5. November 2013 Von: Fabian in 'Skifahren'' | 3 Kommentare

Bild: Freestyle Action im Snowpark Kitzsteinhorn

Na, wie wär’s mal mit einem Überschlag im Snowpark? Mittlerweile sieht man in fast allen Skigebieten Snow- und Funparks, in denen junge Leute riesige Sprünge vollführen oder über irgendwelche Stangen rutschen. Als klassischer Skifahrer steht man meist mit offener Kinnlade oder einfach nur kopfschüttelnd daneben. Selber mal ausprobieren, ganz ehrlich, davor haben die meisten viel zu viel Schiss. Schade! Denn unter professioneller Anleitung macht es einen Riesen-Spaß. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie es geht, wo die besten Skigebiete zum Freestylen sind und welche Ausrüstung man braucht.

Freestyle: Ein Lebensstil mit akrobatischen Tricks

Trickskifahren – so wird der Begriff Freestyle kurz und knackig im Duden beschrieben. Terminologisch zwar etwas überholt, ist es im Grunde doch nichts anderes als Tricksen auf Skiern oder dem Snowboard: Drehen, Springen, Sliden, Twisten, Tweaken, Grabben, etc. Heute beschreibt Freestyle noch viel mehr als den ästhetischen und akrobatischen Aspekt des alpinen Schneesports. Für Viele ist „Freestyle“ zum Lebensstil geworden. Freiheit – nicht nur auf der Piste, sondern auch im privaten Umfeld. Das zeigt sich auch im Kleidungsstil. Wenn Sie Menschen mit extrem weiten Hosen, bunten Brillen, und schräg aufgesetzten aber gerade gebogenen Schirmmützen begegnen, ist die Chance ziemlich hoch, dass es ein Freestyler war. Aber auch ohne „Verkleidung“ ist die persönliche Erfahrung im Freestylen allemal einen Selbstversuch wert.

Die besten Snowparks in den Alpen

In den Alpen stehen einige der besten Snowparks der Welt. Professionelle Designer entwickeln jedes Jahr weitere innovative Ideen für Parks und halten diese über die komplette Saison top in Schuss. Im Skigebiet Flims-Laax-Falera stehen gleich 4 solcher High-End-Parks, auf denen sowohl absolute Cracks, als auch blutige Anfänger sich austoben können. Außerdem steht hier die größte Halfpipe in Europa und eine eigene Trainingshalle zum Üben. In der Partyhochburg Silvretta Arena Ischgl-Samnaun gibt es einen großen Funpark mit Luftkissen, wo eine weiche Landung auf Einen wartet. Außerdem sorgen gute Musik und Sitzsäcke für das passende Ambiente. Weitere Top-Snowparks sind der (Gletscher-) Park in Les Deux Alpes und der Snow- und Funpark im Skigebiet KitzSki mit einem Mega-Gapjump (siehe Bild) und einigen Naturelementen wie Baumstämme zum drüber Rutschen. Zur Liste mit den Top10 Snow- und Funparks in Europa >>

Einer der besten Snowparks in den Alpen befindet sich zum Beispiel in Kitzbühel.

Die richtige Ausrüstung zum Freestylen

Voraussetzung für das Freestylen ist eine ordentliche Schutzausrüstung. Ein Helm ist in den meisten Skigebieten sowieso schon Pflicht. Daneben sollte man auch einen Rückenpanzer (bis zum Steiß), robuste Handschuhe (bei Boardern mit Handgelenksschutz) und eine ordentliche Skibrille tragen. Je nach Ambitionen können auch Knie-, Hüft- und Gesäßschoner (gibt es als modifizierte Skiunterwäsche) angelegt werden. Sieht man dann erst mal aus wie ein Eishockeytorwart, kann eigentlich gar nichts mehr passieren. Spaß bei Seite, man sollte auch auf Beweglichkeit achten. Zum Ski: Kürzere und weichere Ski sind leichter und lassen sich besser drehen, sind also gerade für Einsteiger eine gute Wahl. Zur Form: Ein Twintip (Ski mit zwei Spitzen), d.h. der Ski verläuft symmetrisch zur Skimitte (X-Achse). Diese sollte eine Breite zwischen 75-90mm haben. Die Schaufel am Heck erleichtert das Rückwärtsfahren.

Geschützt wie ein Eishockeytorwart. Ohne Schutzausrüstung geht beim Freestyle nichts!

Die richtige Skischule: Wie lernt man besser Freestylen?

Als guter Skifahrer oder Snowboarder lassen sich Grundelemente wie Drehungen am Boden oder einfache Sprünge leicht selbst am Pistenrand üben. In der Bibliothek, Internet oder Buchhandel findet man hierzu nützliche Literatur und Videos zum Selbststudium. Wirklich empfehlenswert ist aber ein qualifizierter Skilehrer, wo Sie das Tricksen privat oder in der Gruppe ausprobieren können. Einfach bei der örtlichen Skischule nachfragen. In Kaprun, Zauchensee, Schladming, u.v.m. werden spezielle Kurse und Workshops angeboten. In Laax gibt es sogar eine Freestyle-Academy. Hier kann man unter professioneller Anleitung in einer Halle mit Schnitzelgrube das Freestylen von der Pike auf lernen. Also keine Angst, das Drehen, Springen, Sliden, Twisten, Tweaken, Grabben auf Ski und Snowboard macht einfach nur Riesen-Spaß.

Freestylen lernen in der Skischule. Bild: Flickr by Wadzy

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Kommentare

Von: Gerome am 6. November 2013

Coole Sache!

Von: Harald am 6. November 2013

Schönes Video und tolle Musik.

Von: Timo am 6. November 2013

Yeah!

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Ich arbeite als Skilehrer und Webredakteur für Snowplaza. Meine Begeisterung fürs Skifahren wurde bereits vor über 20 Jahren durch meine Eltern und Großeltern geweckt, die ein Ferienhaus in den Vogesen gebaut haben.

 
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