber langfristig trotzdem. Wer möchte, kann sich dazu auch Tutorials und Anleitungen bei Youtube anschauen oder im Fachgeschäft um Tipps bitten, da doch schon etwas Übung nötig ist, um die Skier optimal für den nächsten Skiurlaub vorzubereiten.

Den man zum Beispiel im malerischen Hirschegg im Kleinwalsertal genießen könnte © Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen

Wie oft müssen Skier gewachst werden?

Das kommt sicher auf die Beanspruchung der Skier und die individuelle Fahrweise an, aber generell gilt, dass mit gutgewachsten Skiern der Fahrspaß größer ist, da auch mehr Kontrolle gegeben ist. Nach einem langen Skitag, sind die maximalen Dreh- und Gleiteigenschaften schon nicht mehr gegeben. Wer also höchste Anforderungen stellt, sollte am besten vor jedem neuen Skitag wieder wachsen lassen. In der Profi-Liga wird je nach Bedingungen und Temperaturen auch noch verschiedenes Wachs eingesetzt, aber das wird in diesem Fall nicht nötig sein. Ein Universalwachs wird da schon reichen.

Lange Skitage gibt es in der Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal sicher auf 130 km Pisten © Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen

In diesem Skigebiet wachsen die Profis

Das Skigebiet Oberstdorf ist das alpine Wintersportzentrum in Deutschland. Dank der berühmten Skiflugschanze hat es der lebhafte Skiort im Allgäu sogar zu internationaler Berühmtheit geschafft. Aber nicht das allein macht Oberstdorf zu einem Highlight in den Alpen. Der Ort ist sehenswert und landschaftlich mehr als reizvoll. Eine große Fußgängerzone mit Geschäften und Restaurants laden zum Schlendern ein, und von der traumhaften Sonnenterasse auf dem Gipfel des Hausbergs Nebelhorn (2.224 m) haben Sie einen perfekten Blick über die Skiregion Oberstdorf-Kleinwalsertal. Bei guter Sicht erleben Skiurlauber einen Rundumblick auf 400 Gipfel. Mit etwas Glück sogar bis hin zur Zugspitze.

Zusätzliche Info: Umweltverträglichkeit von Skiwachs

Da das Skiwachs ja über die Reibung in den Schnee und so in den Boden gelangt, ist die Frage nach der Umweltverträglichkeit durchaus berechtigt. Der Profi empfiehlt daher ein Paraffinwachs, das zu hundert Prozent biologisch abbaubar ist. Zwar gibt es auch Fluorwachse mit einer längeren Abbauzeit, aber diese werden ausschließlich von Profi-Skifahrern benutzt. Das oben erwähnte Wachs aus der Tube mit Schwämmchen enthält allerdings Lösungsmittel und ist daher hinsichtlich der Umweltverträglichkeit weniger zu empfehlen.

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Hallo, ich bin Sarah. Meine Skikarriere begann mit Benjamin Blümchen-Skiern, mit denen ich wohl mehr angegeben habe, weil sie so schön rosa waren, anstatt dass ich wirklich damit gefahren bin. Heute bin ich für Snowplaza auf den Pisten unterwegs und berichte von meinen Erlebnissen im Snowplaza Blog.

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